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Lacklaborant/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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MITTLERES RISIKO

80%2013
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Fachkräfte im Lacklaboratorium

Das übernimmt KI.

16 von 21 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Probenahme0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
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Beschichtungstechnik0%
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Tauchlackieren0%
Physikalische Mess-, Prüfverfahren0%
Dokumentation (technisch)0%

Du bleibst relevant.

Lacklaboranten und-laborantinnen arbeiten in der Entwicklung und Herstellung unterschiedlichster Beschichtungsstoffe bzw.-systeme mit. Sie prüfen die Qualität von Lacken und Farben im Labor, dokumentieren Messdaten und werten sie aus.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Eigenverantwortung
Gewissenhaftigkeit
Ergebnisorientiertes Handeln
Kommunikationsfähigkeit

Gehalt

4.583 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.761 €

Oberes Viertel

5.640 €

Fachliche Stärken i

Qualitätsprüfung, QualitätssicherungMicrosoft OfficeEntwicklungWartung, Reparatur, InstandhaltungChemie

2.599

Beschäftigte i

99

Offene Stellen i

Arbeitslose i

67

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

80%80%80%
20132022: 80%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

2.599-7% seit 2012
3.5073.0532.599
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.583 €+38%
5.640 €4.194 €2.748 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
25Stellen 2024
67Arbeitslose 2024
784614
20122024

Lacklaborant/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Lacklaborant/in beträgt 66%. Damit liegt Lacklaborant/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik, der bei 51% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 80% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 21 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 16 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik, Farbmesstechnik (Druck), Chemische Untersuchungs- und Messverfahren und Beschichtungstechnik und 10 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Farbenchemie, Lackchemie, Entwicklung, Forschung, Versuchsdurchführung und -auswertung und Verfahrenstechnik — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 2.599 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 14% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.583 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.761 € bis 5.640 €), gestiegen um 15% seit 2019. Zuletzt waren rund 99 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Microsoft Office, Entwicklung, Wartung, Reparatur, Instandhaltung und Chemie. Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Gewissenhaftigkeit und Ergebnisorientiertes Handeln.

Mehr dazu: alle Berufe in Forschung & Technik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Lacklaborant/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Lacklaborant/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Lacklaborant/in bis 2030: weniger Routine, mehr Steuerung und Entwicklung

Bis 2030 verschiebt sich das Anforderungsprofil im Lacklabor deutlich: Alles, was sauber standardisiert, gut messbar und wiederholbar ist, steht stärker unter Druck. Dazu gehören vor allem Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik, Farbmesstechnik (Druck), chemische Untersuchungs- und Messverfahren und Teile der Dokumentation (technisch). Genau diese Tätigkeiten sind für KI und Automatisierung besonders anschlussfähig, weil sie auf Regeln, Mustern und vergleichbaren Daten beruhen.

Der KI-Risiko Score von 66 zeigt deshalb vor allem eines: Der Beruf ist nicht weg, aber er rückt näher an die Schnittstelle von Labor, Daten und Prozesssteuerung. Das passt auch zu den aktuellen Arbeitsmarktsignalen. Laut IAB steigt das Substituierbarkeitspotenzial in Deutschland besonders stark dort, wo viele Expertenaufgaben vorkommen. Gleichzeitig heißt ein hohes Potenzial bisher meist nicht Beschäftigungsabbau, sondern langsameres Wachstum und veränderte Tätigkeitsprofile. Für dich bedeutet das: Der Beruf bleibt relevant, aber die Wertschöpfung wandert stärker in Richtung Entwicklung, Forschung, Versuchsdurchführung und -auswertung und Verfahrenstechnik.

Welche Lacklaborant/in-Tätigkeiten schrumpfen, weil sie gut standardisierbar sind

Im Alltag sind vor allem die Teile gefährdet, die nach klaren Prüfroutinen funktionieren. Dazu zählen Probenahme, wiederkehrende Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, die Bedienung von Messgeräten in der Lacklabortechnik, sowie standardisierte physikalische Mess-, Prüfverfahren. Auch klassische Laborabläufe rund um Beschichtungstechnik, Oberflächentechnik, Pulverbeschichten, Spritzlackieren, Tauchlackieren oder Galvanisieren lassen sich immer besser überwachen, protokollieren und teilweise automatisch anstoßen.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Gesprächen zeigt ein passendes Muster: KI ist besonders stark bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Genau da liegt auch im Labor ein Teil der Verschiebung. Berichte, Prüfprotokolle, Abweichungsbeschreibungen und technische Notizen lassen sich schneller vorstrukturieren. Das heißt nicht, dass die fachliche Verantwortung verschwindet. Aber die reine Ausführung von Routine sinkt.

Auch die Stellenmarkt-Entwicklung bestätigt diesen Trend. Nach dem ChatGPT-Start gingen Stellenausschreibungen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten zurück, während analytische, technische und kreative Arbeit zunahm. Für Lacklabore ist das wichtig, weil viele Aufgaben zwar technisch geprägt sind, aber zunehmend nicht nur „messen und abheften“ bedeuten, sondern Ergebnisse einordnen, Ursachen bewerten und Prozesse sauber nachsteuern.

Welche Lacklaborant/in-Kompetenzen an Wert gewinnen

Wertvoller werden die Tätigkeiten, bei denen du nicht einfach einen Standard ausführst, sondern Probleme erkennst und Verfahren verbesserst. Dazu zählen Farbenchemie, Lackchemie, Entwicklung, Forschung, Versuchsdurchführung und -auswertung und Verfahrenstechnik. Genau hier liegt der menschliche Vorsprung: Formulierungen bewerten, Zielkonflikte auflösen, Abweichungen interpretieren und aus Versuchsergebnissen robuste Schlussfolgerungen ziehen.

Auch fachlich verschiebt sich der Fokus. Statt nur Messergebnisse zu erfassen, geht es stärker darum, Daten aus Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung mit Prozesswissen zu verbinden. Wer Chemie wirklich versteht, kann KI besser prüfen, statt sich von ihr führen zu lassen. Das ist entscheidend, weil die Microsoft-Studie zwar zeigt, dass KI in Wissensarbeit stark anwendbar ist, aber gerade präzise Datenanalyse und anspruchsvolle Fachurteile nicht einfach automatisch besser werden.

Anthropic kommt in seinem Economic Index zu einem ähnlichen Bild: Ein großer Teil der KI-Nutzung ist Augmentation, also Mensch und KI gemeinsam, statt reine Automation. Für Lacklaborant/innen spricht das für ein hybrides Berufsbild. Du nutzt KI dort, wo sie Muster, Dokumente oder Vorschläge liefert, entscheidest aber selbst bei Grenzfällen, Normabweichungen und praktischen Prozessfragen.

Was der Arbeitsmarkt für Lacklaborant/in bis 2030 wahrscheinlich verlangt

Für den Beruf reicht es künftig nicht mehr, Messwerte korrekt zu erfassen. Erwartet werden häufiger drei Fähigkeiten zugleich: Laborpraxis, Datenverständnis und Prozessdenken. Besonders wichtig werden Microsoft Office, saubere Dokumentation (technisch), Kommunikationsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit. Denn je mehr Teilprozesse digital unterstützt werden, desto mehr zählt die Fähigkeit, Ergebnisse nachvollziehbar zu erklären und intern wie extern sauber zu vertreten.

Die internationale Einordnung hilft ebenfalls: Der IWF sieht zwar weltweit rund 40 % der Jobs als KI-exponiert, in Industrieländern aber deutlich mehr, weil dort mehr kognitive Tätigkeiten vorkommen. Lacklaborant/in gehört genau in diese Zone zwischen Handwerk, Labor und Analyse. Gleichzeitig zeigt die Microsoft-Research-Analyse, dass KI bisher weder alle Berufe gleich trifft noch automatisch die schlecht bezahlten trifft. Die Exposition korreliert kaum mit dem Lohnniveau. Entscheidend ist also nicht nur dein Gehalt, sondern wie daten- und dokumentationslastig deine konkreten Aufgaben sind.

So sicherst du deine Rolle als Lacklaborant/in praktisch ab

Wenn du dich zukunftsfest aufstellen willst, solltest du nicht gegen KI arbeiten, sondern deine Rolle entlang der schwierigeren Aufgaben schärfen:

  • Trainiere, Mess- und Prüfergebnisse nicht nur zu dokumentieren, sondern zu bewerten.
  • Verknüpfe Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung stärker mit Ursachenanalyse und Prozessverbesserung.
  • Nutze KI für Entwürfe, Zusammenfassungen und Standardtexte, aber prüfe jede fachliche Aussage selbst.
  • Stärke deine Nähe zu Entwicklung, Forschung und Versuchsdurchführung und -auswertung.
  • Baue Wissen in Verfahrenstechnik, Farbenchemie, Lackchemie und Oberflächenprozessen aus.
  • Halte deine Dokumentation so sauber, dass sie auch bei teilautomatisierten Workflows belastbar bleibt.

Gerade weil der Beruf ein mittleres bis erhöhtes KI-Risiko hat, ist Spezialisierung wichtiger als Abwehr. Wer sich von der reinen Laborroutine löst und stärker Richtung Problemlösung, Prozessfreigabe und Entwicklungsarbeit geht, gewinnt an Wert.

Was Lacklaborant/in jetzt konkret tun kann

Stand: Juni 2026 ist die Lage nicht dramatisch, aber eindeutig: Das Profil verschiebt sich. Routineaufgaben werden technischer, schneller und stärker überwacht. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Menschen, die Laborergebnisse richtig lesen, Abweichungen erklären und Verbesserungen anstoßen können.

Für dich heißt das: Werde die Person, die nicht nur misst, sondern versteht. Nicht nur dokumentiert, sondern einordnet. Nicht nur prüft, sondern entwickelt. Genau dort liegt die Zukunft des Berufs.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotLLM-AssistenzsystemeLaborinformationssysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Lacklaborant/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Häufige Fragen zu Lacklaborant/in