KI und der Beruf Kleinoffsetdrucker/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, viele Berufe zu beeinflussen, und der Kleinoffsetdrucker oder die Kleinoffsetdruckerin ist da keine Ausnahme. Mit einem KI-Risiko-Score von 53% und einem Automatisierungspotenzial von 83% ist dieser Beruf stark betroffen von den Veränderungen, die durch KI und Automatisierung angestoßen werden. Das bedeutet, dass viele Aufgaben automatisiert werden könnten, was für Beschäftigte sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Ein Vergleich: Wenn früher viele Arbeitsschritte manuell durchgeführt werden mussten, können viele davon heute durch intelligente Softwarelösungen effizienter erledigt werden.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernehmen verschiedene KI-Tools Aufgaben im Kleinoffsetdruck, die früher viel manuellen Aufwand erforderten. Zum Beispiel:
- PrintIQ: Diese cloudbasierte Software automatisiert den gesamten Druckprozess. Anstelle von aufwendigen manuellen Auftragsverwaltungen und Papierformularen kann man nun einfach in dieser Software klicken und den Workflow optimieren.
- Xerox FreeFlow: Diese Software plant Druckaufträge mithilfe von KI. Früher musste man oft selbst die Kapazitäten und Ressourcen im Blick behalten, heute erledigt das die Software effizienter.
- Adobe Sensei: In Programmen wie Photoshop hilft dieses KI-Tool, Designprozesse zu optimieren und die Druckvorbereitung zu automatisieren. Früher war das ein zeitaufwendiger Prozess, jetzt werden viele Schritte erleichtert.
- Onyx Graphics: Diese Software verbessert die Farbgenauigkeit durch KI-gestützte Farbmanagement-Tools. Das sorgt dafür, dass der Druck genau so aussieht, wie er geplant war, ohne dass manuell nachjustiert werden muss.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten von KI gibt es viele menschliche Stärken, die die Technologie nicht ersetzen kann. Fähigkeiten wie Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung sind nach wie vor gefragt. Zum Beispiel: Wenn es darum geht, kreative Lösungen für spezielle Kundenanfragen zu finden oder im Team Probleme zu lösen, sind menschliche Kompetenzen unersetzlich. Auch die handwerklichen Fähigkeiten, die für die Wartung und Instandhaltung der Druckmaschinen nötig sind, können von Maschinen nicht übernommen werden.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell beobachten wir in der Druckbranche einen klaren Trend zur Automatisierung und Digitalisierung. Teilweise werden die vorhandenen Technologien jedoch noch nicht voll ausgeschöpft, da die tatsächliche Nutzung von KI in der Praxis bei nur 22% liegt, während theoretisch 83% der Aufgaben automatisiert werden könnten. Der Fokus liegt auch auf Nachhaltigkeit, da Kunden zunehmend umweltfreundliche Druckmethoden nachfragen. KI-gestützte Lösungen helfen dabei, Materialeffizienz zu steigern.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland gibt es derzeit etwa 28.211 Beschäftigte im Bereich Kleinoffsetdruck. Die Anzahl der offenen Stellen liegt bei 1.521, was darauf hinweist, dass trotz der Automatisierung noch Bedarf an Fachkräften besteht. Die Gehälter sind im Median bei 3.582 Euro pro Monat angesiedelt und bewegen sich zwischen 2.965 Euro und 4.278 Euro. Die Veränderungen durch KI und Automatisierung führen zwar zu einem Wandel in der Branche, jedoch wird nicht erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten signifikant sinkt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Es ist wichtig, proaktiv zu handeln, um mit den Veränderungen Schritt zu halten. Hier sind einige konkrete Tipps:
- Online-Kurse bei Coursera: Nutze kostengünstige Kurse zu Drucktechnologie und digitale Medien, um dein Wissen zu erweitern und dich auf dem neusten Stand zu halten.
- IHK-Webinare: Melde dich für kostenlose Webinare der Industrie- und Handelskammer an. Diese behandeln aktuelle Trends und Technologien im Druckwesen.
- YouTube-Tutorials: Suche nach Videos, die sich mit Drucktechniken und Software-Anwendungen im Druckbereich beschäftigen. Dies kann dir helfen, neue Fähigkeiten einfach und kostengünstig zu erlernen.
Fazit: Deine Zukunft als Kleinoffsetdrucker/in
Der Beruf des Kleinoffsetdruckers oder der Kleinoffsetdruckerin wird sich durch KI und Automatisierung verändern, aber deine menschlichen Stärken bleiben unersetzlich. Nutze die Chance, dich weiterzubilden und deine Fähigkeiten anzupassen. So kannst du nicht nur in deinem Job bestehen, sondern auch die neuen Möglichkeiten der KI für dich nutzen.