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Ingenieur/in - Verfahrenstechnik: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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MITTLERES RISIKO

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Experten in der Maschinenbau- und Betriebstechnik (ohne Spezialisierung)

Das übernimmt KI.

22 von 33 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

CAM-, CIM-Systeme anwenden0%
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CNC-Kenntnisse, CNC-Programmieren0%
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Energieerzeugung0%
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Du bleibst relevant.

Ingenieure und Ingenieurinnen der Verfahrenstechnik entwickeln, realisieren und betreiben Prozesse, in denen Produkte aus Rohstoffen gefertigt werden. Zudem planen, bauen und optimieren sie Apparate und Anlagen, die diese Verfahren umsetzen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Eigenverantwortung
Systematisches- methodisches Vorgehen
Initiative

Gehalt

6.846 €

Median / Monati

Fachliche Stärken i

EntwicklungVerfahrenstechnikMicrosoft OfficePlanungKonstruktion

49.405

Beschäftigte i

26.040

Offene Stellen i

Arbeitslose i

2.771

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

60%50%40%
20132022: 60%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

49.405+7% seit 2012
49.40547.88546.365
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

6.846 €+11%
6.846 €5.900 €4.954 €
20202024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
1.618Stellen 2024
2.771Arbeitslose 2024
3.5502.3061.061
20122024

Ingenieur/in - Verfahrenstechnik im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Ingenieur/in - Verfahrenstechnik beträgt 57%. Damit liegt Ingenieur/in - Verfahrenstechnik unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Ingenieurwesen (71%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 60% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 33 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 22 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter CAM-, CIM-Systeme anwenden, CAD (Computer Aided Design)-Systeme anwenden, Konstruktion, Roboter- und Handhabungstechnik, Automatisierungstechnik, Prozessautomatisierung und Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR) und 16 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Arbeitsvorbereitung, Qualitätsmanagement, Instandhaltungsmanagement, Technische Physik, Thermodynamik und Entwicklung und 5 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 49.405 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; die Beschäftigung blieb seit 2019 weitgehend stabil. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 6.846 € pro Monat. Zuletzt waren rund 26.040 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Entwicklung, Verfahrenstechnik, Microsoft Office, Planung und Konstruktion. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Systematisches- methodisches Vorgehen.

Mehr dazu: alle Berufe in Ingenieurwesen · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

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KI und Automatisierung: Ingenieur/in - Verfahrenstechnik

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Prozessautomatisierung, CAD und SPS: Wo KI in der Verfahrenstechnik ansetzt

In der Verfahrenstechnik beginnt der KI-Einsatz oft nicht bei der großen Vision, sondern bei ganz praktischen Aufgaben: CAD (Computer Aided Design)-Systeme anwenden, CAM-, CIM-Systeme anwenden, Konstruktion, Automatisierungstechnik, Prozessautomatisierung oder SPS-Programmierung, SPS-Technik. Genau dort liegt die Stärke vieler aktueller KI-Systeme. Sie helfen beim Vorstrukturieren, beim Erkennen von Mustern, beim Auswerten von Daten und beim Erstellen erster Entwürfe. Für den Beruf ist das wichtig, weil sich die Arbeit seit Jahren nicht rückläufig entwickelt, sondern eher verändert: mehr digitale Planung, mehr Überwachung, mehr Optimierung.

Der KI-Risiko Score von 57 passt zu diesem Bild: mittel bis erhöht, aber keineswegs ein Hinweis darauf, dass der Beruf verschwindet. Die bisherigen Befunde sprechen eher dafür, dass KI Tätigkeiten innerhalb des Berufs verschiebt. Die IAB-Studien zeigen außerdem, dass hohe Automatisierbarkeit in der Vergangenheit selten zu direktem Beschäftigungsabbau geführt hat, sondern eher zu verlangsamtem Wachstum. Und genau dieses Muster ist auch hier plausibel: Nicht die Ingenieurrolle selbst wird ersetzt, sondern einzelne Arbeitsschritte werden schneller, standardisierter und stärker datengetrieben.

Was KI in der Verfahrenstechnik übernimmt

Besonders gut geeignet für KI sind Aufgaben, die strukturiert, wiederholbar und datenintensiv sind. Dazu zählen in deinem Beruf vor allem:

  • CAD (Computer Aided Design)-Systeme anwenden und CAM-, CIM-Systeme anwenden: Entwürfe vorbereiten, Varianten vergleichen, Standards vorschlagen.
  • Konstruktion und Anlagenplanung (Versorgungs-, Verfahrenstechnik): erste Layouts, Plausibilitätsprüfungen und Dokumentationshilfen.
  • Automatisierungstechnik, Prozessautomatisierung, Prozessleittechnik, Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR) und SPS-Programmierung, SPS-Technik: Signale prüfen, Muster erkennen, Parameter vorschlagen.
  • Kalkulation und Betriebsmitteleinsatz planen: Mengen, Zeiten und Ressourcen schneller zusammenführen.
  • Teile von Elektronik, Elektrotechnik, Maschinentechnik und CNC-Kenntnisse, CNC-Programmieren: Routineprüfungen, Datenabgleiche und Vorschläge für Standardfälle.
  • Auch bei Thermische Energietechnik, Energieerzeugung, Brennstofftechnik, Brennstoffzellentechnik und Wasserstofftechnik kann KI Messreihen auswerten und Abweichungen sichtbar machen.

Die Microsoft-Analyse zu 200.000 Copilot-Konversationen zeigt generell: Am stärksten KI-anwendbar sind Tätigkeiten wie Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Genau das taucht auch in der Verfahrenstechnik auf, etwa bei Berichten, Spezifikationen, Prüfprotokollen oder der Vorbereitung von Entscheidungsgrundlagen. Die eigentliche Fachentscheidung bleibt aber nicht automatisch bei der Maschine.

Der Anthropic Economic Index 2026 stützt diese Einordnung: In den meisten Berufen dominiert nicht Ersatz, sondern Unterstützung. Das passt gut zu einem technischen Beruf, in dem KI meist als Assistenz für Analyse, Dokumentation und Variantenvergleich wirkt.

Was in der Verfahrenstechnik menschlich bleibt

Gerade in der Verfahrenstechnik gibt es Tätigkeiten, die sich schwer automatisieren lassen, weil sie Fachurteil, Verantwortung und Systemverständnis brauchen. Dazu gehören:

  • Arbeitsvorbereitung unter realen Produktionsbedingungen
  • Qualitätsmanagement mit Abwägungen zwischen Normen, Kosten und Sicherheit
  • Instandhaltungsmanagement, wenn Anlagenzustände, Störungen und Prioritäten zusammengebracht werden müssen
  • Technische Physik und Thermodynamik, weil Modelle immer im Kontext des konkreten Prozesses bewertet werden müssen
  • Entwicklung und Forschung, wenn neue Lösungen nicht nur berechnet, sondern erfunden und validiert werden müssen
  • Bioverfahrenstechnik, Prozessanalytik und Verfahrenstechnik als integrierte Gesamtsicht auf Stoff-, Energie- und Sicherheitsfragen
  • Technische Mechanik, wenn Belastungen, Grenzfälle und praktische Umsetzbarkeit zusammenkommen

Auch der Arbeitsmarkt spricht gegen einfache Verdrängung. Der Beruf ist mit rund 49.405 Beschäftigten nicht klein und hat sich zwischen 2012 und 2024 sogar leicht vergrößert. Gleichzeitig zeigt der internationale Blick: Laut IWF ist in Industrieländern wie Deutschland ein großer Teil der Jobs KI-exponiert, weil dort viele kognitive Tätigkeiten vorkommen. Das heißt aber nicht, dass diese Arbeit entfällt. Es heißt vor allem: Der Aufgabenmix verschiebt sich.

Was Beschäftigte in der Verfahrenstechnik jetzt tun können

Für dich ist die wichtigste Strategie nicht Abwehr, sondern aktive Einbettung von KI in den eigenen Workflow. Wer KI gut nutzt, gewinnt Tempo bei Routineaufgaben und mehr Zeit für Fachentscheidungen. Sinnvoll ist vor allem:

  • KI als Vorprüfwerkzeug nutzen: erste Varianten, Fehlerquellen und Plausibilitäten schneller prüfen.
  • Datenkompetenz stärken: Messdaten, Prozessdaten und Simulationsergebnisse sicher lesen und bewerten.
  • Dokumentation und Kommunikation professionalisieren: Berichte, Protokolle und Abstimmungen mit KI strukturieren, aber fachlich prüfen.
  • SPS-, MSR- und Prozessleittechnik-Know-how mit KI-gestützten Analysewerkzeugen verbinden.
  • Qualitätsmanagement und Instandhaltungsmanagement stärker auf Frühwarnsignale, Muster und Anomalien ausrichten.
  • Die eigenen Stärken ausbauen: systematisches-methodisches Vorgehen, Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Initiative werden wichtiger, nicht unwichtiger.

Die gute Nachricht: Laut IAB ist KI bisher eher augmentierend als ersetzend. Und genau dafür ist Verfahrenstechnik ein typischer Fall. Wer KI nutzt, wird nicht weniger fachlich relevant, sondern oft sogar wichtiger — weil jemand die Ergebnisse einordnen, Sicherheitsgrenzen setzen und technische Entscheidungen verantworten muss. Stand: Juni 2026.

Erwähnte KI-Tools

CopilotLLM-gestützte Analyse- und TextsystemeKI-gestützte CAD-ToolsKI-gestützte SPS-AssistenzsystemeProzessanalyse-Software mit KI-Funktionen

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Ingenieur/in - Verfahrenstechnik beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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