Analyse läuft

Bioinformatiker/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

NIEDRIGES RISIKO

0%2013
0%2016
0%2019
25%2022
49%2026*
Ergebnis teilen

Experten in der Bio- und Medizininformatik

Das übernimmt KI.

8 von 31 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Datenübernahme, Datenaufbereitung0%
Expertensysteme, Künstliche Intelligenz0%
Wissensmanagementsysteme0%
Modellbildung, Simulation (IT)0%
Programmieren0%
Systemadministration, Systemverwaltung0%
Datenbankmanagement0%
Systemsoftware (Programmierung)0%

Du bleibst relevant.

Bioinformatiker/innen verarbeiten Daten biologischer Prozesse und Strukturen mithilfe der Informationstechnologie. Sie sind interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Life Sciences (Biologie, Chemie und Pharmazie) und Informatik tätig.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Analytische Fähigkeiten
Eigenverantwortung
Systematisches- methodisches Vorgehen

Gehalt

5.899 €

Median / Monati

Unteres Viertel

4.923 €

Oberes Viertel

7.119 €

Fachliche Stärken i

EntwicklungProgrammiersprache PythonAnalyseBioinformatikProgrammiersprache Java

1.794

Beschäftigte i

315

Offene Stellen i

Arbeitslose i

191

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

25%13%0%
20132022: 25%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

1.794+122% seit 2012
1.7941.301808
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

5.899 €+49%
7.119 €5.259 €3.399 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
38Stellen 2024
191Arbeitslose 2024
19110824
20122024

Bioinformatiker/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Bioinformatiker/in beträgt 49%. Damit liegt Bioinformatiker/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds IT & Technologie (59%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 25% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 31 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 8 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Datenübernahme, Datenaufbereitung, Expertensysteme, Künstliche Intelligenz, Wissensmanagementsysteme, Modellbildung, Simulation (IT), Programmieren und Systemadministration, Systemverwaltung und 2 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Arbeitsvorbereitung, Biochemie, Projektmanagement, Datenschutz, Datenanalyse und Informations- und Kommunikationsmanagement und 17 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 1.794 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 25% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 5.899 € pro Monat (mittlere 50 %: 4.923 € bis 7.119 €), gestiegen um 17% seit 2019. Zuletzt waren rund 315 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Entwicklung, Programmiersprache Python, Analyse, Bioinformatik und Programmiersprache Java. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Analytische Fähigkeiten und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in IT & Technologie · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Bioinformatiker/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Bioinformatiker/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Bis 2030 verschiebt sich das Anforderungsprofil in der Bioinformatik spürbar: Weniger Zeit geht in reine Datenübernahme, Datenaufbereitung, Standard-Programmieren und technische Routine, mehr in Datenanalyse, Modellbildung, Simulation (IT), fachliche Interpretation und die Übersetzung zwischen Labor, Biologie und Software. Für Dich heißt das: Nicht das Berufsfeld schrumpft, sondern der Kern wird anspruchsvoller. Der KI-Risiko Score von 49 zeigt genau diese Mitte: Vieles ist technisch gut unterstützbar, aber die entscheidenden Beiträge bleiben menschlich.

Bioinformatik: Was an Routinearbeit schwindet

Besonders anfällig sind Tätigkeiten, die klar strukturiert, wiederholbar und digital vollständig beschreibbar sind. Dazu gehören in Deinem Feld vor allem Datenübernahme, Datenaufbereitung, Teile von Datenbankmanagement, Systemadministration, Systemverwaltung und einzelne Schritte im Systemsoftware (Programmierung)-Umfeld. Auch bei Wissensmanagementsysteme und regelbasierten Expertensysteme, Künstliche Intelligenz können Assistenzsysteme heute schon viel Vorarbeit leisten.

Das passt zu den breiteren Arbeitsmarktbefunden: Laut IAB hat KI bisher eher die Art verändert, wie gearbeitet wird, als Beschäftigung direkt zu verdrängen. Selbst dort, wo das Substituierbarkeitspotenzial steigt, sehen die Forschenden vor allem verlangsamtes Wachstum statt massiven Abbau. Genau das ist auch in technisch geprägten Berufen wie der Bioinformatik plausibel: Standardaufgaben werden schneller, sauberer und stärker automatisiert, aber die Gesamtrolle bleibt wichtig.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Konversationen zeigt außerdem, dass KI besonders gut bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren hilft. Das trifft auch Teile Deiner täglichen Arbeit: Literatur sichten, Reports formulieren, Ergebnisse dokumentieren oder Code kommentieren. Diese Bereiche werden nicht verschwinden, aber sie werden weniger Zeit fressen.

Bioinformatik: Welche Kompetenzen an Wert gewinnen

Wert gewinnen genau die Fähigkeiten, die KI nicht aus dem Stand sicher liefert: fachliche Einordnung, saubere Fragestellungen, Fehlerkritik und das Verständnis biologischer Zusammenhänge. In Deiner Rolle zählen deshalb Biochemie, Biologie, Statistik, Mathematik, Bioinformatik, Forschung und Entwicklung weiterhin stark. Auch Datenschutz wird wichtiger, weil sensible Forschungs- und Gesundheitsdaten immer häufiger zwischen Systemen, Teams und Plattformen wandern.

Besonders gefragt bleiben außerdem Projektmanagement, agiles Projektmanagement, Systembetreuung und Informations- und Kommunikationsmanagement. Denn mit KI verschiebt sich der Aufgabenmix: Klassische Bearbeitung schrumpft, Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen. Du wirst also weniger „alles selbst rechnen“ und öfter entscheiden müssen, ob ein Modell, ein Workflow oder ein Datensatz wirklich belastbar ist.

Genau hier liegt auch die Stärke der Bioinformatik gegenüber vielen anderen Wissensberufen. Die Anthropic-Analyse zeigt: In der realen Nutzung dominiert meist nicht Automation, sondern Augmentation — also Mensch und KI gemeinsam. Das passt zu Deinem Feld sehr gut, weil biologische Daten immer Kontext brauchen: Welche Sequenz ist relevant? Welche Annahme ist robust? Welche Simulation ist biologisch plausibel? Solche Fragen beantwortet kein Modell zuverlässig allein.

Bioinformatik: Was die Studien für Deinen Arbeitsalltag bedeuten

Die internationale Einordnung ist klar: Laut IWF sind weltweit rund 40 % der Jobs KI-exponiert, in Industrieländern wie Deutschland wegen des hohen Anteils kognitiver Tätigkeiten deutlich mehr. Bioinformatik liegt mitten in dieser kognitiven Zone. Gleichzeitig zeigt die Microsoft-Forschung, dass gerade wissensintensive Aufgaben stark von KI profitieren, aber nicht automatisch ersetzt werden. Das erklärt, warum in Deinem Beruf Programmieren, Modellbildung, Simulation (IT) und Dokumentation effizienter werden, während Urteilsfähigkeit, Forschung und fachliche Verantwortung bleiben.

Für die Praxis heißt das auch: Der Einstieg in manche Teilaufgaben wird leichter, aber die Erwartungen an Qualität steigen. Wer KI nur als Abkürzung nutzt, produziert schneller, aber nicht zwingend besser. Wer sie dagegen für Hypothesen, Code-Entwürfe, Validierung und Variantenvergleiche einsetzt, kann deutlich produktiver werden.

Bioinformatik: So stellst Du Dich bis 2030 auf

Wenn Du Dich zukunftssicher aufstellen willst, solltest Du Deine Rolle in drei Richtungen erweitern:

  • KI als Arbeitswerkzeug beherrschen: Nutze KI für Code-Entwürfe, Textentwürfe, Analysevorschläge und Datenprüfung, aber immer mit fachlicher Kontrolle.
  • Domänenwissen vertiefen: Je besser Du Biologie, Biochemie, Statistik und Biometrie verstehst, desto schwerer bist Du ersetzbar.
  • Brückenkompetenz ausbauen: Übersetze zwischen Labor, Forschung, IT und Management. Genau diese Schnittstelle bleibt knapp.

Hilfreich ist es auch, Deine fachlichen Schwerpunkte bewusst zu schärfen: etwa Programmiersprache Python, Programmiersprache Java, Analyse, reproduzierbare Workflows oder datengetriebene Forschungsprozesse. Das Bundesarbeitsmarktbild zeigt zudem: Beschäftigung und Gehalt in Deinem Beruf sind langfristig gewachsen. Das spricht eher für eine Aufwertung als für einen Abstieg.

Bioinformatik: Fazit für Deine nächsten Schritte

Der Beruf verändert sich vor allem von innen. Routine wird stärker automatisiert, aber die anspruchsvollen Aufgaben werden wichtiger. Wenn Du KI souverän nutzt, Deine biologische Urteilskraft ausbaust und saubere Forschungs- und Datenprozesse beherrschst, bleibst Du nicht nur gefragt — Du wirst eher wertvoller. Stand: Juni 2026.

Erwähnte KI-Tools

Copilotgenerative KI-ModelleExpertensysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Bioinformatiker/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Medizininformatiker/inIT & Technologie
68%
Alle Berufe in IT & Technologie im KI-Check →

Häufige Fragen zu Bioinformatiker/in