KI und der Beruf Leiter/in - betriebliche Aus- und Weiterbildung: Was sich gerade verändert
Die Rolle der Leiterin oder des Leiters in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung ist entscheidend für die Entwicklung von Mitarbeiterfähigkeiten in Unternehmen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in diesem Sektor ist noch relativ gering, aber er wächst. Mit einem KI-Risiko Score von nur 9% und einem Automatisierungspotenzial von 0% ist dieser Beruf wenig gefährdet, durch Maschinen ersetzt zu werden. Stattdessen bedeutet die Integration von KI eher eine Unterstützung in der täglichen Arbeit. So kannst du dir die Arbeit wie einen Koch vorstellen, der beim Zubereiten eines Gerichts nicht nur die Zutaten selbst, sondern auch einen smarten Kochassistenten zur Seite hat, der Rezepte vorschlägt und den Garzeitpunkt überwacht.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute kommen verschiedene KI-Tools zum Einsatz, um Prozesse in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zu optimieren. Ein Beispiel dafür ist die EdTech-Plattform Moodle, die KI nutzt, um personalisierte Lernpfade für Mitarbeiter zu erstellen. Früher musste man aufwendig manuelle Bewertungen vornehmen, um den Lernfortschritt zu verfolgen, heute analysiert die Software diese Daten automatisch und gibt gezielte Empfehlungen.
Ein weiteres Beispiel ist Personio, eine Talent Management Software, die KI einsetzt, um geeignete Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter vorzuschlagen und deren Fähigkeiten zu bewerten. Das spart Zeit und sorgt für eine effektivere Weiterbildung. Auch E-Learning-Tools wie LinkedIn Learning nutzen KI, um Kurse zu empfehlen, die auf den Interessen und dem bisherigen Lernverhalten der Mitarbeiter basieren. Und nicht zu vergessen die Chatbots wie Ada, die häufige Fragen zur Weiterbildung automatisiert beantworten und die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Personalabteilung verbessern.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des wachsenden Einsatzes von KI bleibt der menschliche Faktor in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung unerlässlich. Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Teamarbeit sind schwer zu automatisieren. Du als Leiter/in musst nicht nur Schulungsprogramme entwickeln, sondern auch das Vertrauen und die Motivation der Mitarbeiter fördern. Zum Beispiel kannst du in einem Teammeeting nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch auf die individuellen Bedürfnisse und Stimmungen deiner Mitarbeiter eingehen. Diese zwischenmenschlichen Fähigkeiten sind entscheidend für eine erfolgreiche Weiterbildung und werden durch KI nicht ersetzt.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell zeichnet sich in der Branche ein klarer Trend hin zu personalisierten und hybriden Lernlösungen ab. Unternehmen setzen zunehmend auf maßgeschneiderte Lernangebote, die durch KI unterstützt werden, um die Lernerfahrung zu verbessern. Die Kombination von Präsenz- und Online-Formaten, oft mit KI-gestützten Inhalten, wird immer beliebter. Gleichzeitig wird das datengetriebene Talent Management zunehmen, da Unternehmen KI zur Analyse von Mitarbeiterdaten und zur Optimierung von Entwicklungsprogrammen nutzen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland gibt es derzeit 22.515 Beschäftigte in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, und die Zahl der offenen Stellen liegt bei 3.129. Der Median des Gehalts beträgt 5.726 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 4.427 bis 7.325 Euro. Das IAB prognostiziert, dass es in den nächsten Jahren stabil bleibt, da das Automatisierungspotenzial bei 0% liegt. Dies bedeutet, dass die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich weiterhin besteht und sogar wachsen könnte, da Unternehmen die Bedeutung von Weiterbildung erkennen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in deiner Rolle als Leiter/in in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zukunftssicher zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung in KI-gestützten Tools: Nutze MOOC-Plattformen wie Coursera oder edX, um Kurse zu KI und digitaler Bildung zu belegen. Viele dieser Kurse sind kostenfrei oder günstig.
- Nehme an Webinaren teil: Plattformen wie XING und LinkedIn bieten kostenfreie Webinare zu aktuellen Themen der Weiterbildung an. Dies hilft dir, den Anschluss nicht zu verlieren.
- Besuche lokale Volkshochschulen: Hier werden oft günstige Kurse zu digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten und KI-Anwendungen in der beruflichen Bildung angeboten. Nutze diese Gelegenheit, um deine Kenntnisse zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Leiter/in - betriebliche Aus- und Weiterbildung
Die Rolle des Leiters oder der Leiterin in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung bleibt auch in Zeiten von KI sicher. Deine menschlichen Fähigkeiten werden weiterhin gefragt sein, während KI dich dabei unterstützt, effizienter zu arbeiten. Nutze die Chancen, die sich dir bieten, und entwickle dich aktiv weiter, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.