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Kommissionierer/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

50%2013
75%2016
75%2019
80%2022
66%2026*
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Fachkräfte in der Lagerwirtschaft

Das übernimmt KI.

10 von 13 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Beladen, Entladen0%
Kommissionieren0%
Transport- und Lagertechnik0%
Förderanlagen und Transportgeräte bedienen0%
Verpacken0%
Versand0%
Lagerverwaltungssysteme0%
Automatisches Kleinteilelager (AKL)0%
Kommissioniersysteme0%
Versandpapiere erstellen0%

Du bleibst relevant.

Kommissionierer/innen stellen Waren für die Auslieferung bzw. den Versand zusammen und bereiten sie für den Transport vor.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Zuverlässigkeit
Gewissenhaftigkeit
Belastbarkeit
Kommunikationsfähigkeit

Gehalt

3.253 €

Median / Monati

Unteres Viertel

2.748 €

Oberes Viertel

3.932 €

Fachliche Stärken i

KommissionierenWarenannahme, WareneingangskontrolleBeladen, EntladenLogistikLagerorganisation, -verwaltung

484.694

Beschäftigte i

35.681

Offene Stellen i

Arbeitslose i

28.702

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

80%65%50%
20132022: 80%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

484.694+28% seit 2012
490.937434.791378.644
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.253 €+29%
3.932 €2.981 €2.030 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
17.181Stellen 2024
28.702Arbeitslose 2024
33.72320.6887.652
20122024

Kommissionierer/in im KI-Check: die Daten im Detail

Kommissionierer/in erreicht im KI-Check einen Score von 66%. Damit liegt Kommissionierer/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Transport & Logistik, der bei 50% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 80% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 13 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 10 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Beladen, Entladen, Kommissionieren, Transport- und Lagertechnik, Förderanlagen und Transportgeräte bedienen, Verpacken und Versand und 4 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Lagerwirtschaft, Pick-by-Voice und Pick-by-Light — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 484.694 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 4% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.253 € pro Monat (mittlere 50 %: 2.748 € bis 3.932 €), gestiegen um 16% seit 2019. Zuletzt waren rund 35.681 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Kommissionieren, Warenannahme, Wareneingangskontrolle, Beladen, Entladen, Logistik und Lagerorganisation, -verwaltung. Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit und Belastbarkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Transport & Logistik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

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KI und Automatisierung: Kommissionierer/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Typische Schicht im Lager: Kommissionieren zwischen Regal, Scanner und Zeitfenster

Du startest mit einer Liste, prüfst den Wareneingang, suchst Artikel im Lager und stellst Bestellungen für den Versand zusammen. Genau in diesem Alltag steckt schon heute viel Routine: Kommissionieren, Beladen, Entladen, Verpacken, Versand und der Umgang mit Lagerverwaltungssystemen. Für Kommissioniererinnen und Kommissionierer bedeutet das: Der Beruf bleibt praktisch und körperlich, aber die digitale Steuerung greift stärker in die Abläufe ein. Stand: Juni 2026.

Der KI-Risiko Score von 66 zeigt vor allem eines: Viele Kerntätigkeiten sind technisch gut strukturierbar und damit grundsätzlich automatisierbar. Das heißt aber nicht, dass der Beruf verschwindet. Das IAB betont seit Jahren, dass ein hohes Substituierbarkeitspotenzial in Deutschland historisch selten zu tatsächlichem Beschäftigungsabbau geführt hat. Häufig verändert sich der Beruf von innen: weniger reine Routine, mehr Steuerung, Kontrolle und Ausnahmebearbeitung.

Wie sich die Arbeit von Kommissioniererinnen und Kommissionierern verändert

Im Lager sind die besonders gut planbaren Tätigkeiten am stärksten unter Druck. Dazu zählen Transport- und Lagertechnik, Förderanlagen und Transportgeräte bedienen, Automatisches Kleinteilelager (AKL), Kommissioniersysteme und das Erstellen von Versandpapieren. Solche Abläufe lassen sich durch Scanner, Software, automatische Fördertechnik und Lagerroboter zunehmend standardisieren. Auch wenn nicht alles ersetzt wird, verschiebt sich der Schwerpunkt: weg vom manuellen Suchen und Hin- und Herfahren, hin zu Überwachung, Nachsteuerung und Qualitätskontrolle.

Das passt zu einem Befund des IAB: Das Substituierbarkeitspotenzial ist zuletzt besonders in Expertenberufen stark gestiegen, aber auch in stark strukturierten Arbeitsfeldern wie Logistik wirkt der Trend in den betrieblichen Ablauf hinein. Für dich heißt das: Die Frage ist weniger, ob dein Beruf „weg“ ist, sondern welche Teile davon automatisiert werden und welche du künftig stärker beherrschst.

Wichtig ist auch der internationale Blick. Das IWF schätzt, dass weltweit rund 40 % der Jobs KI-exponiert sind; in Industrieländern wie Deutschland liegt der Wert wegen der vielen kognitiven Tätigkeiten noch deutlich höher. In der Logistik betrifft das nicht nur Büroarbeiten, sondern auch die digitale Taktung des Lagers. Gleichzeitig zeigt die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Arbeitskonversationen: Besonders gut funktionieren KI-Systeme dort, wo Informationen beschafft, Texte geschrieben, erklärt und kommuniziert werden. Körperliche Arbeit gehört dagegen zu den Bereichen mit geringerer Anwendbarkeit. Für den Kommissionieralltag heißt das: KI übernimmt eher Planung, Sortierung, Dokumentation und Assistenz als das Greifen, Tragen und Bewegen selbst.

Wer im Beruf Kommissionierer/in gewinnt

Gewinnen werden vor allem die, die nicht nur „abarbeiten“, sondern Abläufe verstehen. Besonders wertvoll bleiben Warenannahme, Wareneingangskontrolle, Lagerorganisation, -verwaltung und der sichere Umgang mit digitalen Lagerprozessen. Wenn du erkennst, warum ein Auftrag stockt, wie Bestände sauber geführt werden und wo Fehler entstehen, wirst du in einem stärker automatisierten Lager wichtiger, nicht unwichtiger.

Auch persönliche Kompetenzen rücken stärker in den Vordergrund. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit sind im Lager keine Nebensache. Je mehr Systeme standardisieren, desto wichtiger wird es, Abweichungen früh zu melden, im Team sauber zu übergeben und unter Zeitdruck präzise zu arbeiten. Genau hier bleibt der Mensch oft überlegen: bei Prioritäten im Tagesgeschäft, bei unklaren Lieferlagen, bei beschädigter Ware oder wenn ein Prozess im System nicht zu dem passt, was im Regal liegt.

Ein zweiter Gewinner-Typ sind Beschäftigte, die mit Unterstützung arbeiten statt gegen Technik. Pick-by-Voice und Pick-by-Light sind dafür gute Beispiele. Solche Systeme machen Kommissionieren nicht überflüssig, sondern führen durch den Prozess. Das senkt Fehlerraten und entlastet körperlich. Wer diese Hilfsmittel sicher nutzt, hat im Lager meist bessere Karten als jemand, der nur die alte manuelle Arbeitsweise beherrscht.

Weiterbildung für Kommissionierer/in: vom Ausführen zum Steuern

Für deinen Beruf ist Weiterbildung kein Zusatz, sondern Schutz vor Stillstand. Besonders sinnvoll sind Schulungen in Lagerverwaltungssystemen, in digitaler Bestandspflege und in der Bedienung automatisierter Lagertechnik. Wenn du verstehst, wie ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) funktioniert oder wie Kommissioniersysteme Aufträge priorisieren, kannst du Aufgaben schneller einordnen und Störungen besser lösen.

Die Stellenmarktdaten zeigen außerdem: Nach dem ChatGPT-Start sanken Ausschreibungen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten, während analytische, technische und kreative Arbeit zulegten. Für die Logistik bedeutet das nicht, dass nur noch Bürokenntnisse zählen. Aber es spricht dafür, dass Betriebe Menschen suchen, die Routine sicher beherrschen und gleichzeitig digital mitdenken. Genau deshalb werden auch Fähigkeiten rund um Kontrolle, Monitoring und Steuerung wichtiger. Die deutsche Forschung zum Aufgabenwandel zeigt, dass KI innerhalb von Berufen vor allem klassische Bearbeitung reduziert, während Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen.

Praktisch heißt das für dich:

  • Lerne die digitalen Abläufe in deinem Lager sehr genau.
  • Übe den Umgang mit Scanner, Software und Assistenzsystemen.
  • Stärke deine Kenntnisse in Lagerorganisation, -verwaltung und Warenannahme, Wareneingangskontrolle.
  • Trainiere, Störungen zu erkennen und sauber zu melden.
  • Bleib offen für neue Technik wie automatisierte Förderanlagen oder sprachgestützte Kommissionierung.

Der Beruf wird nicht weniger gebraucht, aber er wird anders. Wer nur die reine Handbewegung beherrscht, gerät eher unter Druck. Wer Prozesse versteht, zuverlässig arbeitet und digitale Hilfen souverän einsetzt, bleibt gefragt.

Was das für deinen Alltag im Lager bedeutet

Für Kommissioniererinnen und Kommissionierer ist KI vor allem ein Werkzeug im Hintergrund. Sie plant, sortiert, dokumentiert und lenkt. Du bleibst dort wichtig, wo echte Warenbewegung, Fehlerkontrolle und flexible Reaktion gefragt sind. Die größte Stärke liegt künftig in der Verbindung aus Tempo, Genauigkeit und Systemverständnis. Genau dort kann dein Beruf an Wert gewinnen.

Erwähnte KI-Tools

LagerverwaltungssystemeKommissioniersystemePick-by-VoicePick-by-LightAutomatisches Kleinteilelager (AKL)

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Kommissionierer/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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