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Fachwirt/in - Informationsdienste: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

58%2013
67%2016
67%2019
75%2022
74%2026*
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Spezialisten im Dokumentations- und Informationsdienst

Das übernimmt KI.

17 von 23 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Kosten- und Leistungsrechnung0%
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Bibliotheks- und Archivsoftware anwenden0%
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Du bleibst relevant.

Geprüfte Fachwirte und Fachwirtinnen für Informationsdienste entwickeln, steuern und kontrollieren Arbeitsprozesse im Bereich des Bibliotheks-, Archiv-und Dokumentationswesens.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Gehalt

4.534 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.445 €

Oberes Viertel

6.126 €

1.159

Beschäftigte i

Arbeitslose i

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

75%67%58%
20132022: 75%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

1.159+20% seit 2012
1.2621.112962
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.534 €+33%
6.126 €4.246 €2.365 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
Stellen 2024
Arbeitslose 2024
20122024

Fachwirt/in - Informationsdienste im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 74% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Fachwirt/in - Informationsdienste verändern könnte. Damit liegt Fachwirt/in - Informationsdienste über dem Durchschnitt des Berufsfelds Büro & Verwaltung, der bei 65% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 75% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 23 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 17 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Akten, Schriftgut verwalten, Datenübernahme, Datenaufbereitung, Internet-, Intranettechnik und Wissensmanagementsysteme und 11 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Personalwesen, Betriebswirtschaftslehre, Bestandsaufbau (Archiv, Bibliothek), Bestandsauswahl (Archiv, Bibliothek) und Büromanagement — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 1.159 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 7% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.534 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.445 € bis 6.126 €), gestiegen um 18% seit 2019.

Mehr dazu: alle Berufe in Büro & Verwaltung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Fachwirt/in - Informationsdienste?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Fachwirt/in - Informationsdienste

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Fachwirt/in - Informationsdienste: 74 % KI-Risiko im Vergleich zum Berufsfeld

Mit einem KI-Risiko Score von 74 % liegt Fachwirt/in - Informationsdienste deutlich über dem Durchschnitt des Berufsfelds Büro & Verwaltung. Das ist ein Hinweis darauf, dass vor allem die fachlichen Routinen in diesem Beruf gut für KI geeignet sind. Gleichzeitig heißt das nicht, dass der Beruf verschwindet. Stand: Juni 2026 zeigt sich eher ein Umbau von innen: Mehr Prüfung, Steuerung und Beratung, weniger reine Bearbeitung.

Gerade bei Recherche, Informationsbeschaffung, Datenübernahme, Datenaufbereitung, Akten, Schriftgut verwalten und Bibliotheks- und Archivsoftware anwenden ist die Nähe zu heutigen KI-Systemen groß. Auch Bibliografie, Dokumentation (Archiv, Bibliothek), Katalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibl., Museum), Systematisieren, Titelaufnahme und Digitale Langzeitarchivierung gehören zu den Tätigkeiten, die sich technisch gut strukturieren lassen. Wo Informationen sortiert, zusammengeführt, verschlagwortet oder standardisiert werden, steigt der Druck zur Automatisierung.

Warum Fachwirt/in - Informationsdienste anders betroffen ist

Der Beruf verbindet klassische Informationsarbeit mit Verwaltungslogik. Genau diese Mischung macht ihn anfällig für KI-gestützte Abläufe. Die Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation und Büroorganisation sind stark regelbasiert; auch Wissensmanagementsysteme und Internet-, Intranettechnik arbeiten oft mit klaren Standards, Workflows und Suchlogiken. KI kann hier nicht nur Texte formulieren, sondern auch Vorarbeiten beschleunigen, Dubletten erkennen, Metadaten vorschlagen oder Inhalte vorstrukturieren.

Besonders wichtig ist aber die zweite Seite des Berufs: Kundenberatung, -betreuung, Personalwesen, Betriebswirtschaftslehre, Bestandsaufbau (Archiv, Bibliothek), Bestandsauswahl (Archiv, Bibliothek) und Büromanagement bleiben menschlich stark geprägt. Hier geht es um Prioritäten, Verantwortung, Kontextwissen und Abstimmung mit Fachbereichen. KI kann helfen, aber sie trifft keine belastbaren Entscheidungen über Sammlung, Zugang, Relevanz oder Aussonderung ohne fachliche Kontrolle.

Das passt zu einem Befund aus der IAB-Forschung: Hohe technische Ersetzbarkeit führt in der Praxis oft nicht zu sofortigem Stellenabbau, sondern eher zu verändertem Wachstum. Auch in Berufen mit hoher KI-Exposition wächst Beschäftigung bisher nicht automatisch schlechter. Für dich heißt das: Der Beruf wird nicht einfach wegautomatisiert, aber die Aufgaben verschieben sich spürbar.

Was die Studienlage für Informationsdienste zeigt

Die Microsoft-Analyse von 200.000 echten Copilot-Gesprächen zeigt, dass KI vor allem dort stark ist, wo Informationen beschafft, Texte geschrieben, erklärt und kommuniziert werden. Genau dort liegt ein Kern vieler Tätigkeiten in Informationsdiensten: Inhalte finden, aufbereiten, zusammenfassen und für andere nutzbar machen. Weniger stark ist KI bei präziser Datenanalyse oder bei Aufgaben, die hohe fachliche Einbettung und Qualitätsurteil brauchen. Für den Beruf bedeutet das: Der erste Schub kommt bei Vorarbeit, Standardtexten, Zusammenfassungen und Suchprozessen.

Der IWF ordnet die Lage breiter ein: In Industrieländern wie Deutschland sind besonders viele Jobs KI-exponiert, weil dort ein großer Teil der Arbeit aus kognitiven Tätigkeiten besteht. Genau das trifft auf Informationsdienste zu. Gleichzeitig zeigt der Anthropic Economic Index, dass KI in den meisten Berufen eher unterstützend als ersetzend genutzt wird. Das ist für deinen Beruf zentral: KI wird eher zum Arbeitswerkzeug für Vorrecherche, Formulierung, Zuordnung und Prüfung als zum vollständigen Ersatz der Fachrolle.

Auch der OpenAI-Benchmark GDPval ist relevant: Moderne Modelle nähern sich bei vielen Wissensberufen bereits der Qualität von Fachleuten an echten Aufgaben an. Das erhöht den Druck auf standardisierbare Tätigkeiten wie Titelaufnahme, Bibliografie, Dokumentation und Teile der Datenaufbereitung. Gleichzeitig bleibt die fachliche Endkontrolle wichtig, weil Informationsdienste stark von Genauigkeit, Nachvollziehbarkeit und institutionellen Regeln leben.

Was sich für deine Arbeit konkret ändert

Am ehesten werden folgende Aufgaben an Bedeutung verlieren oder stärker KI-gestützt laufen:

  • Routine bei Recherche und Informationsbeschaffung
  • manuelle Datenübernahme, Datenaufbereitung
  • standardisierte Dokumentation (Archiv, Bibliothek)
  • Vorarbeit bei Katalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibl., Museum)
  • Teile von Büroorganisation und Akten, Schriftgut verwalten
  • Vorlagen für Bibliografie und Titelaufnahme

Stärker werden dagegen Fähigkeiten, die KI nicht sauber ersetzt:

  • Qualitätsprüfung und fachliche Freigabe
  • Umgang mit unklaren, widersprüchlichen oder sensiblen Informationen
  • Kundenberatung, -betreuung mit Einordnung und Priorisierung
  • fachübergreifende Abstimmung mit Verwaltung, IT und Leitung
  • Aufbau und Pflege von Regeln für Wissensmanagementsysteme und Digitale Langzeitarchivierung

Der wichtigste Trend ist deshalb nicht „weniger Arbeit“, sondern „andere Arbeit“. Wer Informationsdienste beherrscht, wird künftig stärker als Kurator:in, Prüfer:in und Strukturgeber:in gebraucht.

Fazit für Fachwirt/in - Informationsdienste

Der hohe Score ist kein Alarmzeichen, sondern ein Hinweis auf den Umbau des Berufs. Deine Arbeit sitzt genau an der Schnittstelle von Informationsordnung, Verwaltung und Nutzerorientierung — und genau dort kann KI viel beschleunigen. Gleichzeitig bleibt der Beruf wertvoll, weil Qualität, Kontext, Verantwortung und Zugang nicht automatisch aus Modellen kommen. Wer KI souverän nutzt, Abläufe neu denkt und fachlich sauber prüft, verbessert seine Position deutlich.

Erwähnte KI-Tools

CopilotKI-gestützte SuchsystemeWissensmanagementsysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Fachwirt/in - Informationsdienste beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Häufige Fragen zu Fachwirt/in - Informationsdienste