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Hebamme/Entbindungspfleger: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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NIEDRIGES RISIKO

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Spezialisten in der Geburtshilfe und Entbindungspflege

Das übernimmt KI.

5 von 25 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Ehe- und Familienrecht0%
Kinder- und Jugendhilferecht0%
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Hebammen und Entbimdungspfleger betreuen Frauen während ihrer Schwangerschaft und bei der Entbindung. Sie versorgen Mütter und Neugeborene im Wochenbett und begleiten sie während der Stillzeit.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Organisationsfähigkeit
Ergebnisorientiertes Handeln
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Pflichtgefühl

Gehalt

4.380 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.751 €

Oberes Viertel

4.936 €

Fachliche Stärken i

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

16.738

Beschäftigte i

422

Offene Stellen i

Arbeitslose i

473

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

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20132022: 0%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

16.738+88% seit 2012
16.73812.8198.900
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.380 €+51%
4.936 €3.707 €2.478 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
99Stellen 2024
473Arbeitslose 2024
47327780
20122024

Hebamme/Entbindungspfleger im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Hebamme/Entbindungspfleger beträgt 4%. Damit liegt Hebamme/Entbindungspfleger unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Pflege & Betreuung (16%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 0% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 25 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 5 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Ehe- und Familienrecht, Kinder- und Jugendhilferecht, Krankenhaus-, Praxishygiene, Krankenhausinformationssysteme und Medizinische Dokumentation. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Qualitätsmanagement, Pharmakologie, Sozialpädagogische Familienhilfe, Schwangerschaftsverhütung (Beratung), Diagnose und Gesundheitspädagogik, -beratung und 14 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 16.738 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 30% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.380 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.751 € bis 4.936 €), gestiegen um 22% seit 2019. Zuletzt waren rund 422 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Auf persönlicher Ebene zählen Organisationsfähigkeit, Ergebnisorientiertes Handeln, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Pflege & Betreuung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Hebamme/Entbindungspfleger?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Hebamme/Entbindungspfleger

Stand: Juni 2026· 3 Min. Lesezeit

Hebamme/Entbindungspfleger: deutlich unter dem Berufsfeld – und trotzdem mitten im KI-Umbruch

Mit einem KI-Risiko-Score von 4 liegt dieser Beruf klar unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Pflege & Betreuung mit 16. Das passt zur Realität des Arbeitsalltags: Hebammen und Entbindungspfleger arbeiten an einem Punkt, an dem Beziehung, Wahrnehmung, Erfahrung und unmittelbare Verantwortung zusammenkommen. Genau dort ist KI bisher am schwächsten. Stand: Juni 2026.

Warum Hebamme/Entbindungspfleger anders von KI betroffen sind

Die wichtigsten Tätigkeiten in diesem Beruf sind Geburtshilfe, Entbindungspflege, Geburtsvorbereitung, Geburtsnachbereitung, Patientenbetreuung, Schwangerschaftsuntersuchung, Diagnose, Gesundheitspädagogik, -beratung, Gesundheitsvorsorge (Prävention) und Säuglingspflege. Das sind Aufgaben, bei denen es nicht nur um Information geht, sondern um situative Einschätzung, Feinfühligkeit und Vertrauen.

Genau deshalb ist der Beruf nicht leicht zu automatisieren. Die IAB-Logik zur Substituierbarkeit setzt vor allem dort an, wo Kerntätigkeiten regelbasiert, wiederholbar und technisch standardisierbar sind. In der Geburtshilfe ist das nur ein kleiner Teil des Gesamtbilds. Zwar gibt es unterstützende digitale Systeme, etwa bei Krankenhausinformationssysteme oder medizinische Dokumentation, doch diese Werkzeuge ersetzen nicht die persönliche Betreuung im Kreißsaal, die Kommunikation mit der Gebärenden oder das Erkennen von Veränderungen im Verlauf einer Geburt.

Wichtig ist auch: KI verändert Berufe oft von innen. Nicht alles, was technisch machbar wäre, wird im Alltag tatsächlich ausgelagert. Gerade im Gesundheitsbereich bleibt die letzte Entscheidung in vielen Situationen bewusst beim Menschen. Für Hebammen und Entbindungspfleger heißt das: Weniger Risiko für Verdrängung, aber mehr Veränderung in der Art, wie gearbeitet wird.

Studienlage zu Hebamme/Entbindungspfleger und KI

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitsgesprächen zeigt, dass KI besonders stark bei Schreiben, Informationen beschaffen, erklären und kommunizieren hilft. Das passt gut zu Teilaufgaben im Beruf, etwa bei Gesundheitspädagogik, -beratung, bei der Vorbereitung von Informationsmaterial oder bei der strukturierteren medizinischen Dokumentation. Gleichzeitig gehören körpernahe, praktische Tätigkeiten zu den Bereichen, in denen KI deutlich schwächer ist.

Das ist für diesen Beruf entscheidend: Die eigentliche Kernarbeit ist nicht das Formulieren von Texten, sondern die unmittelbare Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. KI kann hier höchstens flankieren, zum Beispiel bei Checklisten, Dokumentationshilfe oder bei der Aufbereitung von Informationen für Eltern.

Auch die IAB-Befunde sprechen eher für Wandel als für Verdrängung. Historisch führte ein hohes Substituierbarkeitspotenzial selten zu echtem Beschäftigungsabbau, sondern eher zu verlangsamtem Wachstum. Für Hebammen und Entbindungspfleger ist das besonders relevant, weil der Bedarf an qualifizierter Betreuung eher durch demografische, medizinische und organisatorische Faktoren geprägt ist als durch reine Softwarelogik. Der Beruf bleibt also menschlich, auch wenn digitale Assistenzsysteme zunehmen.

Ein zweiter wichtiger Befund kommt aus der internationalen Perspektive: Der IWF beschreibt, dass weltweit rund 40 % der Jobs KI-exponiert sind und in Industrieländern wie Deutschland der Anteil wegen der vielen kognitiven Tätigkeiten deutlich höher liegt. Das heißt aber nicht automatisch, dass alle dieser Berufe ersetzt werden. Im Gesundheitsbereich, besonders in der Geburtshilfe, zeigt sich die Exposition eher als Unterstützung bei Dokumentation, Kommunikation und Organisation – nicht als Ersatz für die Arbeit am Menschen.

Was sich für Hebamme/Entbindungspfleger konkret verändert

  • Medizinische Dokumentation
  • Arbeit mit Krankenhausinformationssysteme
  • Teile von Schwangerschaftsverhütung (Beratung), wenn es um standardisierte Informationen geht
  • organisatorische Aufgaben im Umfeld von Krankenhaus-, Praxishygiene
  • einzelne administrative Abläufe rund um Ehe- und Familienrecht oder Kinder- und Jugendhilferecht
  • Geburtshilfe, Entbindungspflege
  • Patientenbetreuung
  • Diagnose im Kontext der praktischen Einschätzung
  • Geburtsvorbereitung, Geburtsnachbereitung
  • Schwangerschaftsuntersuchung
  • Säuglingspflege
  • Gynäkologie (Pflege, Assistenz) und Kinderheilkunde (Pflege, Assistenz)
  • Qualitätsmanagement, wenn es um verantwortliche Abwägungen im Team geht
  • Organisationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Pflichtgefühl im direkten Kontakt mit Eltern, Kolleg:innen und medizinischen Teams

Gerade diese Mischung macht den Beruf robust. KI kann Informationen ordnen, Texte vorbereiten oder Abläufe strukturieren. Aber sie kann weder die Beziehung zur Gebärenden noch die situative Verantwortung im Geburtsgeschehen übernehmen.

Fazit für Hebamme/Entbindungspfleger

Der Beruf steht nicht unter hohem Ersetzungsdruck, sondern unter einem Veränderungsdruck auf Teilaufgaben. Der niedrige Score passt dazu: KI ist hier eher Werkzeug als Konkurrenz. Wer sich mit digitaler Dokumentation, mit Informationsaufbereitung und mit unterstützenden Systemen sicher bewegt, gewinnt Zeit für das, was den Beruf ausmacht: persönliche Begleitung, fachliche Einschätzung und menschliche Präsenz. Genau darin liegt die Zukunftsfähigkeit dieses Berufs.

Erwähnte KI-Tools

Krankenhausinformationssystememedizinische DokumentationKI-gestützte Assistenzsysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Hebamme/Entbindungspfleger beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Häufige Fragen zu Hebamme/Entbindungspfleger