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Ökonom/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

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MITTLERES RISIKO

17%2013
33%2016
33%2019
42%2022
55%2026*
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Experten in Wirtschaftswissenschaften (ohne Spezialisierung)

Das übernimmt KI.

11 von 30 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Außenhandel0%
Buchführung, Buchhaltung0%
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Du bleibst relevant.

Ökonomen und Ökonominnen lösen oder erforschen betriebsübergreifende und gesamtwirtschaftliche Problemstellungen bzw. betriebswirtschaftliche Fragestellungen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Analytische Fähigkeiten
Eigenverantwortung
Initiative

Gehalt

6.764 €

Median / Monati

Fachliche Stärken i

AnalyseWirtschaftswissenschaftenManagementEntwicklungBetriebswirtschaftslehre

6.725

Beschäftigte i

570

Offene Stellen i

Arbeitslose i

698

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

42%30%17%
20132022: 42%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

6.725-25% seit 2012
8.9257.8256.725
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

6.764 €+8%
6.764 €5.868 €4.971 €
20202024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
46Stellen 2024
698Arbeitslose 2024
89546229
20122024

Ökonom/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 55% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Ökonom/in verändern könnte. Damit liegt Ökonom/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Sonstige Berufe, der bei 45% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 42% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 30 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 11 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Außenhandel, Buchführung, Buchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Vertrieb und Controlling und 5 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Marketing, Personalwesen, Management, Operations Research und Projektmanagement und 13 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 6.725 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 5% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 6.764 € pro Monat. Zuletzt waren rund 570 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Analyse, Wirtschaftswissenschaften, Management, Entwicklung und Betriebswirtschaftslehre. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Analytische Fähigkeiten und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Sonstige Berufe · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Ökonom/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Ökonom/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Ökonominnen und Ökonomen arbeiten oft genau dort, wo KI besonders schnell Wirkung entfaltet: bei Analyse, Statistik, Kalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling und bei der Aufbereitung von Daten für Entscheidungen. Stand: Juni 2026 ist das kein Zeichen dafür, dass der Beruf verschwindet. Es heißt vor allem: Ein Teil der Routinen wird schneller, ein anderer Teil gewinnt an Bedeutung. Der KI-Risiko-Score von 55 zeigt deshalb vor allem ein mittleres Veränderungsniveau: spürbarer Druck auf einzelne Tätigkeiten, aber weiterhin viel Raum für fachliche Einordnung und Verantwortung.

Was KI in der Ökonom/in-Arbeit übernimmt

Besonders gut automatisierbar sind Tätigkeiten, bei denen es um strukturierte Informationen, Muster und standardisierte Auswertungen geht. Dazu zählen in diesem Beruf vor allem Buchführung, Buchhaltung, Kalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling, Teile von Revision sowie das Vorbereiten von Berichten und Entscheidungsgrundlagen. Auch in angrenzenden Feldern wie Außenhandel oder bei der Prüfung von Regeln aus Steuerrecht, Handelsrecht, Verwaltungsrecht und Bürgerliches Recht, Zivilrecht kann KI unterstützen, indem sie Texte vorstrukturiert, Dokumente zusammenfasst oder Auffälligkeiten markiert.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt, dass KI vor allem dort stark ist, wo Informationen beschafft, Texte geschrieben, erklärt und kommuniziert werden. Genau hier liegen auch viele typische ökonomische Arbeitsanteile: Daten sichten, Argumente ordnen, Reports entwerfen, Standardschreiben vorbereiten. Dass der Arbeitsmarkt nach dem ChatGPT-Start bei strukturierten, repetitiven Tätigkeiten deutlich zurückging, passt zu diesem Muster: Nicht jede Aufgabe verschwindet, aber Routinearbeit wird seltener neu ausgeschrieben.

Für Ökonominnen und Ökonomen heißt das auch: Aufgaben, die früher viel Zeit für Vorarbeit brauchten, werden schneller erledigt. Das kann hilfreich sein, wenn du z. B. Szenarien vorbereitest, Kennzahlen vergleichst oder erste Entwürfe für Analysen brauchst. Gleichzeitig verschiebt sich der Wert deiner Arbeit weg vom reinen Erzeugen von Zahlen und Texten hin zur Frage, welche Schlüsse daraus wirklich tragfähig sind.

Was bei Ökonom/in menschlich bleibt

Nicht alles, was in diesem Beruf zählt, lässt sich gut automatisieren. Besonders wichtig bleiben Kundenberatung, -betreuung, Management, Projektmanagement, Marktforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Personalwesen, Wirtschaftspolitik, Makroökonomie, Mikroökonomie und Wirtschaftstheorie. Hier geht es nicht nur um Daten, sondern um Zielkonflikte, Kontext, Interessen und Verantwortung.

Genau hier liegt der Kern des Berufs: Du musst nicht nur rechnen, sondern bewerten. Eine gute ökonomische Entscheidung hängt oft davon ab, ob du Annahmen hinterfragst, Unsicherheiten benennst und Folgen für unterschiedliche Gruppen mitdenkst. KI kann dir Modelle, Textbausteine und Varianten liefern. Sie kann aber nicht selbst entscheiden, welche Kennzahl in einer konkreten Lage wirklich zählt oder wie du ein wirtschaftliches Ergebnis gegenüber Führung, Kollegium oder Kundschaft vermittelst.

Auch Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Analytische Fähigkeiten, Eigenverantwortung und Initiative bleiben zentral. Das passt zu einem zweiten Befund aus der Forschung: Der IWF geht davon aus, dass in Industrieländern ein deutlich größerer Teil der Jobs von KI exponiert ist als weltweit, weil dort mehr kognitive Tätigkeiten vorkommen. Gerade bei solchen Berufen verlagert sich die Arbeit aber häufig nach innen: weg von Bearbeitung, hin zu Prüfung, Steuerung und Einordnung. Anthropic beschreibt diesen Trend ebenfalls als überwiegend unterstützend statt ersetzend.

Was du als Ökonom/in jetzt tun kannst

Wenn du in diesem Beruf arbeitest, lohnt sich kein Abwehrmodus, sondern ein Umbau deiner eigenen Arbeitsweise. Besonders sinnvoll sind diese Schritte:

  • Nutze KI für Voranalyse, Strukturierung, Textentwürfe und erste Varianten, aber prüfe Annahmen und Ergebnisse immer selbst.
  • Stärke deine Rolle in Management, Projektmanagement und Kundenberatung, -betreuung, weil dort Urteilskraft und Abstimmung schwer ersetzbar sind.
  • Baue bewusst Kompetenz in Statistik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre aus, damit du Daten nicht nur lesen, sondern auch sauber einordnen kannst.
  • Übe, Ergebnisse für verschiedene Zielgruppen zu übersetzen: Fachkollegium, Führung, Kundschaft, Öffentlichkeit.
  • Arbeite an Themen, die KI nicht gut beherrscht: Priorisierung, Zielkonflikte, Plausibilitätsprüfung, Verantwortung.

Für die Berufsrealität bedeutet das: Wer KI sicher in die tägliche Arbeit integriert, gewinnt Tempo und Spielraum. Wer dagegen nur Routinen abarbeitet, steht eher unter Druck. Das gilt umso mehr, weil im Berufsfeld die Beschäftigung in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Der Hebel liegt daher weniger in „mehr Output“, sondern in besserer Beratung, belastbareren Entscheidungen und klarerem wirtschaftlichem Urteil.

Was Ökonom/in-Beschäftigte aus dem KI-Wandel machen können

Die wichtigsten Chancen liegen in der Verbindung von Fachwissen und Werkzeugkompetenz. KI kann dir helfen, Muster in großen Datenmengen schneller zu sehen, Berichte vorzubereiten oder Alternativen gegeneinander abzuwägen. Der eigentliche Mehrwert entsteht aber erst, wenn du die Ergebnisse in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft, Sozialökonomie und Wirtschaftspolitik einordnest.

Gerade weil der Beruf einen mittleren KI-Risiko-Score hat, ist die wahrscheinlichste Entwicklung kein Ersatz, sondern eine Verschiebung der Tätigkeiten. Weniger Zeit für Routine, mehr Zeit für Urteil, Kommunikation und Steuerung. Das ist anspruchsvoll, aber auch eine Chance: Ökonominnen und Ökonomen, die KI als Arbeitsmittel beherrschen, werden nicht weniger gebraucht — sie arbeiten an den Stellen, an denen Entscheidungen wirklich getroffen werden.

Erwähnte KI-Tools

CopilotChatGPTLLM-gestützte Analyse-Tools

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Ökonom/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Ökonom/in