KI und der Beruf Praxisassistent/in (nicht ärztlich): Was sich gerade verändert
Der Beruf des Praxisassistenten ist von einer spannenden Transformation geprägt. Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in der Gesundheitsversorgung eingesetzt, auch wenn das Risiko eines Jobverlusts laut dem KI-Risiko Score bei nur 19% liegt. Das bedeutet, dass die meisten Aufgaben von Praxisassistenten nicht unmittelbar durch KI ersetzt werden können. Dennoch zeigt der IAB-Automatisierungspotenzial von 25%, dass eine Automatisierung in bestimmten Bereichen möglich ist. Das bedeutet, dass einige Aufgaben effizienter und schneller erledigt werden können, was die Arbeit der Praxisassistenten verändern wird.
Stell dir vor, früher hast du alle Termine manuell in einem Kalender notiert, während KI-gestützte Tools dir jetzt dabei helfen, diese Aufgabe zu automatisieren. So kannst du dich mehr auf die direkte Patientenbetreuung konzentrieren.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernehmen verschiedene KI-Tools einige Aufgaben von Praxisassistenten. Ein Beispiel ist Qare, eine Plattform, die virtuelle Arztbesuche ermöglicht und die Organisation von Terminen sowie die Patientenkommunikation unterstützt. Früher hast du häufig telefonisch Termine vereinbart, heute kannst du dies über die Plattform automatisiert erledigen.
Ein weiteres Beispiel ist Sana, eine Software, die KI nutzt, um die Patientenverwaltung und Terminplanung zu optimieren. Auch DocCirrus hilft dabei, Patientendaten effizient zu verwalten, was dir Zeit und Mühe spart. Mit Medgate kannst du Patienten digital betreuen und Informationen schnell abrufen. Diese Tools machen administrative Aufgaben einfacher und effizienter, sodass du dich mehr auf die Kernaufgaben deiner Tätigkeit konzentrieren kannst.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI gibt es viele menschliche Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können. Besonders gefragt sind Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit. In einem persönlichen Gespräch mit einem Patienten, der vielleicht nervös oder besorgt ist, ist Empathie und die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, von entscheidender Bedeutung. Diese zwischenmenschlichen Kompetenzen sind in der Gesundheitsversorgung unverzichtbar und bleiben eine Stärke, die Maschinen nicht bieten können. Auch die Belastbarkeit, die du benötigst, um in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, ist eine menschliche Qualität, die KI nicht ersetzen kann.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Branche gibt es aktuell spannende Entwicklungen. Die Telemedizin gewinnt an Bedeutung, da immer mehr Praxen digitale Lösungen zur Patientenbetreuung einsetzen. Dies erhöht die Flexibilität in der Patientenversorgung und ermöglicht es Praxisassistenten, effizienter zu arbeiten. Darüber hinaus wird die datengestützte Entscheidungsfindung immer wichtiger. Die Nutzung von Patientendaten zur Verbesserung von Behandlungsabläufen nimmt zu, was den Praxisassistenten hilft, besser informierte Entscheidungen zu treffen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Der Arbeitsmarkt für Praxisassistenten bleibt stabil. Aktuell gibt es in Deutschland 10.417 Beschäftigte in diesem Beruf. Die Median-Gehälter liegen bei 3.014 Euro pro Monat, wobei die Gehaltsspanne zwischen 2.370 Euro und 3.700 Euro variiert. Der IAB Job-Futuromat zeigt, dass die Zahl der offenen Stellen bei 285 liegt, was darauf hinweist, dass es nach wie vor Bedarf an gut ausgebildeten Praxisassistenten gibt. Auch wenn die Automatisierung voranschreitet, bleibt die Nachfrage nach menschlichem Kontakt und individueller Betreuung in der Gesundheitsversorgung hoch.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen in deinem Beruf vorzubereiten, gibt es einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Webinare der Kassenärztlichen Vereinigung: Nutze die oft kostenlosen Angebote, um mehr über digitale Tools in der Praxis zu lernen und deine Kenntnisse zu erweitern.
- Online-Kurse auf Plattformen wie Coursera: Viele dieser Kurse sind kostenlos und bieten dir Grundlagen zur Telemedizin und Digitalisierung im Gesundheitswesen.
- E-Learning-Angebote der Volkshochschulen: Schau dir die günstigen Kurse an, die dir helfen, digitale Kompetenzen im Gesundheitsbereich aufzubauen.
Diese Schritte helfen dir nicht nur, deine Fähigkeiten zu erweitern, sondern auch, dich auf die Zukunft in deinem Beruf vorzubereiten.
Fazit: Deine Zukunft als Praxisassistent/in (nicht ärztlich)
Die Rolle des Praxisassistenten wird sich durch KI und digitale Technologien weiterentwickeln, aber viele menschliche Fähigkeiten bleiben unersetzlich. Nutze die Chancen, die sich dir bieten, um deine Fähigkeiten zu erweitern und dich auf die Veränderungen einzustellen. Deine persönliche Kompetenz und Empathie sind nach wie vor von unschätzbarem Wert in der Patientenversorgung.