KI und der Beruf Tierkörperverwerter/in: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Tierkörperverwerters ist stark von Veränderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung betroffen. Der KI-Risiko Score für diesen Beruf liegt bei 42%, was bedeutet, dass ein hohes Risiko besteht, dass KI und Automatisierung bestimmte Aufgaben übernehmen können. Das IAB hat ein Automatisierungspotenzial von 67% ermittelt, was darauf hinweist, dass viele Tätigkeiten theoretisch automatisierbar sind. Aktuell wird jedoch nur in 10% der Fälle KI eingesetzt, was zeigt, dass es eine große Kluft zwischen Theorie und Praxis gibt (57 Prozentpunkte). Diese Entwicklungen haben direkte Auswirkungen auf die mehr als 11.600 Beschäftigten in Deutschland, die in diesem Bereich arbeiten.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute kommen verschiedene KI-Tools zum Einsatz, die bestimmte Prozesse in der Tierkörperverwertung optimieren. Ein Beispiel ist das Smart Waste Management System, das mit KI die Lagerung und Entsorgung von Tierkörpern überwacht, indem es Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit analysiert. Früher musste dies manuell erfolgen, was fehleranfällig war.
Ein weiteres Beispiel ist die AI-gestützte Logistiksoftware wie Flexport, die die Planung und Überwachung des Transports von Tierkörpern übernimmt. Diese Software hilft, sicherzustellen, dass alle Vorschriften eingehalten werden, was früher viel Zeit und Aufwand in Anspruch nahm.
Zusätzlich nutzen Predictive Maintenance Tools, wie Uptake, KI, um Wartungsbedarfe von Maschinen vorherzusagen und damit Ausfälle zu vermeiden. Diese Tools tragen dazu bei, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI gibt es Fähigkeiten, die weiterhin von Menschen benötigt werden. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Einsatzbereitschaft sind Eigenschaften, die nicht automatisierbar sind. Zum Beispiel erfordert die Arbeit im Team oft menschliches Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, auf unvorhergesehene Probleme schnell und flexibel zu reagieren. Auch bei der Kundenkommunikation oder in schwierigen Situationen ist menschliche Interaktion unerlässlich. Diese sozialen Kompetenzen sind Werte, die keine Maschine ersetzen kann und die dich in deinem Beruf weiterhin wertvoll machen.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Branche der Tierkörperverwertung ist ein klarer Trend zur Automatisierung und Digitalisierung erkennbar. Immer mehr Prozesse werden durch den Einsatz von KI optimiert, um die Effizienz zu steigern und menschliche Fehler zu minimieren. Zudem wird auch der Aspekt der Nachhaltigkeit zunehmend berücksichtigt, da KI zur Förderung einer umweltfreundlichen Entsorgung und Verwertung von Tierkörpern eingesetzt wird. Auch die Nutzung von Datenanalyse wird stärker in den Fokus gerückt, um Arbeitsabläufe zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Tierkörperverwertung liegt aktuell bei etwa 11.626. Laut dem IAB Job-Futuromat ist das Risiko von Jobverlusten durch Automatisierung hoch, jedoch wird es auch neue Arbeitsplätze geben, die auf die neuen Technologien ausgerichtet sind. Die Median-Gehälter in dieser Branche betragen 3.575 Euro im Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.853 Euro bis 4.218 Euro. Aktuell sind 917 Stellen offen, was zeigt, dass trotz der Automatisierung weiterhin Bedarf an Fachkräften besteht.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen in deinem Beruf vorzubereiten, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung in Digitalisierung: Nutze MOOCs (Massive Open Online Courses) wie Coursera oder edX, um dich über KI und Digitalisierung zu informieren. Viele Kurse sind kostenlos und einfach zugänglich.
- Webinare und Workshops: Halte Ausschau nach kostenlosen Webinaren, die von Verbänden der Tierkörperverwertung angeboten werden. Diese Veranstaltungen informieren über neue Technologien und deren Einsatz im Berufsalltag.
- Regionale Volkshochschulen: Informiere dich über kostengünstige Kurse in deiner Nähe, die sich mit Digitalisierung und Technik befassen. Diese Schulungen können dir helfen, deine Fähigkeiten zu erweitern und dich für die Zukunft zu wappnen.
Fazit: Deine Zukunft als Tierkörperverwerter/in
Die Entwicklungen in der KI und Automatisierung bieten sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Tierkörperverwerter. Während einige Aufgaben automatisiert werden, bleiben menschliche Fähigkeiten unverzichtbar. Nutze die Möglichkeiten zur Weiterbildung, um deine Stärken auszubauen und dich auf die Zukunft vorzubereiten. Du bist wertvoll und hast die Möglichkeit, in einer sich verändernden Branche erfolgreich zu sein.