Analyse läuft

Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

MITTLERES RISIKO

55%2013
64%2016
64%2019
64%2022
51%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte im landwirtschaftlich-technischen Laboratorium

Das übernimmt KI.

15 von 27 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Ackerbau0%
Bodenkunde0%
Probenahme0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
Laborarbeiten, Labortechnik0%
Lebensmitteluntersuchung0%
Chemische Untersuchungs- und Messverfahren0%
Physikalische Mess-, Prüfverfahren0%
Mikroskopieren0%
Bakteriologische Untersuchungen0%
Dokumentation (technisch)0%
Futtermittelanalysen0%
Futtermittelgewinnung0%
Milcherzeugung0%
Tierhaltung0%

Du bleibst relevant.

Landwirtschaftlich-technische Laboranten und Laborantinnen übernehmen Laborarbeiten im landwirtschaftlichen Versuchs-und Untersuchungswesen. Hier analysieren sie unter anderem Saatgut, Futterund Düngemittel, Bodenproben oder Krankheitserreger bei Nutztieren.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Systematisches- methodisches Vorgehen
Mobilität
Gewissenhaftigkeit
Zuverlässigkeit

Gehalt

3.739 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.170 €

Oberes Viertel

4.443 €

Fachliche Stärken i

AnalyseTabellenkalkulation Excel (MS Office)Gesundheitsplanung, -managementManagementÖffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

3.472

Beschäftigte i

411

Offene Stellen i

Arbeitslose i

142

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

64%60%55%
20132022: 64%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

3.472+9% seit 2012
3.6553.4163.176
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.739 €+32%
4.443 €3.306 €2.169 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
28Stellen 2024
142Arbeitslose 2024
1568513
20122024

Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in im KI-Check: die Daten im Detail

Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in erreicht im KI-Check einen Score von 51%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik (51%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 64% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 27 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 15 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Ackerbau, Bodenkunde, Probenahme, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik und Lebensmitteluntersuchung und 9 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Pflanzenzucht, Biologischer Pflanzenschutz, Pflanzenschutz, Versuchsdurchführung und -auswertung, Biotechnologie und Mikrobiologie und 6 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 3.472 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 3% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.739 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.170 € bis 4.443 €), gestiegen um 14% seit 2019. Zuletzt waren rund 411 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Analyse, Tabellenkalkulation Excel (MS Office), Gesundheitsplanung, -management, Management und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Systematisches- methodisches Vorgehen, Mobilität und Gewissenhaftigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Forschung & Technik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Probenahme, Laborarbeiten und Messverfahren: Wo KI den Alltag eines landwirtschaftlich-technischen Labors verändert

Bei der Probenahme, in Laborarbeiten, bei chemischen Untersuchungs- und Messverfahren und in physikalischen Mess- und Prüfverfahren steckt für landwirtschaftlich-technische Laborant:innen heute schon viel Routinearbeit. Genau dort setzt KI an: Sie kann Befunde vorsortieren, Muster erkennen, Messreihen prüfen und die Dokumentation (technisch) beschleunigen. Der Beruf steht damit an einer typischen Schnittstelle aus Analyse, Sorgfalt und Praxisnähe. Der KI-Risiko-Score von 51 passt gut zu diesem Bild: mittleres Risiko, aber kein Beruf, der einfach verschwindet. Stattdessen verschiebt sich die Arbeit spürbar innerhalb des Berufs.

Stand: Juni 2026 ist wichtig: Die Daten zeigen nicht, dass KI den Beruf pauschal ersetzt. Sie verändert vor allem, welche Schritte im Ablauf stärker automatisierbar werden und welche Schritte menschliche Kontrolle brauchen.

Was KI in der Landwirtschaftlich-technische/n Laborant/in schon übernehmen kann

Besonders anfällig für KI sind Tätigkeiten, die stark regelbasiert, wiederholbar und datengetrieben sind. Dazu gehören im Laboralltag etwa:

  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung mit standardisierten Prüfroutinen
  • Laborarbeiten, Labortechnik bei wiederkehrenden Abläufen
  • Lebensmitteluntersuchung und Auswertung von Messreihen
  • Futtermittelanalysen mit Vergleich gegen Referenzwerte
  • Dokumentation (technisch), Protokolle und Befundzuordnung
  • Mikroskopieren dort, wo Bildmuster digital voranalysiert werden können
  • Bakteriologische Untersuchungen, wenn KI auffällige Muster markiert
  • Chemische Untersuchungs- und Messverfahren bei der Plausibilitätsprüfung

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt ein Muster, das gut zu diesem Beruf passt: KI ist besonders stark bei Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Genau solche unterstützenden Schritte fallen auch in Laboren an — etwa beim Formulieren von Berichten, beim Vorbereiten von Prüfunterlagen oder beim Zusammenführen von Ergebnissen aus mehreren Messverfahren.

Hinzu kommt der Arbeitsmarkttrend: Nach dem ChatGPT-Start sind Ausschreibungen für strukturierte, repetitive Tätigkeiten gesunken, während analytische, technische und kreative Arbeit zulegte. Das trifft einen Laborberuf nicht im Kern, aber in seinen standardisierten Randbereichen schon deutlich.

Was menschlich bleibt in der Landwirtschaftlich-technische/n Laborant/in

Trotz KI bleibt der Beruf stark an reale Proben, praktische Erfahrung und fachliche Einordnung gebunden. Vor allem dort, wo biologische Systeme unübersichtlich sind oder Ergebnisse nicht einfach aus Standardmustern abgeleitet werden können, braucht es Menschen. Dazu gehören:

  • Pflanzenzucht und die Bewertung von Versuchsergebnissen
  • Biologischer Pflanzenschutz und Pflanzenschutz in komplexen Situationen
  • Versuchsdurchführung und -auswertung mit wissenschaftlichem Urteilsvermögen
  • Biotechnologie, Mikrobiologie, Parasitologie und Virologie
  • Phytopathologie bei schwer interpretierbaren Schadbildern
  • Tierseuchenbekämpfung, Tierüberwachung mit Verantwortung für Folgen und Prioritäten
  • Milchwirtschaft und Tierproduktion, wenn Erfahrungswissen zählt

Gerade hier liegt die Stärke des Berufs: KI kann Ergebnisse vorschlagen, aber sie ersetzt nicht die Entscheidung, ob ein Befund fachlich plausibel ist. Auch die deutsche Studie zum Wandel von Berufen zeigt: KI verschiebt den Aufgabenmix innerhalb eines Berufs. Klassische Bearbeitung schrumpft, Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen. Für landwirtschaftlich-technische Laborant:innen heißt das: weniger stumpfe Routine, mehr Kontrolle, Einordnung und Qualitätssicherung.

Das passt auch zur internationalen Einordnung von Anthropic: In vielen Berufen dominiert nicht Automation, sondern Augmentation — also die Zusammenarbeit von Mensch und KI. Für einen Laborberuf ist das besonders plausibel, weil Präzision, Verantwortlichkeit und Kontextwissen zusammenkommen.

Was Beschäftigte in der Landwirtschaftlich-technische/n Laborant/in jetzt tun können

Wer in diesem Beruf arbeitet, sollte KI nicht als Ersatz, sondern als Werkzeug zur Entlastung verstehen. Sinnvoll sind vor allem drei Schritte:

  • Digitale Routinen stärken: Wer Tabellenkalkulation Excel (MS Office) sicher nutzt, kann Messreihen, Plausibilitätschecks und Dokumentation besser mit KI-gestützten Systemen verbinden.
  • Analysekompetenz ausbauen: Die Fähigkeit zur Analyse, zu systematischem-methodischem Vorgehen und zur Qualitätskontrolle wird wichtiger, nicht unwichtiger.
  • Vom Ausführen ins Überwachen wechseln: Je besser du Laborprozesse verstehst, desto eher kannst du KI-Ergebnisse prüfen, Fehler erkennen und Ausreißer bewerten.

Dazu kommen persönliche Stärken, die im Beruf ohnehin gefragt sind: Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Mobilität. Gerade in einem Bereich, in dem Proben aus Feld, Stall oder Produktion in den Laborprozess gelangen, bleibt Schnittstellenarbeit entscheidend.

Ein Blick auf die Beschäftigungs- und Gehaltsentwicklung zeigt zudem: Der Beruf ist nicht auf dem Rückzug. Die Zahl der Beschäftigten ist über die Jahre gewachsen, und auch das Einkommen hat sich spürbar entwickelt. Das spricht eher für eine stabile Fachrolle als für ein Auslaufmodell.

Unterm Strich ist die Lage klar: KI kann dir im Labor viel Routine abnehmen, besonders bei Dokumentation, Vorprüfung und Mustererkennung. Deine Zukunft liegt aber dort, wo biologische, chemische und technische Befunde zusammenkommen und fachlich bewertet werden müssen. Wer sich in Richtung Prüfkompetenz, Monitoring und digitale Auswertung entwickelt, bleibt in diesem Beruf gut aufgestellt.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotExcel (MS Office)

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Landwirtschaftlich-technische/r Assistent/inForschung & Technik
51%
Pflanzenschutzlaborant/inForschung & Technik
46%
Pflanzentechnologe/-technologinForschung & Technik
38%
Alle Berufe in Forschung & Technik im KI-Check →

Häufige Fragen zu Landwirtschaftlich-technische/r Laborant/in