KI und der Beruf Technische/r Betriebswirt/in - Handwerk: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat auch im Handwerk Einzug gehalten und beeinflusst die Rolle technischer Betriebswirte erheblich. Mit einem KI-Risiko-Score von 81% und einem Automatisierungspotenzial von 64% ist klar, dass viele Aufgaben in diesem Bereich von Technologie übernommen werden könnten. Für dich als technischer Betriebswirt bedeutet das, dass ein Teil deiner Arbeit durch Software automatisiert wird. Vergleiche es mit der Einführung von Computern vor einigen Jahrzehnten: Sie haben viele manuelle Prozesse ersetzt, aber auch neue Möglichkeiten geschaffen. Was sich konkret verändert, ist die Art, wie du deine Aufgaben erledigst, und die Tools, die dir zur Verfügung stehen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute unterstützen verschiedene KI-Tools technische Betriebswirte im Handwerk. Zum Beispiel:
- Lexoffice: Diese Buchhaltungssoftware erstellt Rechnungen, scannt Belege und wertet Finanzdaten aus. Früher hast du vielleicht jeden Beleg manuell eingegeben, heute kannst du einfach klicken und die Software erledigt das für dich.
- Datev Unternehmen online: Diese Plattform hilft dir, deine Buchhaltung und Steuerberatung zu digitalisieren. Sie bietet KI-gestützte Analysen und Berichte, sodass du schneller Entscheidungen treffen kannst.
- PlanRadar: Eine Software speziell für das Bauwesen, die KI nutzt, um Bauprozesse zu optimieren und Dokumentationen zu automatisieren. Anstatt alles händisch zu dokumentieren, erledigt das die Software.
- InLoox: Diese Projektmanagement-Software bietet dir Analysen, die dir helfen, Effizienz und Ressourcennutzung zu steigern. Das bedeutet, weniger Zeit für Planung und mehr Zeit für die Umsetzung.
- ChatGPT: Diese KI-Anwendung kann dir helfen, Texte, Angebote oder Antworten auf Kundenanfragen zu erstellen. Anstatt stundenlang zu formulieren, bekommst du schnell und präzise Unterstützung.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Möglichkeiten, die KI bietet, gibt es Bereiche, in denen menschliche Fähigkeiten unverzichtbar bleiben. So sind beispielsweise Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und analytisches Denken entscheidend. In Meetings, in denen komplexe Probleme diskutiert werden, bist du gefragt, um kreative Lösungen zu finden. Auch die persönliche Beziehung zu Kunden kann durch keine Software ersetzt werden. Kunden vertrauen Menschen, nicht Maschinen. Wenn du in der Lage bist, empathisch auf Anliegen einzugehen und Verantwortung zu übernehmen, hast du einen klaren Vorteil.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell beobachten wir in der Branche einen Trend zur Automatisierung von Verwaltungsprozessen. Immer mehr Handwerksbetriebe setzen auf digitale Lösungen, um ihre Buchhaltung und Projektmanagement zu optimieren. Datenanalyse wird zur Grundlage für strategische Entscheidungen, sodass Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren können. Zudem nimmt die digitale Kommunikation mit Kunden zu, unterstützt durch KI-gestützte Chatbots, die rund um die Uhr verfügbar sind.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland gibt es aktuell etwa 58.606 Beschäftigte in diesem Bereich, und die Gehälter sind im Median bei 5.687 Euro pro Monat angesiedelt, mit einer Spanne von 4.394 Euro bis 7.153 Euro. Obwohl das KI-Risiko hoch ist, gibt es auch Chancen. Der reale Einsatz von KI liegt momentan bei 25%, was bedeutet, dass theoretisch noch viel mehr Potenzial vorhanden ist. Aktuell sind 4.699 Stellen offen, was zeigt, dass trotz der Automatisierung weiterhin Bedarf an Fachkräften besteht.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in diesem sich wandelnden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, gibt es einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Fortbildung in digitalen Tools: Nutze die IHK-Webinare, die oft kostenlos oder kostengünstig sind, um dich in Themen wie digitale Buchhaltung oder Projektmanagement fortzubilden.
- Online-Kurse belegen: Plattformen wie Coursera oder edX bieten Kurse zum Thema Digitalisierung und KI an. Viele Kurse sind kostenlos oder günstig und können dir helfen, dein Wissen zu erweitern.
- Netzwerken: Vernetze dich mit anderen Fachleuten in deinem Bereich, z.B. über LinkedIn oder lokale Treffen. So kannst du von den Erfahrungen anderer lernen und neue Möglichkeiten entdecken.
Fazit: Deine Zukunft als Technische/r Betriebswirt/in - Handwerk
Die Zukunft als technischer Betriebswirt im Handwerk sieht herausfordernd, aber auch vielversprechend aus. KI wird viele Aufgaben effizienter gestalten, aber deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Nutze die digitalen Tools, die dir helfen, deine Arbeit effektiver zu erledigen, und investiere in deine Weiterbildung. So bleibst du nicht nur relevant, sondern kannst auch in einem sich verändernden Arbeitsumfeld erfolgreich sein.