KI und der Beruf Business-Continuity-Manager/in: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Business-Continuity-Managers (BCM) hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, besonders in Zeiten von Krisen und Unsicherheiten. KI (Künstliche Intelligenz) spielt eine große Rolle bei der Optimierung der Abläufe in diesem Bereich. Der KI-Risiko-Score für diesen Beruf liegt bei 27%, was bedeutet, dass es ein mittleres Risiko gibt, dass KI einige Aufgaben übernehmen könnte. Das IAB schätzt das Automatisierungspotenzial in diesem Beruf auf 33%. Dies bedeutet, dass etwa ein Drittel der Aufgaben automatisiert werden kann.
Stell dir vor, wie ein Koch in einem Restaurant: Während einige Aufgaben, wie das Schneiden von Gemüse, automatisiert werden können, bleibt die kreative Zubereitung der Gerichte in Menschenhand. So ist es auch im Business-Continuity-Management: Während KI Routineaufgaben übernehmen kann, bleibt die strategische Planung und das Krisenmanagement die Stärke des Menschen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute unterstützen verschiedene KI-Tools die Arbeit von Business-Continuity-Managern. Hier sind einige Beispiele:
- ResilienceONE: Diese Software hilft dabei, Notfallpläne zu erstellen und zu verwalten. Sie analysiert Risiken mithilfe von KI und schlägt Strategien vor, um darauf zu reagieren.
- Fusion Risk Management: Dieses Tool bewertet in Echtzeit Risiken und sorgt dafür, dass Unternehmen schnell auf Krisensituationen reagieren können.
- Everbridge: Diese Plattform ist für Krisenmanagementkommunikation zuständig und nutzt KI, um personalisierte Warnungen und Informationen im Notfall zu verschicken.
- LogicManager: Hierbei handelt es sich um ein Tool, das Risiken identifiziert und die Business-Continuity-Planung durch Datenanalysen optimiert.
- Druva: Diese cloudbasierte Plattform vereinfacht die Datenwiederherstellung und das Backup-Management, was für die Arbeit eines Business-Continuity-Managers entscheidend ist.
Früher musste man viel Zeit in die manuelle Erstellung von Risikoanalysen und Notfallplänen investieren. Heute kann ein Klick in eines dieser Tools viele dieser Routineaufgaben automatisieren.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte, die KI gemacht hat, gibt es viele menschliche Fähigkeiten, die nach wie vor gefragt sind. Dazu gehören:
- Kommunikationsfähigkeit: In Krisensituationen ist es entscheidend, klar und empathisch zu kommunizieren. Dies kann KI nicht übernehmen.
- Analytische Fähigkeiten: Auch wenn KI Daten analysieren kann, bleibt die menschliche Fähigkeit, diese Daten zu interpretieren und strategisch zu denken, unerlässlich.
- Teamfähigkeit und Problemlösungsfähigkeit: Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und die Lösung komplexer Probleme erfordern menschliches Einfühlungsvermögen und Kreativität.
Diese Fähigkeiten sind schwer zu automatisieren und bleiben ein klarer Vorteil für Business-Continuity-Manager.
Was sich in der Branche gerade tut
Im Bereich des Business-Continuity-Managements gibt es aktuell mehrere spannende Entwicklungen. Die Automatisierung von Risikomanagementprozessen wird immer mehr zur Norm. Unternehmen setzen zunehmend KI-Tools ein, um Risikobewertungen und Notfallpläne zu automatisieren. Zudem ermöglicht die Echtzeit-Datenanalyse eine schnellere Reaktion auf potenzielle Störungen. Auch die Integration von KI in die Krisenkommunikation nimmt zu, was die Kommunikation während Krisen effizienter gestaltet.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland gibt es derzeit 5.302 Beschäftigte als Business-Continuity-Manager, und die Zahl der offenen Stellen liegt bei beeindruckenden 3.927. Das Median-Gehalt in diesem Beruf beträgt 6.517 Euro pro Monat. Laut dem IAB Job-Futuromat wird die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich in den kommenden Jahren steigen, was bedeutet, dass es mehr Jobs geben könnte. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor stabil gehalten, und es ist zu erwarten, dass die Gehälter tendenziell steigen werden, da die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften wächst.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um im Beruf des Business-Continuity-Managers zukunftssicher zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, die kostenlose Online-Kurse zu Business Continuity und Risikomanagement anbieten. Hier kannst du dein Wissen vertiefen und neue Fähigkeiten erlernen.
- IHK-Webinare: Informiere dich über Webinare der Industrie- und Handelskammer, die spezifisch für Business-Continuity-Manager angeboten werden. Diese sind oft kostenlos und bieten wertvolle Einblicke.
- Netzwerken: Tritt Branchenverbänden oder professionellen Netzwerken bei. Hier kannst du dich mit anderen Fachleuten austauschen, von ihren Erfahrungen lernen und neue Jobmöglichkeiten entdecken.
Diese Schritte helfen dir, deine Fähigkeiten zu erweitern und dich auf die Anforderungen der Zukunft einzustellen.
Fazit: Deine Zukunft als Business-Continuity-Manager
Die Rolle des Business-Continuity-Managers wird durch KI und Automatisierung definitiv beeinflusst, jedoch bleiben viele entscheidende Aufgaben in menschlicher Hand. Indem du deine Fähigkeiten kontinuierlich weiterentwickelst und dich mit neuen Technologien vertraut machst, kannst du deine Relevanz auf dem Arbeitsmarkt sichern. Die Zukunft hält Chancen bereit – nutze sie!