KI und der Beruf Rotisseur/in: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Rotisseurs, also des Kochs, der sich auf die Zubereitung von Fleischgerichten spezialisiert hat, wird zunehmend von Künstlicher Intelligenz (KI) beeinflusst. Mit einem KI-Risiko-Score von 36% gilt der Beruf als mittelbeansprucht, was bedeutet, dass einige Aufgaben automatisierbar sind, andere jedoch nicht. Der Einsatz von KI kann die Art und Weise, wie Rotisseure arbeiten, erheblich verändern: Von der Planung der Gerichte bis hin zur Anpassung von Rezepten. Ein Beispiel: Vor einige Jahren haben Köche oft aus Erfahrung oder alten Rezepten gekocht, heute können sie auf KI-gestützte Tools zurückgreifen, die neue Ideen und Kombinationen vorschlagen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
In der Gastronomie gibt es bereits viele KI-Tools, die Rotisseuren im Alltag helfen können. Zum Beispiel nutzt die Plattform Tasty KI, um Rezepte zu erstellen und anzupassen. Wenn ein Rotisseur ein neues Gericht ausprobieren möchte, kann er Tasty nutzen, um Inspiration zu finden. Ein weiteres Beispiel ist IBM Watson, das in einigen Restaurants eingesetzt wird, um Daten über Kundenpräferenzen zu analysieren und personalisierte Menüs zu erstellen. Auch die App Cognifood kommt zum Einsatz, um Gerichte basierend auf verfügbaren Zutaten vorzuschlagen. So kann der Rotisseur kreative Variationen entwickeln, ohne viel Zeit mit der Rezeptsuche zu verbringen. Schließlich hilft Flavourly dabei, Geschmackskombinationen zu analysieren und neue Rezepte zu entwickeln. Diese Tools nehmen den Rotisseuren eine Portion Kreativität ab und bieten gleichzeitig neue Möglichkeiten.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des Einsatzes von KI bleiben bestimmte menschliche Fähigkeiten unerlässlich. Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit sind Bereiche, in denen Menschen unschlagbar sind. Während KI Vorschläge für Rezepte machen kann, bleibt die Fähigkeit, verschiedene Aromen und Texturen zu kombinieren und diese in einem Gericht zum Ausdruck zu bringen, eine menschliche Stärke. Auch die Interaktion mit Gästen und das Eingehen auf deren Wünsche sind Fähigkeiten, die nicht automatisiert werden können. Ein Rotisseur, der in der Lage ist, die Atmosphäre in der Küche zu managen und sein Team zu motivieren, wird auch in Zukunft gefragt sein.
Was sich in der Branche gerade tut
In der deutschen Gastronomie sind bereits einige Trends zu beobachten, die auf den verstärkten Einsatz von KI hinweisen. Immer mehr Betriebe setzen auf personalisierte Erlebnisse für ihre Gäste, die durch Datenanalysen ermöglicht werden. Die Effizienz in der Küche wird durch KI-gestützte Automatisierung gesteigert, wodurch Zubereitungszeiten verkürzt werden. Gleichzeitig wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: KI-Tools helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, indem sie präzisere Vorhersagen über den Bedarf treffen. Diese Entwicklungen bedeuten, dass sich die Anforderungen an Rotisseure ändern und anpassen müssen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Die Zahl der Beschäftigten im Berufsfeld der Rotisseure in Deutschland liegt bei 2.528. Laut dem IAB Job-Futuromat wird das Automatisierungspotenzial auf 57% geschätzt, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Aufgaben theoretisch automatisiert werden könnte. Dennoch liegt der reale Einsatz von KI derzeit nur bei 20%, was zeigt, dass es noch eine Kluft zwischen Theorie und Praxis gibt (37 Prozentpunkte). Aktuell gibt es 399 offene Stellen für Rotisseure in Deutschland, und das Median-Gehalt liegt bei 2.532 Euro pro Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.240 bis 3.117 Euro. Dies zeigt, dass es nach wie vor Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich gibt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du als Rotisseur aktiv bleiben und dich auf die Veränderungen vorbereiten möchtest, gibt es einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Kochkurse bei Volkshochschulen: Informiere dich über günstige oder sogar kostenlose Kochkurse in deiner Nähe, um neue Techniken zu erlernen und den Umgang mit digitalen Tools zu trainieren.
- Online-Kurse auf Plattformen wie Udemy: Suche nach erschwinglichen Kursen, die sich mit der Anwendung von Technologie in der Gastronomie befassen. Hier kannst du deine Fähigkeiten erweitern und neue Ansätze kennenlernen.
- Webinare der Deutschen Hotelakademie: Nimm an kostenlosen Webinaren teil, die regelmäßig zu aktuellen Trends und Technologien in der Gastronomie angeboten werden. So bleibst du immer auf dem neuesten Stand.
Fazit: Deine Zukunft als Rotisseur/in
Die Zukunft als Rotisseur wird durch KI und Automatisierung geprägt sein, aber deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unerlässlich. Nutze die Chancen, die KI bietet, um deine Kreativität und Effizienz zu steigern, während du gleichzeitig deine persönlichen Stärken einbringst. Es ist wichtig, sich weiterzubilden und anzupassen, um in dieser sich wandelnden Branche erfolgreich zu bleiben.