Analyse läuft

Perückenmacher/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

NIEDRIGES RISIKO

0%2013
0%2016
0%2019
11%2022
23%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte im Friseurgewerbe

Das übernimmt KI.

2 von 14 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Verkauf0%
Frisurengestaltung0%

Du bleibst relevant.

Perückenmacher/innen beraten Kunden bei der Auswahl von Haarsystemen. Sie fertigen Perücken, Toupets oder Haarteile an und gestalten sie.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Schöpferische Fähigkeit
Zuverlässigkeit
Dialogfähigkeit Kundenorientierung

Gehalt

2.145 €

Median / Monati

Unteres Viertel

1.753 €

Oberes Viertel

2.423 €

108.264

Beschäftigte i

5.648

Offene Stellen i

Arbeitslose i

10.023

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

11%6%0%
20132022: 11%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

108.264-23% seit 2012
140.176124.220108.264
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

2.145 €+65%
2.423 €1.713 €1.003 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
3.318Stellen 2024
10.023Arbeitslose 2024
10.2376.7783.318
20122024

Perückenmacher/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Perückenmacher/in beträgt 23%. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt des Berufsfelds Dienstleistungen (19%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 11% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 14 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 2 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Verkauf und Frisurengestaltung. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Dauerwellen, Frisuren im Damenfach, Frisuren im Herrenfach, Haarefärben und Haarfönen und 6 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 108.264 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 20% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 2.145 € pro Monat (mittlere 50 %: 1.753 € bis 2.423 €), gestiegen um 27% seit 2019. Zuletzt waren rund 5.648 offene Stellen ausgeschrieben.

Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Schöpferische Fähigkeit und Zuverlässigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Dienstleistungen · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Perückenmacher/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Perückenmacher/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Perückenmacher/innen liegen mit einem KI-Risiko-Score von 23 etwas über dem Durchschnitt des Berufsfelds Dienstleistungen (19). Das heißt: Die Tätigkeit ist nicht „KI-gefährdet“ im Sinne eines schnellen Ersatzes, aber sie ist auch nicht weit weg von den Bereichen, in denen digitale Tools und generative KI zunehmend mitreden. Stand: Juni 2026 zeigt sich vor allem eines: Der Beruf verändert sich eher von innen als durch einen kompletten Wegfall.

Warum Perückenmacher/innen anders betroffen sind als viele andere Dienstleistungsberufe

Bei dir liegen die Kernaufgaben nah an direkter Kundenarbeit und handwerklicher Ausführung. Genau das schützt einen großen Teil der Tätigkeit. Kundenberatung, -betreuung, Typ-, Stil-, Farbberatung, Hautdiagnose, Mode-, Trendfrisuren, Perückenherstellung, -pflege, Dauerwellen, Frisuren im Damenfach, Frisuren im Herrenfach, Haarefärben, Haarfönen, Haarpflege und Haarschnitt bleiben stark an Situation, Geschmack, Gesichtsform, Haarstruktur und persönliche Ansprüche gebunden.

KI kann solche Arbeit unterstützen, aber sie ersetzt nicht ohne Weiteres das, was im Salon oder bei der Perückenanpassung vor Ort passiert: das Erkennen von Wünschen, das Einfühlen in Unsicherheiten, das Abwägen von Stil und Alltagstauglichkeit und das präzise handwerkliche Umsetzen. Besonders die Dialogfähigkeit Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Schöpferische Fähigkeit sind hier keine netten Extras, sondern Teil der eigentlichen Wertschöpfung.

Trotzdem sind zwei Tätigkeitsbereiche vergleichsweise leichter zu digitalisieren: Verkauf und Teile der Frisurengestaltung. Gemeint sind dabei nicht die Hände am Kopf oder an der Perücke, sondern die vorbereitenden und standardisierbaren Schritte: Terminvorbereitung, Produktinformation, Vorselektion von Varianten, digitale Inspirationssuche oder die schnelle Erstellung von Vorschlägen. Hier wird KI eher zum Assistenten als zum Ersatz.

Was die Studienlage für Perückenmacher/innen nahelegt

Die IAB-Analyse ist für diesen Beruf wichtig, weil sie nicht den Beruf als Ganzes betrachtet, sondern die Kerntätigkeiten. Genau dort zeigt sich: Selbst wenn einzelne Tätigkeiten technisch ersetzbar sind, führt das historisch selten direkt zu Beschäftigungsabbau. Häufig bremsen solche Effekte eher das Wachstum. Für dich bedeutet das: Der Beruf kann sich umsortieren, ohne dass er verschwindet.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Gesprächen passt ebenfalls gut zu deinem Arbeitsalltag. Am stärksten KI-anwendbar sind dort Tätigkeiten wie Schreiben, kommunizieren und Informationen beschaffen. Das sind zwar nicht die handwerklichen Kerntätigkeiten deiner Arbeit, aber sie treffen den Randbereich des Berufs: Beratungstexte, Produktbeschreibungen, Nachpflegehinweise, Social-Media-Posts, Termin- und Angebotskommunikation. Genau dort kann KI Zeit sparen und die Qualität der Vorbereitung verbessern.

Auch der IWF ordnet die Lage ein: In Industrieländern sind wegen des hohen Anteils an kognitiven Tätigkeiten deutlich mehr Jobs KI-exponiert als weltweit. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Jobs verschwinden. Für einen Beruf wie deinen ist die wichtige Frage nicht „Ersetzt KI den ganzen Beruf?“, sondern: Welche Teile lassen sich standardisieren, und welche bleiben eindeutig menschlich? Bei Perückenmacher/innen ist diese Trennlinie ziemlich klar sichtbar.

Welche Aufgaben in deinem Beruf sich mit KI verändern

KI wird in deinem Arbeitsalltag vor allem dort nützlich, wo Wiederholung, Text, Planung und Auswahl eine Rolle spielen:

  • bei der Kundenberatung, -betreuung als Vorbereitung auf Gespräche
  • bei Typ-, Stil-, Farbberatung als Ideengeber für Varianten
  • bei Mode-, Trendfrisuren als Inspirationsquelle
  • bei der digitalen Vorab-Auswahl von Produkten im Verkauf
  • bei Pflegehinweisen für Perückenherstellung, -pflege
  • bei Terminkommunikation, Angebotsformulierungen und Nachfassaktionen

Weniger gut geeignet ist KI dort, wo direkte Wahrnehmung, Fingerspitzengefühl und körperliche Präzision gefragt sind: Haarschnitt, Haarfönen, Haarpflege, Hautdiagnose, Dauerwellen und das lebendige Abstimmen auf die Person vor dir. Genau diese Mischung erklärt, warum der Beruf zwar berührt, aber nicht dominiert wird von KI.

Anthropic kommt 2026 außerdem zu dem Befund, dass KI-Nutzung in Berufen überwiegend augmentierend ist, also als Zusammenarbeit von Mensch und KI. Das passt gut zu deinem Feld: KI kann Vorschläge machen, sortieren und strukturieren — die Entscheidung, das Einfühlungsvermögen und die handwerkliche Umsetzung bleiben bei dir.

Fazit für Perückenmacher/innen: weniger Routine, mehr Beratung und Präzision

Für Perückenmacher/innen spricht viel dafür, dass sich der Beruf eher aufwertet als verschwindet. Der technische Kern ist nur begrenzt automatisierbar, während die menschliche Seite besonders wichtig bleibt. Gleichzeitig werden einfache Standardaufgaben, vor allem rund um Verkauf und Teile der Frisurengestaltung, stärker digital unterstützt.

Praktisch heißt das: Wer offen mit digitalen Werkzeugen umgeht, kann Zeit in der Vorbereitung sparen und mehr Energie in das legen, was Kundinnen und Kunden wirklich suchen — Sicherheit, Stilgefühl, passende Lösungen und verlässliche Ausführung. Der beste Schutz vor Verdrängung ist in diesem Beruf nicht Abschottung, sondern die Verbindung aus handwerklicher Qualität, Beratungskompetenz und einem souveränen Umgang mit neuen Tools.

Was das für deinen Arbeitsalltag bedeutet

  • Stärke deine Kundenberatung, -betreuung und deine Dialogfähigkeit Kundenorientierung.
  • Nutze KI als Helfer für Text, Inspiration und Vorstrukturierung.
  • Setze auf handwerkliche Qualität bei Perückenherstellung, -pflege, Haarschnitt und Hautdiagnose.
  • Entwickle ein gutes Gespür für Mode-, Trendfrisuren und individuelle Lösungen.
  • Bleib bei neuen Tools experimentierfreudig, aber klar in deiner fachlichen Entscheidung.

Erwähnte KI-Tools

Copilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Perückenmacher/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Damenfriseur/inDienstleistungen
25%
Friseur/inDienstleistungen
23%
Herrenfriseur/inDienstleistungen
23%
Meisterassistent/in - Kosmetik im FriseurhandwerkDienstleistungen
19%
Alle Berufe in Dienstleistungen im KI-Check →

Häufige Fragen zu Perückenmacher/in