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Konjunkturforscher/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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Experten in Wirtschaftswissenschaften (sonstige spezifische Tätigkeitsangabe)

Das übernimmt KI.

3 von 19 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Konjunkturforscher/innen analysieren wirtschaftliche Erscheinungen und Entwicklungen innerhalb einer Volkswirtschaft, prognostizieren deren weitere Entwicklung und geben wirtschaftspolitische Empfehlungen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Beharrlichkeit
Eigenverantwortung
Organisationsfähigkeit

Gehalt

4.410 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.546 €

Oberes Viertel

5.711 €

Fachliche Stärken i

EntwicklungSozialarbeitMicrosoft OfficeOrganisationAufsicht, Leitung

1.033

Beschäftigte i

143

Offene Stellen i

Arbeitslose i

107

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

33%17%0%
20132022: 33%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

1.033+91% seit 2012
1.097819540
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.410 €+20%
5.711 €4.281 €2.850 €
20202024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
12Stellen 2024
107Arbeitslose 2024
176928
20122024

Konjunkturforscher/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Konjunkturforscher/in beträgt 48%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Sonstige Berufe (45%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 33% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 19 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 3 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Befragungen (Interviews) durchführen, Recherche und Informationsbeschaffung. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Projektmanagement, Konjunkturforschung, Marktforschung, Datenschutz, Datenanalyse und Wirtschaftsgeografie und 10 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 1.033 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 41% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.410 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.546 € bis 5.711 €). Zuletzt waren rund 143 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Entwicklung, Sozialarbeit, Microsoft Office, Organisation und Aufsicht, Leitung. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Beharrlichkeit und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Sonstige Berufe · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Konjunkturforscher/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Konjunkturforscher/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Stand: Juni 2026

Konjunkturforscher/in: Wenn Recherche, Befragungen und Datenanalyse auf KI treffen

Wer als Konjunkturforscher/in arbeitet, bewegt sich genau an der Schnittstelle, an der KI heute besonders stark wirkt: bei Recherche, Informationsbeschaffung, Datenanalyse und beim ersten Entwurf von Texten. Gleichzeitig bleibt der Kern des Berufs anspruchsvoll, weil Konjunkturforschung nicht nur Daten sammelt, sondern wirtschaftliche Entwicklungen einordnet, Unsicherheit bewertet und daraus belastbare Einschätzungen für Wirtschaftspolitik, Marktentscheidungen und Fachpublikationen ableitet.

Der KI-Risiko Score von 48 zeigt deshalb vor allem eines: Ein spürbarer Teil der Arbeit wird sich verändern, aber nicht einfach verschwinden. Für diesen Beruf ist die Frage weniger, ob KI relevant wird, sondern welche Aufgaben sie beschleunigt und welche weiterhin menschliche Urteilskraft brauchen.

Was KI bei Konjunkturforschung übernimmt

Am stärksten verändert KI die vorbereitende und unterstützende Arbeit. Dazu gehören vor allem Recherche, Informationsbeschaffung und Teile von Befragungen (Interviews) durchführen. KI kann Quellen vorsortieren, Daten zusammenfassen, Muster in Texten erkennen und erste Auswertungen schneller erstellen. Auch bei Routineaufgaben rund um Statistik, Datenanalyse und standardisierte Berichte wird sie nützlich, weil sie große Mengen an Material in kurzer Zeit strukturiert.

Das passt gut zu den Befunden der Microsoft Research. In der Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen gehören insbesondere Tätigkeiten wie Schreiben, erklären, kommunizieren und Informationen beschaffen zu den Bereichen, in denen KI besonders gut anwendbar ist. Für Konjunkturforschung heißt das: Wer regelmäßig Lagebilder, Kurzanalysen oder Zusammenfassungen erstellt, kann KI als produktives Werkzeug nutzen.

Auch die allgemeinen Arbeitsmarktstudien stützen dieses Bild. Das IAB zeigt, dass das Substituierbarkeitspotenzial in Deutschland zuletzt besonders in wissensnahen Berufen gestiegen ist. Und der IWF kommt zu dem Schluss, dass in Industrieländern wie Deutschland ein besonders großer Teil der Jobs KI-exponiert ist, gerade wegen der hohen Dichte kognitiver Tätigkeiten. Konjunkturforschung liegt genau in diesem Feld.

Was in der Konjunkturforschung menschlich bleibt

Trotz guter KI-Anwendbarkeit bleibt der eigentliche Wert des Berufs menschlich. Konjunkturforschung, Marktforschung, Empirische Forschung, Ökonometrie und Wirtschaftspolitik sind nicht nur Datenarbeit, sondern Interpretationsarbeit. KI kann Hinweise liefern, aber keine saubere konjunkturelle Diagnose ersetzen, wenn es um Zielkonflikte, politische Folgen und methodische Grenzen geht.

Besonders wichtig bleiben außerdem Projektmanagement, Datenschutz, Wirtschaftsgeografie, Demografie, Politikwissenschaft, Politologie, Sozialpolitik, Sozialplanung und das Verknüpfen verschiedener Perspektiven. Gerade in diesem Beruf zählt, ob du widersprüchliche Signale einordnen, Annahmen transparent machen und deine Ergebnisse gegenüber Fachleuten verständlich vertreten kannst.

Hinzu kommt: Die Stanford-Studie von Brynjolfsson, Chandar und Chen zeigt, dass vor allem jüngere Beschäftigte in stark KI-exponierten Berufen unter Druck geraten, weil Einstiegsaufgaben wie Recherche, Entwürfe und Routinetexte zuerst automatisiert werden. Für Konjunkturforschung ist das eine wichtige Warnung, aber kein Untergangsszenario: Es verschiebt die Lernkurve. Wer früh nur Zuarbeit macht, verliert eher Terrain; wer schnell in Bewertung, Modellierung und Kommunikation hineinwächst, gewinnt an Profil.

Die Anthropic-Auswertung ordnet KI-Nutzung zudem überwiegend als Ergänzung ein: Mensch und KI arbeiten häufig gemeinsam, statt dass KI ganze Berufsgruppen übernimmt. Genau das passt zu Konjunkturforschung, wo ein guter Output nicht nur aus Daten besteht, sondern aus Argumentation, Unsicherheitsbewertung und fachlicher Verantwortung.

Was Beschäftigte in der Konjunkturforschung jetzt tun können

Die beste Strategie ist nicht Abwehr, sondern Spezialisierung auf die Teile der Arbeit, die KI verstärken statt ersetzen.

  • Nutze KI gezielt für Recherche, Informationsbeschaffung und Rohentwürfe, aber prüfe Zahlen, Begriffe und Quellen immer selbst.
  • Stärke deine Rolle in Datenanalyse, Ökonometrie und Statistik, weil hier die Qualität der fachlichen Einordnung entscheidet.
  • Entwickle Routine darin, KI-Ergebnisse in konjunkturelle Zusammenhänge, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik, Sozialplanung zu übersetzen.
  • Pflege Fähigkeiten in Projektmanagement und Fachpublikationen erstellen, damit du nicht nur auswertest, sondern Ergebnisse tragfähig kommunizierst.
  • Schärfe dein Profil in Methoden- und Themenfeldern wie Wirtschaftsgeografie, Demografie und Politikwissenschaft, Politologie, weil interdisziplinäre Einordnung schwer automatisierbar ist.
  • Wenn du Interviews führst, setze KI für Vorbereitung und Transkription ein, aber behalte die Gesprächsführung, Einordnung und Validierung bei dir.

Für den Arbeitsmarkt ist wichtig: In Deutschland arbeiten laut IAB 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial, und zugleich wächst die Beschäftigung in KI-exponierten Berufen bisher eher als dass sie schrumpft. Das heißt für Konjunkturforschung: Der Beruf wird nicht kleiner, aber er wird anspruchsvoller.

Wer die Veränderungen aktiv nutzt, kann sich in Richtung Analyse, Bewertung und Beratung entwickeln. Wer dagegen an reiner Informationssammlung hängen bleibt, wird stärker unter Druck geraten. Der entscheidende Hebel ist deshalb nicht die Frage, ob KI eingesetzt wird, sondern ob du sie als Werkzeug für bessere Forschung, schnellere Auswertung und präzisere Einordnung einsetzt.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotKI-gestützte Such- und RecherchetoolsTranskriptionssoftware

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Konjunkturforscher/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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