KI und der Beruf Technische/r Systemplaner/in - Versorgungs- u. Ausrüstungstechnik: Was sich gerade verändert
Im Beruf des/der technischen Systemplaners/in für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik hat Künstliche Intelligenz (KI) das Potenzial, viele Arbeitsabläufe grundlegend zu verändern. Aktuell zeigt der KI-Risiko Score für diesen Beruf einen sehr hohen Wert von 96 %. Das bedeutet, dass viele Aufgaben, die bisher von Menschen erledigt wurden, zunehmend von KI-Systemen übernommen werden können. Im Vergleich: Vor einigen Jahren waren diese Technologien noch nicht so weit entwickelt. Das Risiko, dass Arbeitsplätze durch KI verschwinden, ist also erheblich. Wenn wir uns den IAB-Automatisierungspotenzial von 100 % anschauen, wird deutlich, dass theoretisch alle Aufgaben automatisiert werden könnten. Allerdings liegt der reale Einsatz von KI nur bei 21 %, was zeigt, dass es noch viel Raum für Entwicklung gibt.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute können verschiedene KI-Tools Aufgaben übernehmen, die früher zeitaufwendig und fehleranfällig waren. Zum Beispiel:
- AutoCAD mit KI-Funktionen: Dieses weitverbreitete CAD-Programm bietet mittlerweile die Möglichkeit, technische Zeichnungen automatisch zu erstellen oder anzupassen. Früher mussten Planer viele Anpassungen manuell vornehmen; heute können sie einfach auf intelligente Vorschläge der Software zurückgreifen.
- Architectural Designer von Autodesk: Diese Software optimiert Design- und Planungsprozesse mithilfe von KI und schlägt effizientere Layouts vor. Das spart Zeit und erhöht die Effizienz.
- Revit: Dieses Werkzeug unterstützt die Planung von Gebäuden und integriert KI-Funktionen, die die Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern verbessern und die Visualisierung von Projekten erleichtern.
- PlanRadar: Diese Plattform nutzt KI zur Optimierung von Bauprojekten. Sie dokumentiert Mängel und Fortschritte in Echtzeit, was zuvor meist manuell geschah und viel Zeit in Anspruch nahm.
Durch diese Tools wird die Planung effizienter, sodass du dich auf komplexere und kreativere Aspekte deiner Arbeit konzentrieren kannst.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI gibt es Fähigkeiten, die nur Menschen besitzen und die auch in Zukunft gefragt sein werden. Dazu gehören:
- Teamfähigkeit: Die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten, Probleme zu lösen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen, ist für den Erfolg von Projekten unerlässlich. KI kann Analysen durchführen, jedoch keine menschliche Interaktion ersetzen.
- Eigenverantwortung: Verantwortung für Entscheidungen und deren Konsequenzen ist eine menschliche Eigenschaft. KI kann zwar unterstützen, Entscheidungen treffen muss jedoch der Mensch.
- Kommunikationsfähigkeit: Die Fähigkeit, technische Informationen verständlich zu kommunizieren, ist entscheidend, um mit Kunden und Kollegen effektiv zu interagieren.
Diese Stärken sind schwer zu automatisieren und werden in der Branche auch weiterhin sehr gefragt sein.
Was sich in der Branche gerade tut
Der Trend zur Automatisierung der Planungsprozesse nimmt in Deutschland rasant zu. Immer mehr Unternehmen setzen KI ein, um Routineaufgaben zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Besonders hervorzuheben ist der vermehrte Einsatz von Datenanalysen, um Planungsergebnisse zu verbessern und an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Gleichzeitig wird virtuelle Realität in Verbindung mit KI genutzt, um Planern eine realitätsnahe Visualisierung ihrer Entwürfe zu ermöglichen. Diese Entwicklungen zeigen, dass KI in der Branche nicht nur eine Ergänzung, sondern zunehmend auch ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsalltags wird.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials von 100 % im Beruf des technischen Systemplaners gibt es aktuell 109.009 Beschäftigte in diesem Bereich. Die Zahl der offenen Stellen liegt bei 10.198, was zeigt, dass Fachkräfte gesucht werden. Der Median des monatlichen Gehalts beträgt 3.869 €, mit einer Gehaltsspanne von 3.157 € bis 4.765 €. Auch wenn KI viele Aufgaben übernehmen kann, wird es nicht zu einem massiven Stellenabbau kommen, da viele Fachkräfte weiterhin benötigt werden, um die Qualität der Planung und Ausführung zu gewährleisten.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen durch KI vorzubereiten, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Kostenlose Online-Kurse: Plattformen wie Coursera bieten Kurse zu CAD-Software und KI in der Architektur, die dir helfen können, deine Kenntnisse zu erweitern.
- Weiterbildung in digitalen Planungsmethoden: Auf edX findest du kostengünstige Kurse, die sich speziell auf den Einsatz von KI im Ingenieurwesen konzentrieren.
- Networking: Trete Fachgruppen oder Online-Communities bei, um dich mit anderen Fachleuten auszutauschen und von deren Erfahrungen mit KI und Digitalisierung zu lernen.
Beginne noch diese Woche mit einem dieser Schritte, um deine Kenntnisse aktiv zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Technische/r Systemplaner/in - Versorgungs- u. Ausrüstungstechnik
Die Zukunft für technische Systemplaner/innen ist sowohl herausfordernd als auch vielversprechend. KI wird viele Aufgaben übernehmen, aber deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unerlässlich. Setze auf Weiterbildung und den Austausch mit Kollegen, um deine Stärken auszubauen und dich optimal auf die Veränderungen vorzubereiten.