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Kartograf/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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MITTLERES RISIKO

13%2013
25%2016
25%2019
75%2022
71%2026*
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Fachkräfte in der Kartografie

Das übernimmt KI.

12 von 17 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Du bleibst relevant.

Kartografen und Kartografinnen erstellen und aktualisieren geografische und thematische Karten wie z.B. Landkarten, Stadtpläne und politische Karten.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Eigenverantwortung
Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Pflichtgefühl
Systematisches- methodisches Vorgehen

Gehalt

3.843 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.263 €

Oberes Viertel

4.675 €

Fachliche Stärken i

GIS (Geo-Info-System)GeomatikGeoinformatikMicrosoft OfficeVermessung

2.611

Beschäftigte i

449

Offene Stellen i

Arbeitslose i

101

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

75%44%13%
20132022: 75%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

2.611+65% seit 2012
2.6112.0951.579
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.843 €+32%
4.675 €3.473 €2.270 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
83Stellen 2024
101Arbeitslose 2024
101559
20122024

Kartograf/in im KI-Check: die Daten im Detail

Kartograf/in erreicht im KI-Check einen Score von 71%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Ingenieurwesen (71%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 75% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 17 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 12 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Messdaten auswerten, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Drucktechnik, Druckvorlagenherstellung, Landkartengestaltung und Layout und 6 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Mathematische Geodäsie, Satellitengeodäsie, Kundenberatung, -betreuung, Kartografie und Topografie — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 2.611 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 29% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.843 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.263 € bis 4.675 €), gestiegen um 16% seit 2019. Zuletzt waren rund 449 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem GIS (Geo-Info-System), Geomatik, Geoinformatik, Microsoft Office und Vermessung. Auf persönlicher Ebene zählen Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Pflichtgefühl.

Mehr dazu: alle Berufe in Ingenieurwesen · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Kartograf/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Kartograf/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Bis 2030 verschiebt sich das Profil von Kartografie-Arbeit deutlich

Bei der Kartografie geht es längst nicht mehr nur darum, Zeichnen, Retuschieren (Fototechnik) oder eine Druckvorlagenherstellung sauber umzusetzen. Bis 2030 verschiebt sich der Schwerpunkt immer stärker weg von manueller Ausarbeitung und hin zu Prüfung, Steuerung und fachlicher Einordnung. Genau dort liegt der Kern des Veränderungsdrucks: Viele klassische Routinetätigkeiten werden digital unterstützt oder teilweise automatisiert, während deine Rolle stärker davon abhängt, wie sicher du Daten bewertest, Fehler erkennst und Kartenprodukte fachlich absicherst.

Der KI-Risiko Score von 71 passt dazu: Er steht nicht für ein Verschwinden des Berufs, sondern für einen spürbaren Umbau der Tätigkeiten. Das IAB sieht generell, dass hohe Automatisierungspotenziale in der Vergangenheit selten direkt zu Beschäftigungsabbau geführt haben, sondern eher zu langsamerem Wachstum. Gleichzeitig zeigt die Microsoft-Analyse zu 200.000 Copilot-Gesprächen, dass KI vor allem dort stark ist, wo Informationen beschafft, Texte geschrieben, erklärt und kommuniziert werden. Genau solche unterstützenden Aufgaben greifen zunehmend auch in kartografische Arbeitsabläufe ein.

Welche kartografischen Tätigkeiten unter Druck geraten

Besonders unter Druck stehen Tätigkeiten, die gut strukturierbar, datenbasiert und regelgeleitet sind. Dazu zählen vor allem:

  • Messdaten auswerten
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Landkartengestaltung
  • Layout
  • Reprotechnik, Reprografie
  • Photogrammetrie
  • Visualisieren (EDV)
  • Luftbildauswertung
  • Drucktechnik
  • Druckvorlagenherstellung
  • Zeichnen
  • Retuschieren (Fototechnik)

Gerade diese Tätigkeiten verändern sich, weil KI Muster schneller erkennt, Bildmaterial vorsortiert und erste Entwürfe liefert. Das heißt nicht, dass sie wegfallen. Aber sie werden häufiger als vorbereitender Schritt behandelt, nicht mehr als vollständig manuelle Kernleistung. Der Stellenmarkt zeigt denselben Trend: Nach dem ChatGPT-Start sanken Stellenausschreibungen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten deutlich, während analytische, technische und kreative Arbeit stärker gefragt war.

Für dich bedeutet das: Der Wert verschiebt sich weg von der reinen Ausführung hin zur fachlichen Kontrolle. Wer Karten, Daten und Bildquellen souverän zusammenführt, bleibt gefragt — aber die Erwartung an Geschwindigkeit und digitale Sicherheit steigt.

Welche kartografischen Kompetenzen an Bedeutung gewinnen

Wachsen werden vor allem Aufgaben, die technische Präzision mit fachlicher Bewertung verbinden. Dazu gehören besonders:

  • Mathematische Geodäsie
  • Satellitengeodäsie
  • Kartografie
  • Topografie
  • Kundenberatung, -betreuung

Diese Bereiche sind robuster, weil sie weniger als Einzelaufgabe automatisiert werden und mehr Fachurteil verlangen. Die Microsoft-Studie zeigt außerdem: KI ist am stärksten dort anwendbar, wo Sprache, Standardisierung und Routinen dominieren. Wo es um räumliche Einordnung, fachliche Plausibilisierung und Verantwortung für das Endprodukt geht, bleibt der Mensch zentral.

Auch der Anthropic Economic Index stützt diese Einordnung: In vielen Berufen dominiert derzeit Augmentation, also die Zusammenarbeit von Mensch und KI, nicht die vollständige Automation. Für die Kartografie heißt das praktisch: KI liefert Vorarbeiten, du prüfst, korrigierst, priorisierst und entscheidest. Besonders wichtig werden deshalb systematisches- methodisches Vorgehen, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und ein sicherer Umgang mit GIS (Geo-Info-System), Geomatik, Geoinformatik, Microsoft Office und Vermessung.

Was das für deinen Arbeitsalltag konkret heißt

Stand: Juni 2026 zeigt sich der Wandel vor allem innerhalb des Berufs, nicht nur daneben. Die deutsche Forschung beschreibt genau diesen Trend: KI verändert den Aufgabenmix innerhalb von Berufen, klassische Bearbeitung schrumpft, Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen. Für Kartograf:innen heißt das, dass du immer häufiger mit vorbereiteten Datensätzen, automatisierten Vorschlägen und digitalen Workflows arbeitest.

Das verändert auch die Qualität deiner Arbeit:

  • Du prüfst nicht nur Ergebnisse, sondern auch die Datenbasis.
  • Du erkennst Ausreißer in Messdaten auswerten und Luftbildauswertung schneller.
  • Du bewertest, ob eine Landkartengestaltung fachlich stimmig ist.
  • Du kontrollierst Druckvorlagenherstellung, Layout und Visualisieren (EDV) unter höherem Zeitdruck.
  • Du ordnest technische Ergebnisse in Kartografie und Topografie ein.

Das ist ein wichtiger Punkt: KI nimmt dir nicht automatisch den Beruf, aber sie erhöht den Anspruch an Qualitätssicherung und an deine Urteilskraft. Weil der Berufsfeldschnitt mit 71 schon hoch ist, lohnt es sich besonders, nicht gegen die Technik zu arbeiten, sondern die eigene Rolle darin klarer zu machen.

Nächste Schritte für Kartograf:innen: so bleibst du relevant

Die beste Strategie ist nicht Spezialisierung gegen KI, sondern Spezialisierung mit KI. Praktisch heißt das:

  • Vertiefe dein GIS (Geo-Info-System)-Wissen und arbeite sicher mit digitalen Karten- und Geodatenprozessen.
  • Trainiere den Umgang mit KI-gestützten Vorarbeiten in Visualisieren (EDV), Druckvorlagenherstellung und Layout.
  • Nutze Automatisierung für Routinen, aber behalte die fachliche Endkontrolle bei Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung.
  • Stärkere Kommunikation mit Auftraggebern macht dich wertvoller: Kundenberatung, -betreuung wird wichtiger, weil Anforderungen präziser abgeglichen werden müssen.
  • Entwickle ein klares Profil in Mathematische Geodäsie, Satellitengeodäsie oder spezialisierten GIS-Anwendungen, wo Fachwissen schwer zu ersetzen ist.

Die Beschäftigung in dem Beruf ist über die Jahre gewachsen, ebenso das Gehalt. Das zeigt: Die Nachfrage nach kartografischer Kompetenz ist da. Der Unterschied der nächsten Jahre liegt darin, welche Art von Kompetenz gefragt ist. Wer nur produziert, gerät unter Druck. Wer Daten, Technik und fachliche Verantwortung verbindet, bleibt auch in einem KI-geprägten Umfeld wichtig.

Erwähnte KI-Tools

GIS (Geo-Info-System)GeomatikGeoinformatikMicrosoft Office

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Kartograf/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Kartograf/in