KI und der Beruf Geschäftsführer/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die Rolle von Geschäftsführer:innen in Deutschland erheblich zu verändern. Der KI-Risiko-Score für diesen Beruf liegt bei 57%, was bedeutet, dass es ein hohes Risiko gibt, dass bestimmte Aufgaben automatisiert werden. Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) schätzt, dass 55% der Aufgaben in diesem Beruf automatisierbar sind. Aktuell wird jedoch nur in 11% der Fälle KI tatsächlich eingesetzt. Dies zeigt, dass wir noch am Anfang stehen und viel Potenzial ungenutzt bleibt. Geschäftsführer:innen müssen sich darauf einstellen, dass KI nicht nur eine Ergänzung, sondern bald eine zentrale Rolle bei der Entscheidungsfindung und Teamführung spielen wird.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Es gibt bereits verschiedene KI-Tools, die Geschäftsführer:innen unterstützen und bestimmte Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel hilft Trello mit Butler, Projekte effizient zu steuern, indem es Aufgaben automatisiert und die Teamarbeit optimiert. Früher musste man manuell den Fortschritt von Projekten verfolgen; heute ermöglicht Trello, dies mit wenigen Klicks zu tun.
Ein weiteres Beispiel ist Monday.com, das KI-gestützte Analysen bietet, um Entscheidungsprozesse zu verbessern. Anstatt Daten mühsam auszuwerten, können Geschäftsführer:innen nun auf einfache Weise relevante Informationen erhalten. Bei der Rekrutierung unterstützt X0PA AI, indem es Bewerbungsunterlagen analysiert und dabei hilft, die besten Kandidat:innen auszuwählen. So können Geschäftsführer:innen gezielt und effizient neue Talente gewinnen.
Im Marketingbereich nutzt HubSpot KI, um das Kundenverhalten zu analysieren und personalisierte Marketingstrategien zu entwickeln. Diese Tools helfen dabei, die Effizienz zu steigern und die Kundenbindung zu verbessern.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der vielen Möglichkeiten, die KI bietet, gibt es menschliche Fähigkeiten, die schwer automatisierbar sind. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Eigenverantwortung sind Eigenschaften, die auch in Zukunft von hoher Bedeutung sein werden. Geschäftsführer:innen müssen in der Lage sein, ein Team zu motivieren, Konflikte zu lösen und Visionen zu kommunizieren.
Ein Beispiel: Während KI Daten analysieren kann, benötigt es menschliches Urteilsvermögen, um die Ergebnisse zu interpretieren und strategische Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, empathisch zu führen und Beziehungen zu gestalten, bleibt eine Stärke, die in der KI-Ära unverzichtbar ist.
Was sich in der Branche gerade tut
In der deutschen Unternehmenslandschaft sind aktuelle Trends wie die Automatisierung von Entscheidungsprozessen und die Personalisierung von Kundeninteraktionen zu beobachten. Immer mehr Geschäftsführer:innen setzen KI ein, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu optimieren. Zudem erfordert die digitale Transformation neue Führungsstile, insbesondere im Kontext von Remote Leadership, wo Teams oft aus der Ferne geleitet werden müssen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland 236.222 Beschäftigte im Beruf des Geschäftsführers oder der Geschäftsführerin. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 2.546 Stellen offen. Das zeigt, dass die Nachfrage nach Führungskräften nach wie vor hoch ist.
Die Automatisierung könnte in Zukunft dazu führen, dass bestimmte Tätigkeiten weniger gefragt sind, während die Nachfrage nach Kompetenzen im Bereich digitales Management und strategische Entscheidungsfindung steigen wird. Damit werden auch die Gehälter in diesen Bereichen tendenziell steigen, da die Anforderungen an Geschäftsführer:innen sich verändern.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um optimal auf die Veränderungen durch KI vorbereitet zu sein, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Fortbildung in digitalem Management: Nutze MOOC-Plattformen wie Coursera oder edX, um kostenlose Kurse zu KI und digitalem Management zu belegen. So baust du dein Wissen über neue Technologien aus.
- Webinare besuchen: Viele Industrie- und Handelskammern (IHKs) bieten kostengünstige Webinare zu Themen wie digitale Führung und KI an. Das ist eine gute Möglichkeit, um praxisnahe Kenntnisse zu erlangen.
- YouTube-Kanäle abonnieren: Kanäle wie „Digitale Führung“ bieten wertvolle Tipps und Informationen, die dir helfen können, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern.
Fazit: Deine Zukunft als Geschäftsführer/in
Die Rolle von Geschäftsführer:innen wird sich durch KI nachhaltig verändern, aber viele menschliche Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Indem du deine Kompetenzen weiterentwickelst und dich mit den neuen Technologien vertraut machst, kannst du nicht nur deinen Platz im Unternehmen sichern, sondern auch aktiv zur erfolgreichen Gestaltung der Zukunft beitragen. Du bist nicht allein – die Transformation hat begonnen, und es liegt an dir, sie aktiv mitzugestalten!