KI und der Beruf Beamt(er/in) - Bund (geh. techn. Dienst): Was sich gerade verändert
Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) betrifft auch den gehobenen technischen Dienst im öffentlichen Sektor. Mit einem KI-Risiko-Score von 48 % und einem Automatisierungspotenzial von 55 % ist klar, dass viele Aufgaben automatisiert werden können. Das bedeutet, dass Beamtinnen und Beamte in Zukunft weniger Zeit mit Routineaufgaben verbringen werden. Stattdessen werden sie sich auf komplexere, kreative und strategische Tätigkeiten konzentrieren müssen. Ein greifbarer Vergleich: Früher mussten Beamte viele Daten manuell auswerten, heute können sie sich auf KI-Tools stützen, die diese Aufgabe schneller und effizienter erledigen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Zahlreiche Tätigkeiten im gehobenen technischen Dienst sind bereits automatisiert oder werden durch KI-gestützte Software unterstützt. Beispielsweise analysiert IBM Watson Messdaten und hilft Beamten, fundierte Entscheidungen zu treffen. Microsoft Power BI ermöglicht die visuelle Aufbereitung dieser Daten, wodurch Qualitätssicherungsprozesse optimiert werden. Auch bei der Personalverwaltung oder der Sachbearbeitung wird KI eingesetzt. So übernimmt Software wie DocuWare die Verwaltung und Archivierung von Dokumenten, was die Bearbeitung erheblich beschleunigt. Früher mussten Beamte viel Zeit für die Datenverarbeitung aufwenden, heute können sie mit einem Klick auf die notwendigen Informationen zugreifen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials gibt es viele Aufgaben, die KI nicht bewältigen kann. Dazu zählen beispielsweise die Gutachter- und Sachverständigentätigkeit oder das Projektmanagement. Diese Tätigkeiten erfordern menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Empathie und ethisches Urteilsvermögen. Beispielhaft ist die Regional- und Raumordnungsplanung, die ein tiefes Verständnis für lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse erfordert. Diese menschlichen Stärken sind schwer zu automatisieren und bleiben in Zukunft gefragt.
Was sich in der Branche gerade tut
In den letzten Jahren hat sich die Branche stark verändert. Der Einsatz von KI in der Verwaltung nimmt stetig zu, um die Effizienz zu steigern. Aktuell beobachten wir einen Trend hin zu datengetriebenem Arbeiten, wo Entscheidungen zunehmend auf der Grundlage von Datenanalysen getroffen werden. Darüber hinaus gibt es eine wachsende Zahl von digitalen Weiterbildungsangeboten, die Beamte auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Die Zahlen sprechen für sich: Die Zahl der Beschäftigten im gehobenen technischen Dienst ist von 66.000 im Jahr 2012 auf über 104.000 im Jahr 2024 gestiegen – ein Anstieg von 57 %. Auch die Gehälter haben sich verbessert: Der Median liegt jetzt bei 5.126 € monatlich, im Vergleich zu 3.763 € vor über einem Jahrzehnt – ein Anstieg von 36 %. Ebenso ist die Zahl der offenen Stellen von 1.500 auf über 11.000 gestiegen, was einem Zuwachs von 641 % entspricht. Allerdings hat auch die Arbeitslosigkeit in diesem Sektor zugenommen, was um 245 % gestiegen ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass der Arbeitsmarkt zwar wächst, jedoch auch Herausforderungen mit sich bringt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um für die Veränderungen gerüstet zu sein, solltest du aktiv an deiner Weiterbildung arbeiten. Hier sind drei konkrete Tipps:
- Online-Kurse: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, um dich in Themen wie Datenanalyse und KI fortzubilden. Viele Kurse sind kostenlos oder kostengünstig.
- Kostenloser Kurs an der HAW Hamburg: Melde dich für den Online-Kurs „Digitale Transformation“ an, der die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Verwaltung behandelt.
- Akademische Angebote: Informiere dich über Programme der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, die speziell auf die Bedürfnisse von Beamten zugeschnitten sind.
Beginne noch diese Woche mit einem Online-Kurs oder informiere dich über Weiterbildungsangebote.
Fazit: Deine Zukunft als Beamt(er/in) - Bund (geh. techn. Dienst)
Die Zukunft für Beamte im gehobenen technischen Dienst wird durch KI geprägt sein, doch es bleiben viele Chancen für menschliche Fähigkeiten. Mit der richtigen Weiterbildung und der Bereitschaft zur Anpassung kannst du auch in einem sich wandelnden Arbeitsumfeld erfolgreich sein. Das Wichtigste: Nutze die Möglichkeiten, die dir die Digitalisierung bietet!