KI und der Beruf Maler/in und Lackierer/in - Restaurierungsarbeiten: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat auch in der Maler- und Lackiererbranche Einzug gehalten, insbesondere im Bereich der Restaurierungsarbeiten. Mit einem KI-Risiko-Score von 22% gilt dieser Beruf als mittelgefährdet, was bedeutet, dass bestimmte Aufgaben durch KI automatisiert werden könnten. Der Einsatz von KI in diesem Bereich ist aktuell noch relativ gering, mit einem realen Einsatz von nur 7% laut Studien. Dennoch wächst das Potenzial: Laut dem IAB hat der Beruf ein Automatisierungspotenzial von 23%. Das bedeutet, dass einige Routineaufgaben in naher Zukunft möglicherweise von KI-Systemen übernommen werden könnten.
Ein einfaches Beispiel: Früher hast du vielleicht stundenlang Farbmuster verglichen, um die perfekte Farbe für eine Restaurierung zu finden. Heute könnte ein KI-Tool dir in kürzester Zeit die besten Optionen vorschlagen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits jetzt gibt es verschiedene KI-Tools, die dir als Maler/in und Lackierer/in bei Restaurierungsarbeiten helfen können.
- PaintJet: Diese Software gibt dir Farb- und Materialempfehlungen, basierend auf historischen Daten und aktuellen Farbtrends. So kannst du sicher sein, dass deine Auswahl sowohl ästhetisch als auch historisch korrekt ist.
- MALER.ai: Mit dieser Anwendung kannst du historische Maltechniken analysieren, um die richtigen Restaurierungsmethoden zu finden. Das spart Zeit und verbessert die Qualität deiner Arbeit.
- CAD-Software mit KI-Integration: Programme wie AutoCAD optimieren Restaurierungspläne und erstellen genaue Materiallisten. Du musst also weniger Zeit mit der Planung verbringen und kannst dich mehr auf die Ausführung konzentrieren.
- 3D-Scanning-Tools: Software wie Matterport ermöglicht die digitale Erfassung von Gebäuden. So kannst du präzise Restaurierungspläne erstellen und historische Details bewahren, was dir hilft, ausgezeichnete Ergebnisse zu liefern.
All diese Tools übernehmen Routineaufgaben und ermöglichen dir, deine handwerklichen Fähigkeiten noch besser zur Geltung zu bringen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des technologischen Fortschritts gibt es menschliche Fähigkeiten, die auch in Zukunft unersetzlich bleiben. Kreativität, handwerkliches Geschick und das Gespür für Ästhetik sind Eigenschaften, die KI nicht bieten kann.
Bei der Restaurierung denkst du oft an mehr als nur die Technik. Du musst die Geschichte eines Raumes oder Objekts verstehen und Entscheidungen treffen, die über die reine Anwendung von Farbe hinausgehen. Wenn du etwa das richtige Gefühl für die Farbnuancen eines historischen Gebäudes hast, kann dir kein KI-Tool den kreativen Input ersetzen, den du als Mensch einbringst.
Was sich in der Branche gerade tut
In Deutschland wird die Digitalisierung der Restaurierung immer wichtiger. Viele Betriebe setzen verstärkt auf digitale Werkzeuge, um die Planung und Ausführung ihrer Arbeiten effizienter und genauer zu gestalten. Augmented Reality (AR) ist ein weiterer Trend, der dir helfen kann, verschiedene Farb- und Materialkombinationen visuell zu testen, bevor du mit der Arbeit beginnst. Zudem wird der Einsatz nachhaltiger Materialien durch KI unterstützt, was für viele Kunden zunehmend wichtiger wird.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland etwa 714 Beschäftigte im Bereich Maler/in und Lackierer/in mit dem Schwerpunkt Restaurierungsarbeiten. Die Gehälter liegen im Median bei 3.248 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 2.773 bis 3.591 Euro. Während der Einsatz von KI zunimmt, ist es wichtig zu wissen, dass in den nächsten Jahren die Beschäftigungszahlen für diesen Beruf stabil bleiben werden. Das IAB prognostiziert, dass die Zahl der Beschäftigten in den kommenden Jahren konstant bleibt, auch wenn sich die Anforderungen durch die Technik verändern.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Es ist wichtig, sich proaktiv auf die Veränderungen in deinem Berufsfeld einzustellen. Hier sind drei konkrete Schritte, die du in dieser Woche umsetzen kannst:
- Online-Kurse belegen: Plattformen wie Udemy oder Coursera bieten kostengünstige Kurse zu digitalen Werkzeugen im Bau- und Restaurierungsbereich. Starte mit einem Kurs über CAD-Software oder digitale Farbtheorie.
- An Webinaren teilnehmen: Viele Fachverbände bieten kostenlose oder kostengünstige Schulungen zu neuen Technologien und Materialien an. Suche nach Veranstaltungen in deiner Region oder online.
- YouTube-Kanäle abonnieren: Es gibt zahlreiche Tutorials, die sich mit digitalen Werkzeugen und Techniken im Bereich Malerei und Lackierung beschäftigen. Schau dir einige an, um deine Kenntnisse zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Maler/in und Lackierer/in - Restaurierungsarbeiten
Die KI-Technologie wird deinen Beruf verändern, aber viele deiner Fähigkeiten bleiben unersetzlich. Indem du dich mit digitalen Werkzeugen vertraut machst und deine Kreativität pflegst, kannst du auch in Zukunft erfolgreich sein. Die wichtigste Botschaft ist: Sei offen für Veränderungen und nutze die Chancen, die dir KI bietet!