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Geomatiker/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

29%2013
29%2016
38%2019
60%2022
62%2026*
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Fachkräfte in der Kartografie

Das übernimmt KI.

17 von 23 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Messdaten auswerten0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
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Du bleibst relevant.

Geomatiker/innen erheben und verarbeiten Geodaten. Sie beraten Kunden hinsichtlich der Aufbereitung und Nutzung geografischer Informationen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Eigenverantwortung
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Pflichtgefühl
Systematisches- methodisches Vorgehen

Gehalt

3.843 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.263 €

Oberes Viertel

4.675 €

Fachliche Stärken i

GIS (Geo-Info-System)GeomatikGeoinformatikMicrosoft OfficeVermessung

2.611

Beschäftigte i

449

Offene Stellen i

Arbeitslose i

101

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

60%45%29%
20132022: 60%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

2.611+65% seit 2012
2.6112.0951.579
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.843 €+32%
4.675 €3.473 €2.270 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
83Stellen 2024
101Arbeitslose 2024
101559
20122024

Geomatiker/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 62% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Geomatiker/in verändern könnte. Damit liegt Geomatiker/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Ingenieurwesen (71%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 60% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 23 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 17 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Messdaten auswerten, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Drucktechnik, Druckvorlagenherstellung, Landkartengestaltung und Layout und 11 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Mathematische Geodäsie, Satellitengeodäsie, Kundenberatung, -betreuung, Kartografie, Topografie und Geomatik — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 2.611 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 29% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.843 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.263 € bis 4.675 €), gestiegen um 16% seit 2019. Zuletzt waren rund 449 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem GIS (Geo-Info-System), Geomatik, Geoinformatik, Microsoft Office und Vermessung. Auf persönlicher Ebene zählen Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Pflichtgefühl.

Mehr dazu: alle Berufe in Ingenieurwesen · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Geomatiker/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Geomatiker/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Geomatikerinnen und Geomatiker liegen mit einem KI-Risiko-Score von 62 unter dem Durchschnitt ihres Berufsfelds (71). Das ist kein Entwarnungssignal, aber ein wichtiger Hinweis: Ein Teil der Arbeit ist technisch gut strukturierbar, zugleich bleibt der Beruf stark an Messqualität, Raumbezug, Fachprüfung und Kundenkontakt gebunden. Stand: Juni 2026 verändert KI hier vor allem den Ablauf der Arbeit — nicht die Notwendigkeit des Berufs.

Warum Geomatiker/in anders betroffen ist als viele andere Ingenieurberufe

Bei der Geomatik ist die Mischung entscheidend. Viele Tätigkeiten sind daten- und regelbasiert: Messdaten auswerten, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Visualisieren (EDV), GIS (Geo-Info-System), Luftbildauswertung, Digitale Topografische Karten oder auch Druckvorlagenherstellung lassen sich teilweise standardisieren und gut mit Software unterstützen. Genau dort setzt KI an: Sie hilft beim Vorstrukturieren, Prüfen, Klassifizieren und Beschleunigen.

Gleichzeitig ist das Berufsbild nicht auf Routine reduziert. Aufgaben wie Mathematische Geodäsie, Satellitengeodäsie, Kundenberatung, -betreuung, Kartografie, Topografie und Geomatik verlangen Urteilskraft, Kontextverständnis und Verantwortung. In der Praxis heißt das: KI kann Vorarbeiten übernehmen, aber die fachliche Entscheidung, ob ein Ergebnis räumlich, rechtlich und fachlich belastbar ist, bleibt beim Menschen.

Genau deshalb ist der Beruf eher von einer Verschiebung der Tätigkeiten innerhalb des Jobs betroffen als von einem einfachen Ersetzen. Die IAB-Forschung zeigt für Deutschland insgesamt, dass hohe Automatisierbarkeit in der Vergangenheit selten direkt zu Beschäftigungsabbau geführt hat, sondern eher Wachstum verlangsamt. Das passt gut zur Geomatik: Die Arbeit verschwindet nicht, sie wird stärker nach Kontrolle, Interpretation und Qualitätssicherung umgebaut.

Studienlage zur KI in der Geomatik: Was die Forschung wirklich zeigt

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitsgesprächen ist für diesen Beruf besonders aufschlussreich. Am stärksten KI-anwendbar sind dort Tätigkeiten wie Schreiben, Informationen beschaffen, erklären und kommunizieren — also genau die Schritte, die oft um vorbereitende oder dokumentierende Arbeit kreisen. Für Geomatikerinnen und Geomatiker bedeutet das: Berichte, Erklärtexte, Projektkommunikation und Teile der Dokumentation lassen sich deutlich effizienter mit KI erledigen.

Weniger stark ist KI dort, wo physische Welt, Messpraxis und präzise Fachspezifik zusammenkommen. Das ist für den Beruf relevant, weil Vermessung, Photogrammetrie, Georadar, Reprotechnik, Reprografie oder die Arbeit mit realen Geodaten nicht einfach in ein Sprachmodell ausgelagert werden können. KI kann Muster erkennen und Vorschläge machen, aber sie ersetzt nicht automatisch die fachliche Bewertung der Messsituation.

Die zweite wichtige Einordnung liefert der IWF: In Industrieländern sind Berufe mit hohem Wissens- und Analyseanteil besonders stark KI-exponiert. Genau in diese Richtung bewegt sich ein Teil der Geomatik. Das heißt aber nicht, dass der Beruf besonders gefährdet ist — eher, dass die digitale Werkbank kräftiger wird. Wer heute mit Geoinformatik, Microsoft Office, GIS (Geo-Info-System) und systematischem Vorgehen arbeitet, bekommt durch KI zusätzliche Werkzeuge für Routine, Dokumentation und Analyse.

Auch der Anthropic Economic Index passt gut zur Einordnung: In der Mehrheit der Fälle ist KI in Berufen eher unterstützend als ersetzend. Für die Geomatik ist das plausibel, weil viele Kernaufgaben aus einer Kette bestehen: Daten erfassen, prüfen, interpretieren, visualisieren, freigeben. KI kann einzelne Schritte beschleunigen, aber selten die gesamte Kette verantwortungsvoll übernehmen.

Was der Geomatiker/in-Arbeitsmarkt jetzt aus dem KI-Druck macht

Der Beruf zeigt bereits, dass Nachfrage nach fachlicher Präzision nicht verschwindet. Die Beschäftigung ist seit 2012 deutlich gewachsen, und auch das Gehalt hat sich spürbar verbessert. Das spricht für einen Beruf, der im Markt gebraucht wird und dessen Aufgaben wertiger geworden sind. Genau in solchen Berufen wirkt KI meist nicht als Job-Killer, sondern als Produktivitätshebel.

Für dich bedeutet das: Die weniger gefährdeten Teile sind oft die, in denen menschliche Verantwortung zählt — etwa Kundenberatung, -betreuung, Topografie, Kartografie und fachliche Endkontrolle. Die stärker angreifbaren Teile liegen eher in der Vorstufe: Daten sichten, standardisierte Kartenvarianten erzeugen, Beschriftungen vorbereiten, Layouts prüfen oder Ergebnisse für die Weiterverarbeitung strukturieren.

Wer in der Geomatik arbeitet, sollte deshalb nicht nur „KI können“, sondern den eigenen Prozess neu denken:

  • Welche Schritte in Messdaten auswerten und Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung sind wirklich prüfungsbedürftig?
  • Wo kann KI bei Landkartengestaltung, Layout und Visualisieren (EDV) Vorarbeit leisten?
  • Welche Aufgaben in GIS (Geo-Info-System), Photogrammetrie und Luftbildauswertung brauchen klare Regeln, damit KI nicht falsch abkürzt?
  • Wie lassen sich Ergebnisse so dokumentieren, dass sie für Kolleg:innen, Auftraggeber und Behörden nachvollziehbar bleiben?

Genau dort entsteht künftig der Unterschied zwischen Ausführenden und Fachleuten: nicht bei der bloßen Softwarebedienung, sondern bei der Qualität des Ergebnisses.

Fazit für Geomatiker/in: KI verändert vor allem die Reihenfolge der Arbeit

Der KI-Risiko-Score von 62 zeigt: Du bist deutlich betroffen, aber nicht in einer klassischen Verdrängungsposition. Besonders die strukturierbaren Teile deiner Arbeit werden effizienter und teilweise kleiner. Gleichzeitig bleiben die anspruchsvollen, verantwortungsvollen Teile stabil oder gewinnen sogar an Bedeutung. Wer Vermessung, GIS (Geo-Info-System), Geoinformatik und systematisches, methodisches Vorgehen mit KI-gestützter Vorarbeit verbindet, wird eher gewinnen als verlieren.

Der sinnvollste Weg ist nicht Abwehr, sondern Spezialisierung: bessere Prüfung, bessere Interpretation, bessere Kommunikation. Genau darin liegt die Zukunft der Geomatik.

Erwähnte KI-Tools

GIS (Geo-Info-System)CopilotGeoinformatik

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Geomatiker/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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