KI und der Beruf Schauwerbegestalter/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle des Schauwerbegestalters ist im Wandel. Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, viele Aufgaben zu übernehmen, was den Beruf grundlegend verändert. Der KI-Risiko Score für diesen Beruf liegt bei 74%, was bedeutet, dass ein hohes Automatisierungsrisiko besteht. Rund 80% der Aufgaben könnten theoretisch automatisiert werden, aber aktuell wird KI nur in 18% der Fälle eingesetzt. Das zeigt, dass es noch viel Raum für die Anwendung von KI gibt, aber viele Arbeitsplätze möglicherweise gefährdet sind.
Um das zu verdeutlichen: Früher war die Gestaltung eines Schaufensters ein kreativer Prozess, den der Gestalter alleine durchführte. Heute können KI-Tools dabei helfen, Designs schneller und effizienter zu erstellen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Einige Aufgaben im Alltag der Schauwerbegestalter werden bereits von KI übernommen. Tools wie Canva und Adobe Sensei ermöglichen es, Schaufenster-Designs durch KI-gestützte Vorschläge zu optimieren. Zum Beispiel: Früher hat der Gestalter stundenlang an einem Konzept gearbeitet, während er jetzt einfach eine Vorlage in Canva anpassen kann, die von der KI erstellt wurde.
Designhill bietet ebenfalls KI-generierte Designvorschläge an, indem Benutzer ihre Ideen eingeben und sofort passende Designs erhalten. Auch Artbreeder nutzt KI, um Bilder zu kombinieren und neue Designs zu kreieren, was besonders für kreative Inspiration nützlich ist. Diese Tools können den Gestaltungsprozess beschleunigen und die Kreativität der Gestalter unterstützen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI gibt es viele menschliche Fähigkeiten, die auch in Zukunft gefragt sind. Der Schauwerbegestalter benötigt vor allem schöpferische Fähigkeiten, Teamarbeit und Kommunikationsgeschick. Kreativität und die Fähigkeit, emotionale Verbindungen zu Kunden herzustellen, sind schwer zu automatisieren.
Ein Beispiel: Während ein KI-Tool Vorschläge für Farben und Designs machen kann, bleibt die Entscheidung, welches Konzept am besten zur Marke passt und welches Gefühl beim Kunden erzeugt werden soll, eine menschliche Aufgabe. Die Fähigkeit, Trends zu erkennen und diese kreativ umzusetzen, ist eine Stärke, die KI nicht ersetzen kann.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell gibt es einige spannende Entwicklungen in der Branche. Immer mehr Einzelhändler nutzen Datenanalyse, um personalisierte Schaufenster zu gestalten. Mit Hilfe von KI können sie das Kundenverhalten besser verstehen und gezielte Designs entwickeln, die die Zielgruppe ansprechen. Zusätzlich wird der Einsatz von virtueller Realität (VR) zunehmen, um interaktive Erlebnisse zu schaffen. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Schauwerbegestaltung, wobei KI dabei hilft, umweltfreundliche Materialien und Lösungen zu finden.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Schauwerbegestalter gibt es derzeit rund 5.030 Beschäftigte. Die Gehälter liegen im Median bei 3.130 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 2.619 bis 3.708 Euro. Aktuell sind 722 Stellen offen, was zeigt, dass es weiterhin Nachfrage nach Fachkräften gibt. Die Automatisierung könnte jedoch dazu führen, dass in Zukunft weniger Stellen benötigt werden. Das IAB sieht ein Automatisierungspotenzial von 80%, was für viele Beschäftigte besorgniserregend ist. Daher ist es wichtig, sich aktiv fortzubilden und Fähigkeiten zu entwickeln, die in Zukunft gefragt sein werden.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in der sich verändernden Landschaft erfolgreich zu bleiben, solltest du folgende Schritte in Betracht ziehen:
- Weiterbildung: Nutze Online-Kurse auf Plattformen wie Coursera oder edX, um grundlegende Skills in Grafikdesign und Marketing zu erlernen. Diese Kurse sind oft kostenlos oder kostengünstig.
- YouTube-Tutorials: Schau dir Tutorials an, die dir zeigen, wie du Tools wie Canva und Adobe effektiver nutzen kannst. So kannst du deine Designfähigkeiten schnell verbessern.
- Lokale Volkshochschulen: Informiere dich über Angebote in deiner Nähe. Oft werden Workshops zu kreativen Themen oder digitalen Tools angeboten, die dir helfen können, deine Fähigkeiten zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Schauwerbegestalter/in
Die Zukunft für Schauwerbegestalter wird von Veränderungen geprägt sein, die durch KI und Automatisierung hervorgerufen werden. Es gibt Herausforderungen, aber auch Chancen für diejenigen, die bereit sind, sich weiterzuentwickeln und ihre kreativen Fähigkeiten auszubauen. Deine menschliche Kreativität und Empathie bleiben unerlässlich und werden auch in Zukunft gefragt sein. Mach dich bereit, deine Stärken zu nutzen und weiterhin einen wertvollen Beitrag in der Branche zu leisten!