KI und der Beruf Location-Coordinator: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Location-Coordinators ist in einer Phase der Transformation. Mit einem KI-Risiko-Score von 69% und einem Automatisierungspotenzial von 67% ist der Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf diese Tätigkeit sehr hoch. Das bedeutet, dass viele Aufgaben, die bislang manuell erledigt wurden, zunehmend von KI-Tools übernommen werden. Zum Beispiel kann die Standortanalyse, die früher viel Recherche und manuelle Kalkulation erforderte, heute durch KI-gesteuerte Plattformen wie Immowelt oder Propstack erheblich vereinfacht werden. Das bedeutet nicht nur eine Veränderung in der Arbeitsweise, sondern auch, dass die Rolle des Location-Coordinators sich weiterentwickeln muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernimmt KI viele Aufgaben, die zuvor von Location-Coordinators erledigt wurden. Hier sind einige konkrete Beispiele:
- Kalkulation und Marktanalyse: Tools wie Immowelt und Propstack nutzen KI, um Immobilienpreise und Markttrends zu analysieren. Früher mussten Location-Coordinators mühsam Daten zusammentragen und manuell auswerten. Heute können sie einfach auf die Analysen dieser Plattformen zugreifen und fundierte Entscheidungen treffen.
- Projektmanagement: Mit PlanRadar wird die Kommunikation zwischen verschiedenen Stakeholdern in Bauprojekten optimiert. Diese Software automatisiert viele administrative Aufgaben, was den Location-Coordinatoren viel Zeit spart.
- Ausschreibungsmanagement: Auch die Verwaltung von Büro- und Gewerberäumen wird durch Software wie RICS Smart Building vereinfacht. Diese Tools helfen, die Effizienz zu steigern und die Verwaltungskosten zu senken.
Insgesamt haben Location-Coordinators heute die Möglichkeit, ihre Arbeitsweise durch den Einsatz von KI-Tools erheblich zu optimieren.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der hohen Automatisierungsmöglichkeiten bleibt der menschliche Faktor unverzichtbar. Besonders Fähigkeiten wie Akquisition, Kundenberatung und -betreuung können nicht von KI übernommen werden. Hier sind einige Beispiele:
- Akquisition: Es erfordert Menschenkenntnis und Empathie, um potenzielle Kunden für Immobilien zu gewinnen. Diese Fähigkeiten sind schwer zu automatisieren, da sie auf zwischenmenschlichen Beziehungen basieren.
- Kundenberatung: Die individuelle Beratung von Kunden, die auf deren spezifische Bedürfnisse eingeht, bleibt eine Stärke des Location-Coordinators. Hier ist eine persönliche Note und das Verständnis für menschliche Emotionen gefragt, die KI nicht leisten kann.
Diese Fähigkeiten sind nicht nur gefragt, sie sind auch entscheidend für den Erfolg in diesem Berufsfeld.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuelle Entwicklungen in der Immobilienbranche zeigen, dass der Einsatz von KI und automatisierten Prozessen zunimmt. Die Automatisierung von Verwaltungsprozessen ist ein klarer Trend, der Location-Coordinators mehr Zeit für strategische Aufgaben und Kundenberatung gibt. Datengetriebenes Entscheidungsmanagement wird ebenfalls immer wichtiger, um die richtigen Standorte auszuwählen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. In Deutschland setzen immer mehr Unternehmen auf diese Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Der Arbeitsmarkt für Location-Coordinators zeigt positive Entwicklungen: Die Zahl der Beschäftigten ist von 23.305 im Jahr 2012 auf 37.195 im Jahr 2024 gestiegen – ein Anstieg von 59%. Auch die Gehälter sind gestiegen: Der Median liegt jetzt bei 4.486 € pro Monat, was einer Erhöhung von 40% entspricht. Gleichzeitig gibt es mittlerweile über 8.330 offene Stellen, was auf eine hohe Nachfrage hinweist. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit in diesem Sektor um 33% gestiegen, was zeigt, dass die Branche sich im Umbruch befindet und nicht jeder Arbeitsplatz automatisch sicher ist.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in der sich wandelnden Landschaft des Berufs als Location-Coordinator wettbewerbsfähig zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung in Datenanalyse: Besuche kostenlose Kurse auf Plattformen wie Coursera oder edX. Diese bieten Inhalte zu KI und Datenanalyse, die direkt auf deine Arbeit anwendbar sind.
- Webinare besuchen: Informiere dich über kostenlose oder kostengünstige Webinare von Handelskammern, die sich mit der Digitalisierung im Immobilienbereich beschäftigen.
- Microsoft Office-Kenntnisse ausbauen: Nutze Online-Ressourcen, um deine Fähigkeiten in Microsoft Office zu verbessern, insbesondere in Excel, da dies für die Datenanalyse und Kalkulation unverzichtbar ist.
Diese Schritte helfen dir, deine Fähigkeiten auszubauen und dich auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Fazit: Deine Zukunft als Location-Coordinator
Die Rolle des Location-Coordinators verändert sich durch die Automatisierung und den Einsatz von KI. Es gibt sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Während viele administrative Aufgaben künftig automatisiert werden, bleiben menschliche Fähigkeiten wie Akquisition und Kundenberatung entscheidend. Setze auf Weiterbildung und nutze die neuen Technologien, um deine Position in der Branche zu stärken.