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Interviewer/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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Helfer in der Markt- und Meinungsforschung

Das übernimmt KI.

3 von 16 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Interviewer/innen führen Markt-und Meinungsumfragen in der Bevölkerung durch. So ermitteln sie beispielsweise das Wahl-, Kauf-oder Freizeitverhalten bestimmter Zielgruppen, die Kundenzufriedenheit mit einzelnen Produkten bzw. Dienstleistungen oder die Werbewirksamkeit unterschiedlicher Medien.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Zuverlässigkeit
Teamfähigkeit
Einsatzbereitschaft
Kommunikationsfähigkeit
Gewissenhaftigkeit

Gehalt

4.482 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.189 €

Oberes Viertel

6.286 €

Fachliche Stärken i

MarktforschungVerkaufWerbungSoftware testen

3.701

Beschäftigte i

461

Offene Stellen i

Arbeitslose i

302

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

50%25%0%
20132022: 50%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

3.701+25% seit 2012
12.5307.6822.833
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.482 €+37%
6.286 €4.098 €1.910 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
29Stellen 2024
302Arbeitslose 2024
35118824
20122024

Interviewer/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 61% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Interviewer/in verändern könnte. Damit liegt Interviewer/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Sonstige Berufe, der bei 45% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 50% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 16 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 3 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Befragungen (Interviews) durchführen, Recherche und Informationsbeschaffung. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Akquisition, Marketing, Einzelinterview, Firmeninterview, Gruppeninterview und Haushaltsinterview und 7 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 3.701 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 7% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.482 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.189 € bis 6.286 €), gestiegen um 9% seit 2019. Zuletzt waren rund 461 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Marktforschung, Verkauf, Werbung und Software testen. Auf persönlicher Ebene zählen Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Sonstige Berufe · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Interviewer/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Interviewer/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Interviewer/in: Arbeitsmarkt und Stellenbild

Für Interviewer/innen ist die Lage am Arbeitsmarkt derzeit eher stabil als schwach. Der Beruf gehört zu den Tätigkeiten, die von Marktforschung, Meinungsforschung, Haushaltsinterviews, Telefoninterviews und Einzelinterviews leben. Genau dort liegt auch die Spannung mit KI: Recherchen, Informationsbeschaffung und Teile der Befragung lassen sich technisch unterstützen, aber der eigentliche Kontakt mit Menschen bleibt ein Kern der Arbeit. Der KI-Risiko Score von 61 zeigt deshalb: Es geht nicht um ein baldiges Verschwinden, sondern um einen spürbaren Umbau der Aufgaben.

Die Beschäftigung ist in den letzten Jahren gewachsen, und auch das Gehalt hat sich über die Zeit verbessert. Das spricht dafür, dass der Beruf weiter gebraucht wird, nur eben nicht mehr in derselben Form wie früher. Wer Interviews führt, arbeitet heute oft stärker mit Daten, Vorinformationen und digitalen Abläufen als noch vor einigen Jahren. Die eigentliche Herausforderung ist also weniger der Wegfall des Berufs, sondern die Veränderung der Erwartung: schneller, strukturierter, dokumentierter und stärker auf Qualitätssicherung ausgerichtet.

Interviewer/in und KI: Was sich an Befragungen, Recherche und Informationsbeschaffung ändert

Die am ehesten betroffenen Tätigkeiten sind Befragungen durchführen, Recherche und Informationsbeschaffung. Das passt zu den IAB-Befunden: Technisch ersetzbar sind vor allem Kerntätigkeiten, nicht automatisch ganze Berufe. Genau das ist bei Interviewer/innen sichtbar. KI kann Gesprächsleitfäden vorbereiten, Antworten vorstrukturieren, Stichproben prüfen, Kontaktlisten sortieren oder Gesprächsnotizen zusammenfassen. Für die Vor- und Nachbereitung ist das ein klarer Produktivitätsschub.

Anders sieht es im direkten Gespräch aus. Ein Telefoninterview oder Gruppeninterview lebt von Nachfragen, Stimmungswechseln, sozialen Signalen und dem Umgang mit Ausweichbewegungen. Auch beim Einzelinterview oder Firmeninterview kommt es darauf an, Vertrauen aufzubauen, auf Unklarheiten zu reagieren und die Situation flexibel zu steuern. Das sind Punkte, in denen KI bisher eher unterstützt als ersetzt.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Konversationen zeigt dazu ein passendes Muster: KI ist besonders stark bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Genau diese Hilfstätigkeiten können Interviewer/innen entlasten. Schwächer ist KI dort, wo soziale Feinsteuerung, Kontextgefühl und situative Anpassung gefragt sind. Auch der IWF ordnet Berufe mit kognitiven Aufgaben als deutlich exponiert ein — in Industrieländern wie Deutschland besonders stark. Für Interviewer/innen heißt das: Der digitale Druck kommt nicht von außen in Form eines kompletten Ersatzes, sondern von innen über die Arbeitsabläufe.

Interviewer/in und die Frage nach Ersatz oder Unterstützung

Der internationale Befund ist klar: Die meisten KI-Effekte sind derzeit augmentierend, nicht rein ersetzend. Anthropic beschreibt KI-Nutzung überwiegend als Zusammenarbeit von Mensch und System. Das ist für Interviewer/innen wichtig, weil der Beruf an mehreren Stellen genau von dieser Kombination profitiert. KI kann Terminierungen vorbereiten, Fragebögen anpassen, Antworten transkribieren oder erste Auswertungen liefern. Der Mensch bleibt nötig für Kontaktaufnahme, Vertrauen, Datenschutz, Nachsteuerung und die Qualität der Gesprächsführung.

Besonders wichtig ist dabei die Nähe zu Datenschutz, Sozialwissenschaften, Soziologie und Psychologie. Wer Interviews professionell führt, braucht nicht nur technische Sorgfalt, sondern auch ethisches Urteilsvermögen. Genau hier stößt Automatisierung an Grenzen. Ein System kann Antworten erfassen, aber nicht zuverlässig einschätzen, ob eine Befragung in der konkreten Situation noch fair, belastbar und angemessen ist.

Auch die jüngsten Arbeitsmarkttrends sprechen eher für einen Umbau als für einen Einbruch. Laut den Stellenanzeigen-Analysen verschiebt KI die Nachfrage weg von strukturierten, repetitiven Tätigkeiten hin zu analytischer, technischer und kreativer Arbeit. Für Interviewer/innen bedeutet das: Standardisierte Routinen werden weniger wertvoll, während Qualität, Interpretationsfähigkeit und saubere Dokumentation wichtiger werden.

Interviewer/in einordnen: Was der Score 61 wirklich bedeutet

Der Score von 61 liegt oberhalb des Durchschnitts im Berufsfeld und signalisiert eine mittlere bis erhöhte Umstellungsdynamik. Das ist kein Alarmsignal, aber ein klarer Hinweis: Wer als Interviewer/in arbeitet, sollte KI nicht als Gegenspieler sehen, sondern als Werkzeug. Die stärksten Veränderungen werden voraussichtlich bei Vorbereitung, Protokollierung, Auswertung und Kontaktmanagement auftreten — also dort, wo sich Arbeit standardisieren lässt.

Wichtig ist: Hohe technische Ersetzbarkeit führt laut IAB selten direkt zu Beschäftigungsabbau. Häufig verlangsamt sich nur das Wachstum oder das Tätigkeitsprofil verschiebt sich. Genau das dürfte hier geschehen. Die eigentliche Kernkompetenz bleibt das professionelle Gespräch. Alles, was dieses Gespräch vor- oder nachbereitet, kann intelligenter werden.

Interviewer/in: Strategie für die nächsten Jahre

Wer in diesem Beruf sicher bleiben will, sollte drei Dinge stärken:

  • Gesprächsführung und Vertrauen: im Einzelinterview, Firmeninterview, Gruppeninterview und Telefoninterview souverän bleiben.
  • Daten- und Dokumentationskompetenz: Antworten sauber erfassen, prüfen und auswerten.
  • KI-gestützte Vorbereitung: Recherchen, Informationsbeschaffung und Textentwürfe mit KI beschleunigen, aber Inhalte kontrollieren.

Dazu kommt fachliche Breite. Wer Marktforschung, Meinungsforschung, Werbung, Akquisition und Marketing versteht, kann Interviews stärker an die jeweilige Zielgruppe anpassen. Auch Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit gewinnen eher an Gewicht als an Bedeutung zu verlieren.

Stand: Juni 2026 gilt für Interviewer/innen deshalb: Der Beruf bleibt, aber die Mischung der Aufgaben verschiebt sich. Wer KI klug nutzt, kann mehr Zeit für die eigentliche Gesprächsarbeit gewinnen und gleichzeitig die Qualität der Ergebnisse erhöhen.

Erwähnte KI-Tools

CopilotKI-gestützte Fragebogen- und Transkriptionssysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Interviewer/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Interviewer/in