KI und der Beruf Techniker/in - Museums-, Ausstellungstechnik: Was sich gerade verändert
In der Museums- und Ausstellungstechnik hat Künstliche Intelligenz (KI) einen hohen Einfluss, der viele Bereiche des Jobs betriff. Der KI-Risiko Score liegt bei 81%, was bedeutet, dass ein großer Teil der Aufgaben durch KI automatisiert werden könnte. Das IAB-Automatisierungspotenzial beträgt sogar 83%, was zeigt, dass viele technische Aufgaben theoretisch automatisiert werden können. Diese Entwicklungen führen dazu, dass sich die Rolle von Technikerinnen und Technikern in Museen verändern wird. Ein Vergleich: Früher war es vielleicht notwendig, physische Modelle und Pläne zu erstellen, aber heute kann man mithilfe von Software wie SketchUp diese Designs digital erstellen und oft in Echtzeit anpassen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute gibt es zahlreiche Aufgaben, die durch KI-gestützte Software erledigt werden. Zum Beispiel ermöglicht die Plattform Artivive Museen, digitale Inhalte mit physischen Objekten zu verknüpfen, was interaktive Erlebnisse für die Besucher schafft. Du kannst dir vorstellen, dass früher ein Techniker manuell die Interaktionen planen musste, während jetzt die Software viele dieser Prozesse automatisiert.
Ein weiteres Beispiel ist Smartify, eine App, die Besuchern Informationen zu Kunstwerken bereitstellt und die Erlebnisse personalisiert. Der Prozess, Informationen zu sammeln und zu verbreiten, wird durch diesen Einsatz von KI erheblich erleichtert. Auch die Collective Art-Software hilft Technikerinnen und Technikern, Kunstwerke effizient zu katalogisieren und zu bewerten, was die gesamte Ausstellungstechnik optimiert.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials gibt es Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann. Kreativität und menschliches Einfühlungsvermögen sind für die Gestaltung von Ausstellungen und die Interaktion mit Besuchern unerlässlich. Die Fähigkeit, emotionale Verbindungen herzustellen und kulturelle Kontexte zu verstehen, bleibt einzigartig menschlich. Zum Beispiel kann ein Techniker bei der Planung einer Ausstellung die Atmosphäre und die Emotionen berücksichtigen, die die Kunstwerke beim Publikum hervorrufen sollen — etwas, das eine KI nicht leisten kann.
Darüber hinaus ist die Problemlösungsfähigkeit in unerwarteten Situationen, wie etwa technischen Störungen während einer Ausstellung, eine Stärke von Technikerinnen und Technikern, die nicht automatisiert werden kann.
Was sich in der Branche gerade tut
In Deutschland gibt es einen klaren Trend hin zu interaktiven Ausstellungen, bei denen KI und Augmented Reality (AR) sowie Virtual Reality (VR) zum Einsatz kommen. Museen digitalisieren ihre Sammlungen, um diese besser zu katalogisieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem wird zunehmend Wert auf personalisierte Besucherlebnisse gelegt, wobei KI eingesetzt wird, um individuelle Inhalte und Empfehlungen zu erstellen. Diese Entwicklungen machen den Beruf dynamischer und multifunktionaler.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell sind in Deutschland 1.109 Technikerinnen und Techniker in der Museums- und Ausstellungstechnik beschäftigt. Der Median-Gehalt liegt bei 4.247 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 3.623 Euro bis 5.201 Euro. Laut dem IAB Job-Futuromat wird erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten in der Branche aufgrund des hohen Automatisierungspotenzials nicht drastisch ansteigt. Das bedeutet jedoch nicht, dass es weniger Jobs gibt; vielmehr wird sich die Art der Arbeit verändern. Es ist wichtig, für diese Veränderungen gerüstet zu sein.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in der sich wandelnden Arbeitswelt der Museums- und Ausstellungstechnik erfolgreich zu bleiben, kannst du folgende Schritte in Erwägung ziehen:
- Weiterbildung im Bereich digitale Technologien: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, um kostenlose Kurse zu digitaler Technik und Museumsmanagement zu belegen. Diese Kenntnisse sind besonders wichtig, um mit den neuen Tools wie Artivive und Smartify umgehen zu können.
- Teilnahme an Webinaren: Viele Museen bieten kostenlose Online-Seminare zu neuen Technologien in der Ausstellungstechnik an. Diese Webinare können dir wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und Anwendungen geben.
- YouTube als Lernressource: Auf YouTube gibt es zahlreiche Tutorials und Vorträge über KI in der Museums- und Ausstellungstechnik. Suche gezielt nach Inhalten, die dir helfen, deine Kenntnisse zu vertiefen.
Diese Schritte werden dir helfen, deine Fähigkeiten auszubauen und dich auf die Anforderungen des Berufs in einer KI-geprägten Zukunft vorzubereiten.
Fazit: Deine Zukunft als Techniker/in - Museums-, Ausstellungstechnik
Die Rolle von Technikerinnen und Technikern in der Museums- und Ausstellungstechnik wird sich durch KI verändern, aber viele menschliche Fähigkeiten bleiben unerlässlich. Sei offen für neue Technologien und bilde dich ständig weiter, um deine Karrierechancen zu maximieren. Die Zukunft hat viel Potenzial, und du kannst aktiv daran mitarbeiten, sie zu gestalten.