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Rechnungsprüfer/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

75%2013
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Experten in der Buchhaltung

Das übernimmt KI.

14 von 17 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Du bleibst relevant.

Rechnungsprüfer/innen kontrollieren die Zahlungsvorgänge von Gemeinden, Städten und Vereinen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Analytische Fähigkeiten
Eigenverantwortung
Systematisches- methodisches Vorgehen

Gehalt

6.873 €

Median / Monati

Fachliche Stärken i

Microsoft OfficeControllingTabellenkalkulation Excel (MS Office)JahresabschlussAnalyse

20.792

Beschäftigte i

2.881

Offene Stellen i

Arbeitslose i

358

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

75%71%67%
20132022: 67%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

20.792+81% seit 2012
20.79216.14111.489
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

6.873 €+15%
6.873 €5.563 €4.253 €
20192024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
273Stellen 2024
358Arbeitslose 2024
753455156
20122024

Rechnungsprüfer/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Rechnungsprüfer/in beträgt 63%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Finanzen & Verwaltung (63%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 67% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 17 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 14 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Abrechnung, Bilanzierung, Buchführung, Buchhaltung, Kostenanalyse, Kostenkontrolle und Kosten- und Leistungsrechnung und 8 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Bilanzanalyse, Kassenwesen (öffentliche Verwaltung) und Finanzwirtschaft — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 20.792 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 41% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 6.873 € pro Monat, gestiegen um 15% seit 2019. Zuletzt waren rund 2.881 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office, Controlling, Tabellenkalkulation Excel (MS Office), Jahresabschluss und Analyse. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Analytische Fähigkeiten und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Finanzen & Verwaltung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Rechnungsprüfer/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Rechnungsprüfer/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Stand: Juni 2026. Rechnungsprüfer/innen liegen mit einem KI-Risiko-Score von 63 genau auf dem Durchschnitt ihres Berufsfelds Finanzen & Verwaltung. Das ist kein Warnsignal für ein automatisches Aus, aber ein klarer Hinweis: Ein großer Teil der täglichen Arbeit ist gut standardisierbar, datengetrieben und damit besonders anfällig für Automatisierung und KI-Unterstützung. Gleichzeitig ist das Bild nicht einseitig. Der Beruf ist in den vergangenen Jahren gewachsen, und die Nachfrage nach sauberer Prüfung, nachvollziehbarer Dokumentation und belastbarer Kontrolle bleibt hoch.

Warum Rechnungsprüfer/innen anders betroffen sind

Gerade in der Rechnungsprüfung treffen zwei Entwicklungen aufeinander. Einerseits gehören viele Kerntätigkeiten zu den Bereichen, die technisch gut strukturiert sind: Abrechnung, Buchführung, Buchhaltung, Rechnungsprüfung, Zahlungsverkehr, Kostenkontrolle, Kostenanalyse, Kosten- und Leistungsrechnung, Nachkalkulation, Berichtswesen, Information, Revision, Jahresabschluss und Rechnungslegung nach HGB. Genau solche Tätigkeiten werden von Systemen besonders leicht erkannt, sortiert, abgeglichen und vorgeprüft.

Andererseits bleibt der Beruf nicht bei mechanischer Kontrolle stehen. Wo Zahlen nicht nur geprüft, sondern auch eingeordnet werden müssen, sind Bilanzanalyse, Kassenwesen (öffentliche Verwaltung) und Finanzwirtschaft weiterhin menschlich geprägt. Hier geht es um Interpretation, Haftungsfragen, Plausibilitätsprüfungen, Abwägungen und den Umgang mit Sonderfällen. Das ist wichtig, weil KI bei klaren Routinen oft stark ist, bei Grenzfällen und Verantwortung aber deutlich schwächer.

Genau das passt zum aktuellen Befund des IAB: Berufe mit hohem Substituierbarkeitspotenzial erleben nicht automatisch Stellenabbau, sondern oft zunächst langsameres Wachstum oder eine Verschiebung der Aufgaben. Für Rechnungsprüfer/innen heißt das: Die klassische Bearbeitung wird eher kleiner, Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben werden wichtiger. Wer heute in diesem Beruf arbeitet, prüft also nicht nur Belege, sondern zunehmend auch Systeme, Ausnahmen und Kontrollen.

Was Studien zur Rechnungsprüfung sagen

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt sehr deutlich, wo KI besonders gut anschließt: Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Genau diese Muster sind für Rechnungsprüfer/innen relevant, weil ein Teil der Arbeit aus dem Sammeln, Verdichten und Dokumentieren von Informationen besteht. Auch wenn Rechnungsprüfung nicht zu den am stärksten KI-anwendbaren Berufen gehört, lassen sich Teilaufgaben wie Vorprüfungen, Formulierungen von Hinweisen, Standardberichte oder das Aufbereiten von Prüfergebnissen gut unterstützen.

Die Forschung von Anthropic zeigt dazu ein wichtiges Detail: In der Praxis dominiert bei KI-Nutzung meist Augmentation statt vollständiger Automation. Das heißt, Menschen arbeiten mit KI zusammen, statt vollständig ersetzt zu werden. Für Rechnungsprüfer/innen ist das besonders plausibel. KI kann auffällige Buchungen markieren, Abweichungen in Mengen, Kosten oder Zahlungsströmen sichtbar machen und Routinetexte vorbereiten. Die eigentliche fachliche Entscheidung, ob etwas ein Fehler, ein Sonderfall oder ein zulässiger Vorgang ist, bleibt aber beim Menschen.

Auch die Einordnung des IWF hilft beim Verständnis: In Industrieländern sind wegen des hohen Anteils kognitiver Tätigkeiten deutlich mehr Jobs KI-exponiert als im weltweiten Durchschnitt. Finanzen und Verwaltung gehören genau zu diesen Bereichen. Das heißt aber nicht, dass der Beruf verschwindet. Es heißt vor allem, dass sich der Schwerpunkt verlagert: weg von repetitiver Prüfung, hin zu Prüfung der Prüfung, also Kontrolle von Prozessen, Datenqualität und Ausnahmen.

Was sich für deinen Arbeitsalltag mit Rechnungsprüfung ändert

Für dich wird besonders wichtig, welche Teile deiner Arbeit sich gut standardisieren lassen. Alles rund um Microsoft Office, Tabellenkalkulation Excel (MS Office), strukturierte Auswertungen und wiederkehrende Prüfabläufe lässt sich stärker mit KI-gestützten Werkzeugen verbinden. Wer diese Werkzeuge souverän nutzt, spart Zeit bei der Erstprüfung und gewinnt Raum für die eigentliche Facharbeit.

  • mehr automatische Vorprüfung von Belegen und Buchungen
  • schnellere Erstellung von Prüfnachweisen und Berichten
  • stärkerer Fokus auf Ausnahmen, Plausibilität und Abweichungen
  • mehr Abstimmung mit Fachbereichen statt reiner Datenerfassung
  • höhere Bedeutung von Analytische Fähigkeiten, Eigenverantwortung und systematisches-methodisches Vorgehen
  • mehr Bedarf an Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit, weil Prüfhinweise verständlich vermittelt werden müssen

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung des Berufs selbst: Die Beschäftigung ist seit 2012 deutlich gestiegen. Das spricht dafür, dass die Rolle nicht an Bedeutung verliert, sondern sich an komplexere Prüf- und Kontrollanforderungen anpasst. Gerade in größeren Organisationen bleibt verlässliche Rechnungsprüfung wichtig, weil KI zwar Muster erkennt, aber keine Verantwortung übernimmt.

Fazit für Rechnungsprüfung: mehr Kontrolle, weniger Routine

Der KI-Risiko-Score von 63 passt gut zum Bild dieses Berufs: Rechnungsprüfer/innen sind spürbar exponiert, aber nicht am Rand des Verschwindens. Besonders gefährdet sind routinehafte, klar regelbasierte Tätigkeiten. Stabil bleiben Aufgaben mit fachlicher Bewertung, Sonderfällen und Verantwortung. Wer im Beruf bleibt oder neu einsteigt, sollte KI nicht als Konkurrenz, sondern als Werkzeug verstehen.

Der beste Weg ist deshalb klar: Routine konsequent automatisieren lassen, die eigene Rolle aber auf Prüfungskompetenz, Ausnahmen, Beratung und Qualitätskontrolle ausrichten. So wird aus KI kein Ersatz, sondern ein Hebel für mehr Genauigkeit und bessere Entscheidungen.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft OfficeExcelCopilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Rechnungsprüfer/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Rechnungsprüfer/in