Analyse läuft

Chemielaborant/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

MITTLERES RISIKO

75%2013
75%2016
75%2019
78%2022
59%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte im chemisch-technischen Laboratorium

Das übernimmt KI.

13 von 25 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Probenahme0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
Laborarbeiten, Labortechnik0%
Spektroskopie0%
Chemische Untersuchungs- und Messverfahren0%
Chromatografie0%
Gasanalyse0%
Physikalische Mess-, Prüfverfahren0%
Mikroskopieren0%
Dokumentation (technisch)0%
Prüfmittelüberwachung0%
Radioaktive Stoffe0%
Schadstoffuntersuchung0%

Du bleibst relevant.

Chemielaboranten und-laborantinnen bereiten chemische Untersuchungen und Versuchsreihen vor bzw. führen diese durch. Sie analysieren Stoffe, trennen Stoffgemische und stellen chemische Substanzen her. Darüber hinaus dokumentieren sie ihre Arbeit und werten die protokollierten Ergebnisse aus.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Gewissenhaftigkeit
Zuverlässigkeit
Eigenverantwortung
Kommunikationsfähigkeit

Gehalt

4.378 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.545 €

Oberes Viertel

5.401 €

Fachliche Stärken i

Microsoft OfficeAnalyseWartung, Reparatur, InstandhaltungEntwicklungChemie

72.908

Beschäftigte i

3.867

Offene Stellen i

Arbeitslose i

1.980

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

78%77%75%
20132022: 78%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

72.908+3% seit 2012
72.90870.42867.948
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.378 €+27%
5.401 €4.056 €2.711 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
903Stellen 2024
1.980Arbeitslose 2024
2.0571.377696
20122024

Chemielaborant/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Chemielaborant/in beträgt 59%. Damit liegt Chemielaborant/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik, der bei 51% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 78% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 25 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 13 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik, Spektroskopie, Chemische Untersuchungs- und Messverfahren und Chromatografie und 7 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Analytische Chemie, Anorganische Chemie, Elektrochemie, Farbenchemie, Lackchemie, Faserchemie, Textilchemie und Lebensmittelchemie und 6 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 72.908 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; die Beschäftigung blieb seit 2019 weitgehend stabil. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.378 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.545 € bis 5.401 €), gestiegen um 12% seit 2019. Zuletzt waren rund 3.867 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office, Analyse, Wartung, Reparatur, Instandhaltung, Entwicklung und Chemie. Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Forschung & Technik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Chemielaborant/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Chemielaborant/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Die Arbeit im Chemielabor bleibt gefragt, aber sie verändert sich spürbar: Die Zahl der Beschäftigten ist seit 2012 nur leicht gestiegen, während das Gehalt deutlich zugelegt hat. Gleichzeitig liegt der KI-Risiko-Score mit 59 über dem Durchschnitt des Berufsfelds. Das passt zu einem typischen Bild in Forschung und Technik: Viele Tätigkeiten sind technisch gut strukturierbar, aber die eigentliche Laborarbeit bleibt stark an Fachwissen, Sorgfalt und Interpretation gebunden. Stand: Juni 2026.

Chemielaborant/in: Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Spezialisierung

Für Chemielaborant:innen ist der Arbeitsmarkt insgesamt stabil. Die Beschäftigtenzahl ist in den vergangenen Jahren nicht eingebrochen, sondern leicht gewachsen. Das spricht dafür, dass der Beruf nicht einfach verschwindet, sondern in vielen Betrieben und Laboren weiter gebraucht wird. Gleichzeitig ist die Tätigkeit klar spezialisiert: Wer hier arbeitet, bewegt sich zwischen Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik und Dokumentation (technisch).

Genau diese Mischung macht den Beruf interessant. Ein Teil der Aufgaben ist standardisiert und gut messbar. Ein anderer Teil verlangt chemisches Verständnis, Fehlerbewusstsein und den Blick für Ausreißer. Das ist auch der Grund, warum der Beruf nicht nur über Automatisierung gesprochen werden kann. Viel eher verschiebt sich die Arbeit: weg von reinem Abarbeiten, hin zu Kontrolle, Bewertung und sauberer Versuchspraxis.

Chemielaborant/in und KI: Welche Tätigkeiten sich verändern

Der hohe Automatisierungsanteil im Score kommt vor allem daher, dass viele Laborschritte regelbasiert, wiederholbar und digital gut abbildbar sind. Besonders betroffen sind Spektroskopie, Chromatografie, Gasanalyse, Physikalische Mess-, Prüfverfahren, Mikroskopieren und chemische Untersuchungs- und Messverfahren. Auch die Prüfmittelüberwachung und Teile der Schadstoffuntersuchung lassen sich mit Software, Messrobotik und KI-gestützter Auswertung effizienter machen.

Wichtig ist dabei: KI ersetzt hier nicht den ganzen Beruf. Sie greift vor allem in den Ablauf ein. Messdaten werden schneller vorgeprüft, Auffälligkeiten markiert und Dokumente automatisch vorbereitet. Das entlastet, aber es verschiebt auch Erwartungen. Wer im Labor arbeitet, muss stärker prüfen können, ob ein System plausibel arbeitet, ob eine Messreihe sauber ist und ob ein Ergebnis fachlich Sinn ergibt.

Der IAB-Befund aus Deutschland passt gut dazu: Hohe Automatisierbarkeit führt selten direkt zu Beschäftigungsabbau, sondern häufiger zu langsamerem Wachstum oder zu veränderten Aufgaben innerhalb des Berufs. Genau das sieht man auch hier. Das Labor bleibt menschlich, aber die Routineanteile werden schmaler.

Chemielaborant/in im Licht der Studien: Exponiert, aber nicht ersetzbar

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt, dass KI vor allem bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren stark ist. Das klingt zunächst weit weg vom Labor. Für Chemielaborant:innen ist es trotzdem relevant, weil genau diese unterstützenden Aufgaben im Alltag viel Zeit kosten: technische Berichte, Protokolle, Rückfragen, Dokumentation und die Vorbereitung von Auswertungen.

Auch der Anthropic Economic Index stützt diese Einordnung: In vielen Berufen dominiert nicht Automation, sondern Augmentation, also die Zusammenarbeit von Mensch und KI. Für Chemielaborant:innen bedeutet das: KI wird eher zur zweiten Ebene neben dem Experiment. Sie kann helfen, Daten vorzustrukturieren, Protokolle zu glätten oder Prüfprozesse zu beschleunigen, aber sie trägt nicht die fachliche Verantwortung für die Versuchsdurchführung und -auswertung.

Der IWF kommt für Industrieländer wie Deutschland auf eine besonders hohe KI-Exponierung, weil dort viele kognitive Tätigkeiten vorkommen. Das trifft auch den Laborbereich: Nicht die Handgriffe allein, sondern die Mischung aus Analyse, Dokumentation und Bewertung macht den Beruf anfällig für KI-Unterstützung. Dennoch ist die eigentliche chemische Facharbeit weiterhin schwer zu ersetzen, vor allem in analytischer Chemie, anorganischer Chemie, organischer Chemie, physikalischer Chemie, Polymer-, Kunststoffchemie, Lebensmittelchemie und Umweltanalytik.

Chemielaborant/in: Was menschlich bleibt und sogar wichtiger wird

Die klar menschlichen Stärken liegen dort, wo es um Einordnung statt nur um Messung geht. Dazu gehören das Verstehen von Reaktionszusammenhängen, der Umgang mit unklaren Ergebnissen und die Fähigkeit, Verfahren fachlich zu hinterfragen. In der Praxis sind das oft die anspruchsvollsten Teile der Arbeit.

  • Versuchsdurchführung und -auswertung unter realen Laborbedingungen
  • das Erkennen von Fehlerquellen in Messreihen
  • die fachliche Bewertung von Auffälligkeiten
  • das Zusammenspiel mit Kolleg:innen in Teamfähigkeit
  • sorgfältiges Arbeiten mit Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit
  • eigenständige Entscheidungen mit Eigenverantwortung
  • klare Abstimmung über Kommunikationsfähigkeit

Wer diese Kompetenzen stark ausprägt, profitiert eher von KI, als dass er oder sie von ihr verdrängt wird. Denn je mehr Vorarbeit KI übernimmt, desto mehr zählt die letzte, fachlich belastbare Entscheidung.

Chemielaborant/in: Strategie für die nächsten Jahre

Wenn du in diesem Beruf arbeitest, lohnt sich ein pragmatischer Umgang mit KI. Nicht alles automatisieren wollen, sondern die eigenen Stärken ausbauen. Sinnvoll ist vor allem, digitale Auswertung, Laborsoftware und automatisierte Dokumentation sicher zu beherrschen. Das gilt auch für Microsoft Office, weil Berichte, Tabellen und Prüfunterlagen weiterhin zentral bleiben.

Gleichzeitig solltest du dein chemisches Kernwissen pflegen. Je besser du Analyse, Chemie und Entwicklung mit Laborpraxis verbindest, desto wertvoller wirst du im Zusammenspiel mit KI. Denn die Technik kann Daten ordnen — aber nicht die Verantwortung für Qualität, Plausibilität und Sicherheit übernehmen.

Kurz gesagt: Der Beruf wird technischer, datenreicher und stärker kontrollorientiert. Wer das früh mitgeht, hat gute Chancen, in Laboren nicht ersetzt, sondern aufgewertet zu werden.

Erwähnte KI-Tools

CopilotLaborsoftwareMicrosoft Office

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Chemielaborant/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Chemisch-technische/r Assistent/inForschung & Technik
49%
Prüftechnologe/-technologin KeramikForschung & Technik
67%
Stoffprüfer/in (Chemie) Glas-, Keram.-Ind., Steine u. ErdenForschung & Technik
67%
Textillaborant/inForschung & Technik
64%
Alle Berufe in Forschung & Technik im KI-Check →

Häufige Fragen zu Chemielaborant/in