KI und der Beruf Tierwirt/in - Schäferei: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Tierwirtes in der Schäferei steht vor einem Wandel, der durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung geprägt ist. Mit einem KI-Risiko-Score von 58 % und einem Automatisierungspotenzial von 63 % ist klar, dass viele Aufgaben durch Technologie unterstützt oder sogar übernommen werden können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Beruf überflüssig wird. Vielmehr transformiert KI die Art und Weise, wie du deine täglichen Aufgaben erledigst. Ein greifbarer Vergleich: Früher hat man viele Informationen manuell gesammelt, heute kann KI diese Daten in Echtzeit analysieren und wertvolle Einblicke liefern, die deine Arbeit erleichtern.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute gibt es verschiedene KI-Tools, die den Arbeitsalltag eines Tierwirtes in der Schäferei unterstützen. Zum Beispiel:
- FarmWizard: Dieses Management-Tool hilft dir, deine Herde zu überwachen, Fütterungspläne zu erstellen und die Gesundheit der Tiere zu verfolgen. Anstatt alles manuell aufschreiben zu müssen, kannst du jetzt einfach Daten in die Software eingeben, die dir dann Analysen und Berichte liefert.
- Agrilution: Diese Plattform für Präzisionslandwirtschaft bietet dir die Möglichkeit, Weideflächen zu überwachen und datengestützte Entscheidungen zu treffen, um die Erträge zu optimieren. Früher hätte man alles selbst im Auge behalten müssen, jetzt macht die Software einen Teil dieser Arbeit für dich.
- Smart Farming Apps: Apps wie „Farmers Edge“ nutzen Echtzeitdaten, um dir zu helfen, Wetter- und Bodenanalysen in deine Entscheidungen einzubeziehen. Das spart Zeit und verbessert die Effizienz.
Diese Tools zeigen, wie KI dabei hilft, die täglichen Aufgaben effizienter zu gestalten, doch die menschliche Expertise bleibt unerlässlich.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Obwohl KI viele Aufgaben übernehmen kann, gibt es Fähigkeiten, die du als Tierwirt unverzichtbar machst. Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und ein gutes Pflichtgefühl sind Eigenschaften, die schwer zu automatisieren sind. Zum Beispiel: Wenn es darum geht, das Wohlbefinden der Tiere zu beurteilen, benötigst du ein feines Gespür und Empathie, um das Verhalten und die Bedürfnisse der Tiere zu verstehen. Diese menschlichen Fähigkeiten sind entscheidend, um ein gesundes Umfeld für die Tiere zu schaffen und die Qualität der Arbeit aufrechtzuerhalten.
Was sich in der Branche gerade tut
In Deutschland gibt es derzeit einen klaren Trend zur Digitalisierung in der Landwirtschaft. Immer mehr Landwirte setzen auf Technologien, um ihre Prozesse zu optimieren und effizienter zu arbeiten. Nachhaltige Praktiken gewinnen ebenfalls an Bedeutung, unterstützt durch KI, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Zudem wird Precision Farming wichtig, um Erträge zu steigern und gleichzeitig Kosten zu senken. Diese Entwicklungen bieten neue Chancen und Herausforderungen für Tierwirte in der Schäferei.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell arbeiten in Deutschland rund 9.988 Tierwirte in der Schäferei. Es gibt derzeit etwa 390 offene Stellen, was zeigt, dass der Bedarf an Fachkräften besteht. Das Median-Gehalt beträgt 2.569 Euro im Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.324 bis 2.904 Euro. Trotz des hohen Automatisierungspotenzials ist es unwahrscheinlich, dass die Zahl der Jobs drastisch sinkt, da viele Aufgaben nach wie vor menschliches Fachwissen erfordern. In Anbetracht dieser Zahlen ist es wichtig, dass du dich aktiv mit den Entwicklungen in deiner Branche auseinandersetzt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um für die Veränderungen gerüstet zu sein, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung in digitalen Kompetenzen: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX für kostenlose Online-Kurse über digitale Landwirtschaft und nachhaltige Praktiken. Das gibt dir einen Wettbewerbsvorteil.
- Praktische Erfahrung mit KI-Tools: Probiere Tools wie FarmWizard oder Agrilution aus, um ein Gefühl für die neuen Technologien zu bekommen. Das wird dir helfen, dich schneller in deine Aufgaben einzuarbeiten.
- Netzwerken und informieren: Nimm an Webinaren von Landwirtschaftsverbänden teil, um aktuelle Trends und Technologien kennenzulernen. Dies kann dir helfen, mit anderen Fachleuten in Kontakt zu treten und dein Wissen zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Tierwirt/in - Schäferei
Die Zukunft als Tierwirt in der Schäferei wird durch KI und Automatisierung geprägt sein, doch deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Indem du dich weiterbildest und neue Technologien annimmst, kannst du sicherstellen, dass du auch in der digitalen Landwirtschaft erfolgreich bist. Sei mutig und nutze die Chancen, die sich bieten!