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Notar/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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Notare/Notarinnen

Das übernimmt KI.

13 von 23 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Du bleibst relevant.

Notare und Notarinnen beurkunden Rechtsgeschäfte jeglicher Art, z.B. Grundstückskaufverträge, Eheverträge und Testamente. Wesentliche Aufgabe ist es, den Willen der Beteiligten zweifelsfrei festzuhalten und auf mögliche rechtliche Tragweiten hinzuweisen, um zukünftige Streitigkeiten zu vermeiden.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Gehalt

7.215 €

Median / Monati

3.353

Beschäftigte i

Arbeitslose i

19

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

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20132022: 33%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

3.353+20% seit 2012
3.3533.0532.753
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

7.215 €+71%
7.215 €5.176 €3.137 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
Stellen 2024
19Arbeitslose 2024
3015
20122024

Notar/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 48% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Notar/in verändern könnte. Damit liegt Notar/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Büro & Verwaltung (65%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 33% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 23 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 13 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Vermögensverwaltung, Beglaubigung, Bürgerliches Recht, Zivilrecht, Ehe- und Familienrecht, Erbrecht und Grundbuchrecht, Liegenschaftsrecht und 7 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Nachlassverwaltung, Kundenberatung, -betreuung, Personalwesen, Mediation, Notariatswesen und Testamente und 4 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 3.353 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 7% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 7.215 € pro Monat, gestiegen um 20% seit 2019.

Mehr dazu: alle Berufe in Büro & Verwaltung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Notar/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Notar/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Wenn eine Urkunde auf dem Tisch liegt

Du prüfst einen Vertrag, formulierst eine Beglaubigung oder gehst mit Beteiligten Punkt für Punkt durch Fragen zum Erbrecht, zum Grundbuchrecht oder zum Vertragsrecht. Genau in diesem Alltag zeigt sich, warum der KI-Risiko Score für Notar/innen mit 48 eher im mittleren Bereich liegt: Viele Tätigkeiten sind sprach- und regelbasiert, aber die eigentliche Verantwortung bleibt stark menschlich. Stand: Juni 2026.

Wie sich der Alltag einer Notar/in verändert

Die Arbeit rund um Vertragsgestaltung, Vertragsausarbeitung, Testamente und Urkundswesen wird sich weiter verändern, aber nicht einfach verschwinden. KI ist besonders dort stark, wo Informationen geordnet, verglichen und in Textform gebracht werden. Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Konversationen zeigt: Schreiben, erklären, kommunizieren und Informationen beschaffen gehören zu den Tätigkeiten, die sich gut mit KI unterstützen lassen. Genau an diesen Stellen kann Notariat spürbar beschleunigt werden.

Das heißt konkret: Entwürfe können schneller vorbereitet, Standardformulierungen vorstrukturiert und rechtliche Recherche besser vorverdichtet werden. Tätigkeiten wie Vertragsausarbeitung, Teile der Beglaubigung oder die Vorbereitung von Schriftsätzen und Dokumenten lassen sich damit effizienter machen. Auch bei Themen wie Bürgerliches Recht, Zivilrecht, Ehe- und Familienrecht, Handelsrecht, Insolvenzrecht oder Werkvertragsrecht kann KI helfen, relevante Stellen zu markieren und Varianten vorzubereiten.

Der eigentliche Kern bleibt aber anspruchsvoll: Nachlassverwaltung, Kundenberatung, -betreuung, Mediation, Notariatswesen und die Einordnung komplexer Lebenslagen lassen sich nicht einfach automatisieren. Genau hier zeigt sich auch der Befund des IWF: In Industrieländern sind besonders viele Jobs KI-exponiert, weil sie kognitive Tätigkeiten bündeln. Exponiert heißt aber nicht ersetzt. Es heißt zuerst, dass sich Arbeitsinhalte verschieben.

Wer bei der Notariatsarbeit gewinnt

Gewinnen werden vor allem diejenigen, die KI als Assistenz einsetzen und ihre Rolle stärker auf Prüfung, Steuerung und Beratung ausrichten. Das passt zum Befund der deutschen IAB-Forschung: KI verändert Berufe oft von innen, und eher der Aufgabenmix als die Beschäftigung selbst. Dort, wo klassische Bearbeitung schrumpft, wachsen Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben.

Für Notar/innen ist das eine gute Nachricht. Denn das Berufsfeld beruht auf Vertrauen, Haftung, Genauigkeit und Einzelfallprüfung. Eine Maschine kann Textbausteine liefern, aber sie trägt keine Verantwortung für die rechtliche Tragweite eines Vertrags oder die Verständlichkeit einer Erklärung für eine konkrete Mandantschaft. Auch die anthropische Einordnung ist hier wichtig: In der Praxis dominiert KI meist nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung. Der Anthropic Economic Index beschreibt mehr als die Hälfte der KI-Nutzung als Augmentation, also Mensch und KI gemeinsam. Das passt gut zu notariellen Abläufen.

Besonders profitieren dürften Notariate, die ihre Standardprozesse gut strukturieren: Vorprüfung von Unterlagen, Erstentwürfe, Fristenkontrolle, Variantenvergleich und die Vorbereitung von Gesprächen. Gleichzeitig werden Mandantinnen und Mandanten wahrscheinlich schneller Antworten erwarten. Wer hier gut mit KI arbeitet, kann Beratung konzentrierter und serviceorientierter gestalten.

Wo die Risiken für Notar/innen liegen

Das größte Risiko liegt nicht im vollständigen Ersatz, sondern in der Entwertung einzelner Routinetätigkeiten. Wenn KI Standardtexte sauber vorformuliert, sinkt der Zeitaufwand für einfache Fälle. Das kann den Druck erhöhen, mehr Fälle in kürzerer Zeit zu bearbeiten. Auch Tätigkeiten mit klarer Struktur wie Beglaubigung oder Teile der Vertragsgestaltung werden stärker standardisierbar.

Hinzu kommt: Der Beruf sitzt in einem Feld, in dem der Arbeitsmarkt zwar wächst, aber Qualität und Spezialisierung wichtiger werden. Der Beschäftigtenbestand ist zuletzt gestiegen, und auch das Median-Gehalt hat sich deutlich erhöht. Das spricht eher für eine stabile Nachfrage als für einen Abwärtstrend. Trotzdem gilt: Wer sich nur auf Routine stützt, macht sich angreifbarer.

Die internationale Forschung passt dazu. Die Microsoft-Analyse zeigt, dass vor allem Wissensarbeit KI-nah ist. Und die OpenAI-GDPval-Benchmark deutet darauf hin, dass moderne Modelle in vielen Wissensberufen bereits nahe an Fachleute herankommen. Für das Notariat bedeutet das: Nicht alles, was früher zeitraubend war, bleibt automatisch menschlich vorbehalten. Aber die letzte rechtliche, kommunikative und ethische Entscheidung bleibt beim Menschen.

Weiterbildung für Notar/innen: Was jetzt zählt

Wer im Notariat langfristig sicher arbeiten will, sollte weniger fragen: „Wird mein Beruf ersetzt?“, sondern: „Welche Aufgaben übernehme ich künftig selbst, welche delegiere ich an KI?“ Sinnvoll sind vor allem vier Schwerpunkte:

  • KI-gestützte Textarbeit: Entwürfe prüfen, umformulieren und auf Risiken kontrollieren
  • Rechtliche Qualitätsprüfung: Fehler, Lücken und Widersprüche in automatisch erstellten Texten erkennen
  • Mandantenkommunikation: komplexe Inhalte verständlich erklären, auch wenn Vorarbeit automatisiert ist
  • Prozessgestaltung: Standardabläufe für Vertragsgestaltung, Beglaubigung und Urkundswesen sauber strukturieren

Wichtig ist auch der Blick auf die Schnittstelle zwischen Technik und Verantwortung. KI kann bei der Vorbereitung helfen, aber nicht die Haftung übernehmen. Deshalb werden Urteilskraft, Mediation, Kundenberatung, -betreuung und juristische Einordnung eher wichtiger als weniger wichtig.

Für Notar/innen bedeutet das insgesamt: Der Beruf bleibt relevant, aber er wird effizienter, textlastiger in der Vorbereitung und stärker qualitätsgetrieben. Wer KI als Werkzeug nutzt, kann sich auf das konzentrieren, was den Beruf ausmacht: rechtssichere Entscheidungen, Vertrauen und präzise Beratung.

Erwähnte KI-Tools

CopilotGPT-Modelle

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Notar/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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