KI und der Beruf Schalenschmied/in, Kupferhammerschmied/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, viele Berufe grundlegend zu verändern – so auch den des Schalenschmieds oder Kupferhammerschmieds. Mit einem KI-Risiko Score von 78 % und einem Automatisierungspotenzial von 100 % nach dem IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) stehen diese Berufe vor großen Veränderungen. Das könnte bedeuten, dass viele Aufgaben, die heute noch manuell erledigt werden, in Zukunft von Maschinen übernommen werden. Im Vergleich dazu könnte man sagen, dass die Arbeit eines Schweißers einst vor allem handwerkliches Geschick erforderte, während heutige Maschinen viele dieser Arbeiten effizienter und schneller ausführen können.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute gibt es verschiedene Softwarelösungen, die Aufgaben im Bereich der Metallverarbeitung automatisieren oder unterstützen.
- Fusion 360 von Autodesk ermöglicht die digitale Konstruktion und Simulation von Metallteilen. Früher mussten Schlosser viele Entwürfe von Hand zeichnen; jetzt können sie diese in der Software erstellen und die Konstruktionen sofort testen.
- SOLIDWORKS ist ein CAD-Tool, das 3D-Modelle erstellt und KI-gestützte Funktionen nutzt, um die Produktion effizienter zu gestalten. Anstatt die Modelle manuell zu erstellen, kann dies automatisiert geschehen.
- Hypertherm ProNest plant automatisiert den Zuschnitt von Materialien, sodass weniger Verschnitt entsteht und die Produktionszeit verkürzt wird. Statt manuell zu planen, klicken die Beschäftigten jetzt einfach in die Software.
- Siemens Tecnomatix bietet Lösungen zur digitalen Fertigung, die es ermöglichen, Produktionsabläufe zu planen und zu simulieren. Auch hier wird viel manuelle Arbeit durch Software ersetzt.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der hohen Automatisierungsmöglichkeiten bleibt die menschliche Kompetenz im Beruf des Schalenschmieds wichtig. Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung sind nach wie vor unerlässlich. KI kann zwar viele Aufgaben übernehmen, doch nicht die Kreativität und das Feingefühl, die für das Handwerk notwendig sind. Bei der Herstellung von individuellen Metallteilen ist oft ein hohes Maß an technischem Verständnis und Problemlösungsfähigkeit gefragt, die Maschinen nicht ersetzen können. Die Fähigkeit, komplexe technische Zeichnungen zu interpretieren und manuell zu arbeiten, bleibt ein zentraler Bestandteil des Berufs.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Branche der Schalenschmiede und Kupferhammerschmiede gibt es derzeit mehrere Trends. Die Automatisierung der Fertigung nimmt zu, viele Unternehmen setzen auf digitale Lösungen, um Produktionskosten zu senken und die Qualität zu steigern. Zudem wird Nachhaltigkeit immer wichtiger; Unternehmen setzen verstärkt auf umweltfreundliche Materialien und Herstellungsverfahren. Durch den Einsatz von KI können sie die Materialeffizienz analysieren und optimieren. Die Digitalisierung schreitet ebenfalls voran, wobei Smart Factory Konzepte eingeführt werden, die KI zur Überwachung und Optimierung von Produktionsprozessen nutzen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Der Arbeitsmarkt für Schalenschmiede und Kupferhammerschmiede ist aktuell in Bewegung. Es gibt 173.594 Beschäftigte in Deutschland und derzeit 5.575 offene Stellen. Das Median-Gehalt liegt bei 3.606 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 3.047 bis 4.294 Euro. Die Branche ist also nach wie vor aktiv, auch wenn das Risiko der Automatisierung hoch ist. Es wird erwartet, dass sich die Gehälter in den nächsten Jahren stabilisieren, aber auch, dass einige Stellen durch Maschinen ersetzt werden könnten.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um zukunftssicher zu bleiben, gibt es einige Schritte, die du jetzt unternehmen kannst:
- Weiterbildung in CAD-Software: Nutze kostenlose Plattformen wie Coursera oder edX, um Kurse zu CAD-Software wie Fusion 360 oder SOLIDWORKS zu belegen. Diese Fähigkeiten sind in der modernen Metallverarbeitung sehr gefragt.
- YouTube-Tutorials: Schaue dir Tutorials zu digitalen Fertigungstechniken an. Es gibt viele Kanäle, die dir helfen, praktische Fähigkeiten zu erlernen, die in deinem Beruf nützlich sind.
- Lokale Volkshochschulen: Informiere dich über Kurse zu digitalen Fertigungstechnologien, die oft zu günstigen Preisen angeboten werden. Diese können dir helfen, deine Kenntnisse zu erweitern und dich auf Veränderungen im Job vorzubereiten.
Fazit: Deine Zukunft als Schalenschmied/in, Kupferhammerschmied/in
Die Zukunft für Schalenschmiede und Kupferhammerschmiede wird durch den Einsatz von KI und Automatisierung stark beeinflusst. Während viele Aufgaben automatisiert werden, bleiben kreative und technische Fähigkeiten unerlässlich. Nutze die Chance zur Weiterbildung und bleibe flexibel, um deine berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten. Es gibt viele Möglichkeiten, dich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen!