KI und der Beruf Gestalter/in - Werbe- und Mediengestaltung: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die Arbeitswelt für Werbe- und Mediengestalter stark zu beeinflussen. Der KI-Risiko Score für diesen Beruf liegt bei 92%, was darauf hindeutet, dass viele Aufgaben durch automatisierte Systeme ersetzt werden könnten. Das IAB hat ein Automatisierungspotenzial von 67% ermittelt, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Tätigkeiten automatisiert werden kann. Im Vergleich dazu arbeiten in Deutschland etwa 23.976 Menschen in diesem Beruf. So hohe Zahlen können beunruhigend sein, doch sie bedeuten auch, dass KI Gestaltern nicht nur die Arbeit abnimmt, sondern auch neue Möglichkeiten eröffnet. Ein Vergleich: Früher musste man viel Zeit für Layouts und Designs aufwenden, heute kann man viele dieser Prozesse mit KI-Tools wie Canva oder Adobe Sensei beschleunigen und erleichtern.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernimmt KI viele Aufgaben, die früher manuell erledigt werden mussten. Tools wie Adobe Sensei optimieren Designprozesse, indem sie automatisch Bildbearbeitungen vorschlagen oder Layouts erstellen. Mit Canva können Nutzer durch KI-gestützte Layout-Vorschläge in kurzer Zeit ansprechende Designs erstellen, die früher oft stundenlange Arbeit erforderten. Auch die Textgenerierung wird durch Jasper revolutioniert, eine Software, die bei der Erstellung von Werbetexten hilft. Statt sich lange mit dem Schreiben zu beschäftigen, kann man sich auf die kreative Umsetzung konzentrieren. Diese Tools entlasten Gestalter, indem sie Routinearbeiten übernehmen und so mehr Freiraum für kreative Ideen schaffen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der fortschrittlichen Technologie gibt es Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann. Kreativität, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit sind essentielle Eigenschaften, die im Werbe- und Mediengestaltungsbereich gefragt sind. Die Fähigkeit, aus Ideen Konzepte zu entwickeln und diese in einem Team zu verwirklichen, ist etwas, das Maschinen nicht leisten können. Auch die persönliche Note in der Gestaltung und das Verständnis für Zielgruppen sind menschliche Stärken, die schwer zu automatisieren sind. Beispielsweise ist die Entwicklung einer einzigartigen Markenidentität, die Emotionen anspricht, eine Aufgabe, die menschliches Feingefühl erfordert.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell beobachten wir in der Werbe- und Mediengestaltung einen klaren Trend zur Personalisierung von Inhalten. KI wird genutzt, um Werbung und Medien maßgeschneidert auf Zielgruppen zuzuschneiden, was die Relevanz deutlich erhöht. Gleichzeitig werden immer mehr Designprozesse automatisiert, was Gestaltern hilft, sich auf kreative Tätigkeiten zu konzentrieren. Ein weiterer Trend sind interaktive Medien, die durch KI unterstützt werden und ein neues Nutzererlebnis ermöglichen. Diese Entwicklungen sind in Deutschland bereits spürbar und werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Die Zahl der Beschäftigten in der Werbe- und Mediengestaltung liegt bei etwa 23.976. Trotz des hohen Automatisierungspotenzials ist der Arbeitsmarkt in diesem Bereich stabil. Aktuell sind 187 Stellen offen, was zeigt, dass Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften besteht. Das Median-Gehalt für Gestalter beträgt 3.378 € im Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.688 € bis 4.281 €. Experten gehen davon aus, dass die Gehälter in den nächsten Jahren stabil bleiben, während gleichzeitig neue Berufe entstehen, die sich mit der Nutzung von KI und neuen Technologien befassen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um auf die Veränderungen durch KI vorbereitet zu sein, gibt es einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Kurse besuchen: Nutze Plattformen wie Coursera, die kostenlose Kurse zu digitaler Mediengestaltung und KI im Marketing anbieten. So kannst du dein Wissen erweitern und deine Fähigkeiten anpassen.
- Design-Tools lernen: Melde dich bei Udemy an, wo häufig günstige Kurse zu spezifischen Design-Tools und deren KI-Anwendungen angeboten werden. So bleibst du auf dem neuesten Stand der Technik.
- YouTube-Tutorials nutzen: Auf YouTube findest du zahlreiche kostenlose Tutorials, die dir den Umgang mit aktuellen Design-Tools und deren KI-Funktionen näherbringen. Dies kann dir helfen, deine Fähigkeiten schnell zu verbessern.
Fazit: Deine Zukunft als Gestalter/in - Werbe- und Mediengestaltung
Die Rolle von Gestaltern in der Werbe- und Mediengestaltung wird sich durch KI verändern, bietet jedoch auch neue Chancen. Deine kreativen Fähigkeiten und persönlichen Stärken werden weiterhin gefragt sein und stellen einen wertvollen Beitrag zur Branche dar. Nutze die Möglichkeiten, die KI dir bietet, um deine Arbeit zu verbessern und dich weiterzuentwickeln. Bleib neugierig und offen für Veränderungen – das wird der Schlüssel zu deiner erfolgreichen Zukunft sein!