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Biologielaborant/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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NIEDRIGES RISIKO

50%2013
50%2016
55%2019
55%2022
46%2026*
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Fachkräfte im biologisch-technischen Laboratorium

Das übernimmt KI.

11 von 21 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Probenahme0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
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Chemische Untersuchungs- und Messverfahren0%
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Labortierkunde0%

Du bleibst relevant.

Biologielaboranten und-laborantinnen bereiten Untersuchungen an Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen vor und führen sie durch. Sie beobachten, kontrollieren und protokollieren Versuchsabläufe und werten die Ergebnisse aus.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Gewissenhaftigkeit
Eigenverantwortung
Zuverlässigkeit
Kommunikationsfähigkeit

Gehalt

4.039 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.382 €

Oberes Viertel

4.885 €

Fachliche Stärken i

Microsoft OfficeMolekularbiologieAnalyseMikrobiologiePCR (Polymerasekettenreaktion)

29.981

Beschäftigte i

1.678

Offene Stellen i

Arbeitslose i

1.204

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

55%53%50%
20132022: 55%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

29.981+34% seit 2012
30.19226.32522.457
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.039 €+38%
4.885 €3.647 €2.408 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
287Stellen 2024
1.204Arbeitslose 2024
1.204699193
20122024

Biologielaborant/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Biologielaborant/in beträgt 46%. Damit liegt Biologielaborant/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik (51%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 55% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 21 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 11 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik, Spektroskopie, Chemische Untersuchungs- und Messverfahren und Physikalische Mess-, Prüfverfahren und 5 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Anorganische Chemie, Biochemie, Organische Chemie, Pharmakologie, Versuchsdurchführung und -auswertung und Biotechnologie und 4 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 29.981 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 6% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.039 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.382 € bis 4.885 €), gestiegen um 15% seit 2019. Zuletzt waren rund 1.678 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office, Molekularbiologie, Analyse, Mikrobiologie und PCR (Polymerasekettenreaktion). Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Forschung & Technik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Biologielaborant/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Biologielaborant/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Der KI-Risiko-Score für Biologielaborant/in liegt mit 46 etwas unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik (51). Das passt gut zum Berufsbild: Ein Teil der Arbeit lässt sich technisch gut unterstützen, aber der Kern bleibt stark an praktische Laborprozesse, fachliche Einordnung und sorgfältige Kontrolle gebunden. Stand: Juni 2026.

Warum Biologielaborant/innen anders betroffen sind als andere Laborberufe

Bei dir treffen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stehen Tätigkeiten wie Probenahme, Laborarbeiten, Labortechnik, Spektroskopie, Chemische Untersuchungs- und Messverfahren, Physikalische Mess-, Prüfverfahren, Mikroskopieren oder Dokumentation (technisch). Das sind Arbeitsanteile, bei denen KI, Automatisierung und digitale Auswertung vieles schneller, standardisierter und fehlerärmer machen können. Auf der anderen Seite bleiben Aufgaben wie Versuchsdurchführung und -auswertung, Biochemie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Pharmakologie, Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik oder auch Tierversuche stark an Erfahrung, Verantwortung und Kontextwissen gebunden.

Genau deshalb ist der Beruf nicht einfach „ersetzbar“, sondern wird eher in seinen Abläufen umgebaut. Die IAB-Studien zeigen generell: Hohe Automatisierbarkeit führt in Deutschland selten direkt zu Stellenabbau, sondern eher zu verändertem Wachstum. Gleichzeitig steigt das Substituierbarkeitspotenzial besonders in Expertenberufen, gerade dort, wo digitale Analyse, Dokumentation und Routineauswertung eine große Rolle spielen. Für Biologielaborant/innen heißt das: Die Routine wird kleiner, die fachliche Prüfung und das Zusammenspiel mit Forschenden und Techniksystemen wichtiger.

Besonders anfällig für KI-Unterstützung sind bei dir auch Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung und bakteriologische Untersuchungen, weil Mustererkennung, Protokollprüfung und standardisierte Auswertung hier stark helfen können. Weniger gut übernehmbar sind dagegen Tätigkeiten, die Materialverständnis, präzise Versuchsanpassung und biologische Interpretation verlangen. Das gilt vor allem dort, wo Ergebnisse nicht nur gemessen, sondern in einen experimentellen Zusammenhang eingeordnet werden müssen.

Studienlage zu KI, Laborarbeiten und Dokumentation im Beruf

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Konversationen zeigt, dass KI vor allem bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren stark ist. Genau diese Muster passen zu einem Teil der Laborarbeit: Befunde strukturieren, technische Dokumentation vereinheitlichen, Protokolle zusammenfassen oder standardisierte Texte vorbereiten. Weniger stark ist KI dort, wo es auf präzise Datenanalyse im konkreten Versuchskontext, auf physische Laborarbeit oder auf komplexe Materialbeobachtung ankommt. Das erklärt, warum dein Microsoft-Wert mit 13 deutlich niedriger liegt als dein technisches Substituierbarkeitspotenzial.

Auch der IWF ordnet Berufe mit vielen kognitiven Tätigkeiten als besonders KI-exponiert ein. In Industrieländern wie Deutschland ist der Anteil deutlich höher als im globalen Schnitt, weil wissensintensive Arbeit hier stärker verbreitet ist. Für den Laborbereich bedeutet das: Nicht der ganze Beruf steht unter Druck, aber die digitalen Anteile in Planung, Auswertung und Dokumentation werden schneller wachsen als früher.

Der Anthropic Economic Index stützt diese Einordnung. Dort dominiert in keiner Berufsgruppe klar die reine Automation; häufiger ist KI ein Werkzeug für Augmentation, also Mensch plus KI. Genau das ist für Biologielaborant/innen die wahrscheinlichste Entwicklung. KI kann bei Routine, Vergleich, Vorprüfung und Struktur helfen. Die Verantwortung für Plausibilität, Hygiene, Probenhandling, methodische Korrektheit und endgültige Bewertung bleibt aber bei dir und dem Laborteam.

Was sich für Biologielaborant/innen konkret im Alltag verschiebt

Im Alltag dürfte vor allem der Aufgabenmix kippen. Klassische Bearbeitung schrumpft, während Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen. Das heißt zum Beispiel: weniger manuelles Abtippen, weniger einfache Standardauswertungen, weniger repetitive Kontrollschritte – aber mehr Fokus auf Kontrolle, Qualitätsmanagement und das sichere Bedienen digital gestützter Systeme.

Davon betroffen sind besonders deine fachlichen Kompetenzen wie Analyse, Molekularbiologie, Mikrobiologie und PCR (Polymerasekettenreaktion). Wer diese Methoden nicht nur ausführt, sondern Ergebnisse kritisch beurteilt, bleibt sehr relevant. Ebenso wichtig werden deine persönlichen Kompetenzen: Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Gerade wenn KI-gestützte Voranalysen oder automatische Dokumentationssysteme im Spiel sind, wird es wichtiger, Auffälligkeiten zu erkennen und sauber mit Kolleginnen, Forschenden und Vorgesetzten zu kommunizieren.

Der Stellenmarkt zeigt zudem: Nach dem ChatGPT-Start gingen Ausschreibungen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten zurück, während analytische, technische und kreative Arbeit zulegte. Für deinen Beruf heißt das nicht automatisch weniger Arbeit, aber mehr Nachfrage nach Leuten, die Routine mit sicherer Interpretation verbinden können. In Laboren werden also eher jene gebraucht, die technische Verfahren sauber beherrschen und gleichzeitig digitale Ergebnisse kritisch einordnen.

Fazit für Biologielaborant/innen: KI verändert die Laborarbeit von innen

Der Beruf bleibt auch mit KI klar fachlich, praktisch und verantwortungsvoll. Der Score von 46 zeigt: Es gibt spürbare Berührungspunkte mit Automatisierung und KI, aber keine einfache Ersetzbarkeit. Besonders die dokumentationsnahen und standardisierbaren Teile werden sich beschleunigen. Der eigentliche Wert deiner Arbeit liegt künftig noch stärker in Sorgfalt, methodischer Genauigkeit und in der Fähigkeit, Messergebnisse biologisch zu bewerten.

Wenn du dich weiterentwickeln willst, lohnt sich vor allem der Blick auf digitale Auswertung, Qualitätsmanagement, datennahe Laborsoftware und den sicheren Umgang mit KI-gestützten Vorarbeiten. So bleibst du nicht nur anschlussfähig, sondern wirst genau in den Bereichen stärker, in denen Labore Menschen weiter brauchen.

Erwähnte KI-Tools

Copilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Biologielaborant/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Biologielaborant/in