KI und der Beruf Kartonagenmacher/in: Was sich gerade verändert
Als Kartonagenmacher/in bist du Teil einer Branche, die sich stark wandelte. Der KI-Risiko Score für deinen Beruf liegt bei 78%, was bedeutet, dass ein hohes Risiko besteht, dass bestimmte Tätigkeiten durch Künstliche Intelligenz (KI) automatisiert werden. Das IAB hat sogar ein Automatisierungspotenzial von 100% ermittelt, was zeigt, dass theoretisch alle Aufgaben, die du heute machst, von Maschinen übernommen werden könnten. Im Vergleich dazu wird derzeit nur in 8% der Fälle KI tatsächlich eingesetzt. Das bedeutet, dass es einen großen Abstand zwischen dem gibt, was möglich ist, und dem, was bereits in der Praxis umgesetzt wird.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits jetzt gibt es einige KI-Tools, die deinen Arbeitsalltag verändern können:
- ArtiosCAD: Diese Software hilft dir, Verpackungen zu gestalten. Sie nutzt KI, um Designvorschläge zu optimieren und die Produktion effizienter zu gestalten. Früher hast du vielleicht viel Zeit mit dem Entwerfen von Verpackungen verbracht, heute kannst du das mit einem Klick in ArtiosCAD unterstützen lassen.
- KUKA Robotics: Roboter von KUKA, die mit KI-gestützter Bildverarbeitung ausgestattet sind, übernehmen das präzise Schneiden und Falten von Kartonagen. Das beschleunigt die Produktion erheblich. Anstatt alles manuell zu machen, kannst du dich auf die Überwachung der Maschinen konzentrieren.
- FlexiPack: Diese Software analysiert Produktionsdaten, um deine Arbeitsabläufe zu optimieren. Wo du früher vielleicht viele Daten manuell ausgewertet hast, übernimmt FlexiPack nun einen Großteil dieser Arbeit für dich.
- Siemens Tecnomatix: Diese Lösung simuliert Fertigungsprozesse und hilft dir, die besten Abläufe zu finden. Anstatt viel Zeit mit Trial-and-Error zu verbringen, kannst du die Software nutzen, um effektiver zu arbeiten.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der hohen Automatisierungsmöglichkeiten gibt es Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann. Dazu zählen:
- Handwerkliche Fähigkeiten: Das präzise Arbeiten mit Maschinen erfordert oft ein hohes Maß an Geschick und Erfahrung, was schwer zu automatisieren ist.
- Technisches Verständnis: Das Verständnis von Maschinen und deren Funktionsweise ist entscheidend, um Probleme zu identifizieren und zu beheben.
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit: In der Zusammenarbeit mit Kollegen und bei der Einhaltung von Qualitätsstandards sind menschliche Eigenschaften unerlässlich.
Diese Stärken sind in der Kartonagenproduktion weiterhin gefragt und schwer von Maschinen zu ersetzen.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Kartonagenindustrie ist der Trend zur Automatisierung unübersehbar. Viele Unternehmen setzen zunehmend auf KI-gestützte Lösungen, um ihre Produktionsprozesse zu optimieren. Dazu gehört die Nutzung von Datenanalyse, um Materialbedarf vorherzusagen und die Effizienz der Produktion zu steigern. Auch der Fokus auf Nachhaltigkeit nimmt zu, da KI-gestützte Systeme helfen, umweltfreundlichere Verpackungen zu entwickeln.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland etwa 24.750 Beschäftigte in der Kartonagenherstellung, und die Branche bietet immer noch Chancen: Es gibt aktuell 716 offene Stellen. Die Gehälter liegen im Median bei 3.688 Euro pro Monat. Diese Gehaltsspanne reicht von 3.132 Euro bis 4.246 Euro. Studien zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich stabil bleibt, jedoch ist das Risiko einer Automatisierung hoch, was bedeutet, dass sich die Anforderungen an die Mitarbeiter verändern werden.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du in der Kartonagenproduktion arbeitest, gibt es Schritte, die du jetzt unternehmen kannst, um dich auf die Veränderungen vorzubereiten:
- Weiterbildung im Bereich Digitalisierung: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, um kostenlose oder kostengünstige Online-Kurse über KI und Automatisierung in der Industrie zu belegen.
- Teilnahme an IHK-Webinaren: Viele Industrie- und Handelskammern bieten kostenlose Webinare zu Digitalisierung und neuen Technologien an. Melde dich an, um dein Wissen zu erweitern.
- Praktische Erfahrung sammeln: Suche nach Möglichkeiten in deinem Betrieb, um an neuen Projekten zur Automatisierung teilzunehmen oder dich weiterzubilden. Das praktische Verständnis von neuen Technologien wird dir helfen, dich abzuheben.
Fazit: Deine Zukunft als Kartonagenmacher/in
Die Zukunft als Kartonagenmacher/in wird von Veränderungen geprägt sein, insbesondere durch den Einsatz von KI und Automatisierung. Dein handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und soziale Kompetenzen bleiben jedoch unverzichtbar. Informiere dich über neue Technologien und bilde dich weiter, um deinen Platz in der Branche auch in Zukunft zu sichern. Es gibt Chancen, wenn du bereit bist, dich weiterzuentwickeln!