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Archivar/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

44%2013
44%2016
44%2019
56%2022
61%2026*
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Experten im Archivwesen

Das übernimmt KI.

13 von 26 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Quellenmaterial auswerten (Geschichte)0%
Bestandsaufnahme (Archiv, Bibliothek)0%
Bestandspflege (Archiv, Bibliothek)0%
Dokumentation (Archiv, Bibliothek)0%
Katalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibl., Museum)0%
Systematisieren0%
Mikroverfilmen0%
Bildarchivierung0%
Digitales Sammlungsmanagement0%
Audio-Mining-Systeme0%
Digitale Langzeitarchivierung0%
Recherche0%
Informationsbeschaffung0%

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Archivare und Archivarinnen bewerten, erfassen, ordnen, erschließen und erhalten Archivgut, machen es nutzbar und werten es aus.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Eigenverantwortung
Gewissenhaftigkeit
Belastbarkeit

Gehalt

4.648 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.821 €

Oberes Viertel

5.655 €

Fachliche Stärken i

Öffentlichkeitsarbeit, Public RelationsMicrosoft OfficeGeschichteAkten, Schriftgut verwaltenArchivierung

2.663

Beschäftigte i

273

Offene Stellen i

Arbeitslose i

149

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

56%50%44%
20132022: 56%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

2.663-7% seit 2012
2.8992.7812.663
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.648 €+34%
5.655 €4.207 €2.758 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
30Stellen 2024
149Arbeitslose 2024
1669218
20122024

Archivar/in im KI-Check: die Daten im Detail

Archivar/in erreicht im KI-Check einen Score von 61%. Damit liegt Archivar/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Kultur & Bibliothek, der bei 51% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 56% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 26 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 13 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Quellenmaterial auswerten (Geschichte), Bestandsaufnahme (Archiv, Bibliothek), Bestandspflege (Archiv, Bibliothek), Dokumentation (Archiv, Bibliothek), Katalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibl., Museum) und Systematisieren und 7 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Geschichte, Lehrtätigkeit (Hochschule), Bildungsarbeit und Ausstellungen organisieren und durchführen und 7 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 2.663 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 5% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.648 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.821 € bis 5.655 €), gestiegen um 13% seit 2019. Zuletzt waren rund 273 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Microsoft Office, Geschichte, Akten, Schriftgut verwalten und Archivierung. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Gewissenhaftigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Kultur & Bibliothek · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Archivar/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Archivar/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Bestände auswerten, erschließen, katalogisieren und für die digitale Langzeitarchivierung fit machen: Genau dort zeigt sich bei Archivarbeit, wo KI schon heute spürbar ansetzt. Stand: Juni 2026 liegt der KI-Risiko-Score für diesen Beruf bei 61. Das heißt nicht, dass Archive überflüssig werden. Es heißt vor allem: Ein Teil der Kerntätigkeiten lässt sich technisch stark unterstützen, während sich der Beruf in Richtung Prüfung, Auswahl, Steuerung und Vermittlung verschiebt.

Die IAB-Daten zeigen, dass Berufe mit hohem Automatisierungspotenzial in Deutschland in den letzten Jahren eher langsamer gewachsen sind als dass sie massenhaft Beschäftigung verloren hätten. Gleichzeitig beobachtet die Forschung einen anderen, wichtigeren Effekt: KI verändert den Aufgabenmix innerhalb von Berufen. Genau das passt zur Archivarbeit. Routine in Dokumentation, Bestandspflege, Recherche und Informationsbeschaffung wird leichter automatisierbar, aber die fachliche Einordnung bleibt anspruchsvoll.

Was KI in der Archivarbeit übernimmt: Recherche, Katalogisieren und digitale Ordnung

Besonders gut angreifbar sind Tätigkeiten, bei denen große Mengen an Material nach klaren Regeln gesichtet und sortiert werden. Dazu gehören Quellenmaterial auswerten (Geschichte), Bestandsaufnahme, Bestandspflege, Dokumentation, Katalogisieren, Bestanderschließung, Systematisieren, Recherche und Informationsbeschaffung. Hier kann KI Muster erkennen, Metadaten vorschlagen, Dubletten finden, Inhalte vorstrukturieren und Arbeitsschritte beschleunigen.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Gesprächen zeigt, dass gerade Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren zu den KI-stärksten Tätigkeiten gehören. Für Archive ist das relevant, weil viele alltägliche Prozesse genau aus diesen Bausteinen bestehen: Verzeichnungsnotizen formulieren, Findmittel strukturieren, Beschreibungen vorentwerfen oder Anfragen intern zusammenfassen.

Auch der internationale Blick spricht für eine hohe KI-Exposition im kognitiven Bereich. Der IWF schätzt, dass in Industrieländern wie Deutschland besonders viele Jobs betroffen sind, weil dort wissensintensive Tätigkeiten dominieren. Archive liegen genau in diesem Feld: wenig körperliche Arbeit, viel Text, Struktur, Regelwissen und historischer Kontext. Das macht den Beruf nicht automatisch ersetzbar, aber deutlich anfälliger für Teilautomatisierung.

Praktisch heißt das: Mikroverfilmen ist heute selten der Engpass, Bildarchivierung und Digitales Sammlungsmanagement dagegen können durch KI-Systeme stark beschleunigt werden. Auch Audio-Mining-Systeme und Werkzeuge für Spracherkennung können helfen, Aufnahmen zu durchsuchen oder Inhalte zu erschließen. Entscheidend ist aber: KI liefert Vorschläge, keine verlässliche historische Bewertung.

Was in der Archivarbeit menschlich bleibt: Einordnung, Auswahl und Verantwortung

Gerade dort, wo Quellen nicht nur gefunden, sondern verstanden werden müssen, bleibt der Mensch zentral. Das gilt für Geschichte, Paläografie (Handschriftenkunde), Sphragistik (Siegelkunde), Signieren, die Bestandsauswahl und den Bestandsaufbau. Diese Aufgaben verlangen Kontextwissen, Urteilsvermögen und den Umgang mit Unschärfe. Eine Maschine kann erkennen, dass ein Dokument alt oder ähnlich aufgebaut ist. Sie kann aber nicht verlässlich entscheiden, welche Quelle historisch relevant, rechtlich sensibel oder institutionell besonders wertvoll ist.

Auch bei Kundenberatung, -betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Ausstellungen organisieren und durchführen, Bildungsarbeit und Lehrtätigkeit (Hochschule) bleibt menschliche Kompetenz schwer ersetzbar. Hier geht es um Vertrauen, Vermittlung, Prioritäten und oft auch um sensible Kommunikation mit Forschenden, Behörden oder Öffentlichkeit. Die Anthropic-Daten zeigen zudem: In keiner Berufsgruppe dominiert Automation klar. Vielmehr überwiegt häufig Augmentation, also die Zusammenarbeit von Mensch und KI. Genau das ist für Archivar:innen plausibel: KI sortiert vor, der Mensch prüft, entscheidet und verantwortet.

Die OpenAI-Benchmark-Arbeiten zu realen Fachaufgaben deuten ebenfalls darauf hin, dass Modelle in vielen Wissensberufen bereits erstaunlich nah an professionelle Qualität heranreichen können. Für Archive ist das eine Warnung und eine Chance zugleich: Vorentwürfe, Zusammenfassungen und Strukturhilfen werden besser. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Kontrolle, Nachvollziehbarkeit und fachliche Bewertung.

Was Beschäftigte in der Archivarbeit tun können: KI nutzen, ohne Fachlichkeit zu verlieren

Der wichtigste Hebel ist nicht Abwehr, sondern gezielte Spezialisierung. Wenn du im Archiv arbeitest, lohnt sich der Aufbau von Kompetenzen rund um Archivierung, Akten, Schriftgut verwalten, Microsoft Office und digitale Workflows. Wer KI-Ergebnisse sicher prüfen kann, wird wichtiger statt austauschbarer.

Drei konkrete Schritte helfen besonders:

  • KI als Vorarbeit nutzen: Lass dir Verzeichnungsentwürfe, Kurzbeschreibungen oder Schlagwortvorschläge liefern, prüfe sie aber konsequent gegen das Original.
  • Qualität und Standards stärken: Je besser du bei Metadaten, Provenienz, Erschließung und Dokumentation bist, desto schwerer bist du durch reine Automatisierung zu ersetzen.
  • Vermittlung ausbauen: Fähigkeiten in Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsfähigkeit und Bildungsarbeit werden wichtiger, weil Archive ihre Relevanz zunehmend erklären müssen.

Wichtig ist auch, dass du den Beruf nicht nur als Verwaltungsarbeit verstehst. Die Beschäftigtenzahl ist in den letzten Jahren eher leicht gesunken, während das Gehalt gestiegen ist. Das spricht dafür, dass Fachlichkeit und Verantwortung im Beruf eher zunehmen. Wer digitale Prozesse, historische Methoden und Nutzerorientierung verbindet, hat bessere Karten.

Kurz gesagt: Der KI-Risiko-Score von 61 zeigt bei Archivar:innen ein mittleres bis erhöhtes Umbruchtempo. Besonders Routine, Erschließung und digitale Ordnung werden sich verändern. Wer jedoch Quellenkritik, historisches Urteilsvermögen und Vermittlung beherrscht, wird auch künftig gebraucht — nur mit anderen Schwerpunkten.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotAudio-Mining-Systeme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Archivar/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

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Häufige Fragen zu Archivar/in