Analyse läuft

Physikalisch-technische/r Assistent/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

NIEDRIGES RISIKO

50%2013
50%2016
50%2019
50%2022
43%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte im physikalisch-technischen Laboratorium

Das übernimmt KI.

12 von 18 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Messtechnik0%
Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung0%
Laborarbeiten, Labortechnik0%
Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)0%
Elektronik0%
Elektrotechnik0%
Halbleitertechnik0%
Lasertechnik0%
Schaltungstechnik0%
Datenübernahme, Datenaufbereitung0%
Programmieren0%
Physikalische Mess-, Prüfverfahren0%

Du bleibst relevant.

Physikalisch-technische Assistenten und Assistentinnen unterstützen Physiker/innen sowie Ingenieure und Ingenieurinnen bei der Durchführung und Auswertung physikalisch-technischer Untersuchungen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Teamfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit
Gewissenhaftigkeit
Eigenverantwortung
Organisationsfähigkeit

Gehalt

4.626 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.804 €

Oberes Viertel

5.726 €

Fachliche Stärken i

Microsoft OfficeWartung, Reparatur, InstandhaltungKalibrierenEntwicklungQualitätsprüfung, Qualitätssicherung

3.823

Beschäftigte i

162

Offene Stellen i

Arbeitslose i

123

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

50%50%50%
20132022: 50%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

3.823-18% seit 2012
4.6524.2383.823
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.626 €+32%
5.726 €4.269 €2.812 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
33Stellen 2024
123Arbeitslose 2024
1509030
20122024

Physikalisch-technische/r Assistent/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Physikalisch-technische/r Assistent/in beträgt 43%. Damit liegt Physikalisch-technische/r Assistent/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Forschung & Technik (51%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 50% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 18 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 12 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Messtechnik, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik, Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR), Elektronik und Elektrotechnik und 6 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Physik, Strahlenmesstechnik, Technische Physik, Vakuumtechnik, Versuchsdurchführung und -auswertung und Technische Mechanik — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 3.823 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 5% gesunken. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.626 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.804 € bis 5.726 €), gestiegen um 11% seit 2019. Zuletzt waren rund 162 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office, Wartung, Reparatur, Instandhaltung, Kalibrieren, Entwicklung und Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung. Auf persönlicher Ebene zählen Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Gewissenhaftigkeit und Eigenverantwortung.

Mehr dazu: alle Berufe in Forschung & Technik · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Physikalisch-technische/r Assistent/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Physikalisch-technische/r Assistent/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Bis 2030 verschiebt sich das Anforderungsprofil im Labor deutlich

Für eine:n Physikalisch-technische/n Assistent/in wird sich bis 2030 vor allem das Verhältnis zwischen Messen, Dokumentieren, Prüfen und Interpretieren verschieben. Routinen rund um Messtechnik, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung, Laborarbeiten, Labortechnik und Datenübernahme, Datenaufbereitung werden stärker von KI-gestützten Systemen vorbereitet, beschleunigt oder vorgefiltert. Das heißt nicht, dass diese Tätigkeiten verschwinden. Aber sie werden weniger manuell und mehr überwacht, kontrolliert und eingeordnet.

Genau hier liegt die Einordnung des KI-Risiko-Score von 43: Mittel, aber klar im Wandel. Der Beruf steht nicht an der Spitze der besonders gefährdeten Wissensberufe, ist aber auch kein Bereich, in dem KI nur am Rand auftaucht. Der Grund ist einfach: Viele Kerntätigkeiten sind strukturiert genug, um technisch unterstützt zu werden, während der eigentliche Laboralltag weiter Genauigkeit, Erfahrung und Kontextwissen verlangt.

Laut IAB hat KI in Deutschland bisher eher augmentierend gewirkt als ersetzend. Das passt gut zu diesem Beruf. Auch wenn einzelne Arbeitsschritte automatisierter werden, bleibt die Rolle des Menschen bei der Versuchsdurchführung und -auswertung, bei Abweichungen, bei schwierigen Messlagen und bei der Beurteilung technischer Zusammenhänge zentral.

Welche Aufgaben eines Physikalisch-technischen Assistenten schrumpfen

Besonders unter Druck geraten Tätigkeiten, die sich standardisieren lassen oder ohnehin stark datengetrieben sind:

  • Datenübernahme, Datenaufbereitung: Hier können Systeme Messreihen sortieren, prüfen, normalisieren und auffällige Werte markieren.
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung: KI kann Muster in Abweichungen schneller finden und Prüfprotokolle vorbereiten.
  • Messtechnik und Physikalische Mess-, Prüfverfahren: Bei wiederkehrenden Abläufen kann Automatisierung Kalibrier- und Ausleseschritte vereinfachen.
  • Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR), Elektronik, Elektrotechnik und Schaltungstechnik: Diagnose- und Assistenzsysteme helfen, Fehlerquellen einzugrenzen.
  • Programmieren: Standardcode, Skripte und Auswertungsroutinen lassen sich zunehmend mit KI vorstrukturieren.
  • Teile der Laborarbeiten, Labortechnik: Protokollierung, Dokumentation und einfache Auswertungen werden schneller unterstützt.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt, dass KI besonders stark dort greift, wo Informationen beschafft, Texte geschrieben, erklärt und kommuniziert werden. Genau diese Art von Tätigkeiten nimmt auch in technischen Laborberufen zu, sobald Ergebnisse dokumentiert, verglichen oder an andere Fachabteilungen weitergegeben werden.

Welche Kompetenzen als Physikalisch-technische/r Assistent/in wichtiger werden

Parallel wachsen die Aufgaben, die ein System nicht einfach “mitrechnet”, sondern bei denen Fachurteil und Verantwortung zählen:

  • Physik und Technische Physik als Denkrahmen für die richtige Einordnung von Messwerten
  • Strahlenmesstechnik bei speziellen, sicherheitskritischen oder normgebundenen Verfahren
  • Vakuumtechnik und Technische Mechanik, wenn Versuchsaufbau, Randbedingungen und Materialverhalten zusammenspielen
  • Versuchsdurchführung und -auswertung, weil Abweichungen, Störungen und Grenzfälle menschliches Verständnis brauchen
  • Kalibrieren und Wartung, Reparatur, Instandhaltung, weil Messqualität nur dann stabil bleibt, wenn Geräte zuverlässig funktionieren
  • Entwicklung, wenn du bestehende Aufbauten verbesserst oder neue Testabläufe mitgestaltest
  • Microsoft Office für saubere Dokumentation, Auswertungen und Übergaben

Genau dieser Mix macht den Beruf zukunftsfest: KI kann vorbereiten, sortieren und zusammenfassen. Aber sie ersetzt nicht ohne Weiteres das Verständnis für Messaufbauten, Toleranzen, technische Ursachen und das Zusammenspiel von Material, Gerät und Versuch.

Was der Arbeitsmarkt für Physikalisch-technische Assistenten signalisiert

Der Beruf ist kleiner geworden: Die Beschäftigung ist seit 2012 zurückgegangen, während das Einkommen gestiegen ist. Das deutet darauf hin, dass nicht einfach weniger Fachlichkeit gebraucht wird, sondern dass die Anforderungen anspruchsvoller geworden sind. Wer bleibt, arbeitet häufig näher an komplexen Prüfungen, Spezialaufgaben und qualitätskritischen Prozessen.

Auch international passt das Bild: Der IWF ordnet rund 40 % der Jobs weltweit als KI-exponiert ein; in Industrieländern wie Deutschland ist der Anteil wegen der stärkeren Gewichtung kognitiver Tätigkeiten noch höher. Genau deshalb trifft KI technische Assistenzberufe nicht nur bei einfachen Routinen, sondern auch bei Analyse-, Dokumentations- und Prüfschritten.

Die Anthropic-Auswertung zeigt zugleich: Bei realer KI-Nutzung dominiert Augmentation. Das ist für diesen Beruf eine gute Nachricht. Die meisten Anwendungen werden dich also eher unterstützen als vollständig ersetzen. Dein Vorteil entsteht dort, wo du KI-Ergebnisse fachlich kontrollierst, Messfehler erkennst und die technische Situation richtig bewertest.

Wie du dich als Physikalisch-technische/r Assistent/in jetzt aufstellst

Der wichtigste Schritt ist nicht, “gegen KI zu kämpfen”, sondern sie gezielt in deine technische Praxis einzubauen:

  • Übe, Messdaten mit KI schneller zu sortieren und trotzdem selbst zu plausibilisieren.
  • Nutze Assistenzsysteme für Dokumentation, Protokolle und erste Auswertungen, aber prüfe jede Schlussfolgerung fachlich.
  • Stärke dein Profil in Kalibrieren, Wartung, Reparatur, Instandhaltung und Fehlerdiagnose.
  • Baue Kompetenzen in Programmieren und Datenaufbereitung aus, vor allem für wiederkehrende Laboraufgaben.
  • Vertiefe Bereiche mit höherer fachlicher Tiefe wie Strahlenmesstechnik, Vakuumtechnik oder Technische Mechanik.
  • Trainiere die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen, weil technische Präzision im Labor fast immer Teamarbeit ist.

Was für Physikalisch-technische Assistenten jetzt zählt

Wenn du dich auf die nächsten Jahre vorbereitest, solltest du weniger auf Einzelaufgaben schauen als auf die Kette dahinter: messen, prüfen, dokumentieren, abgleichen, bewerten, verbessern. Genau diese Kette wird von KI nicht verschwinden, aber anders aussehen. Der eigentliche Vorteil liegt künftig nicht im schnelleren Abtippen von Werten, sondern im sicheren Umgang mit Unsicherheiten, Abweichungen und technischen Zusammenhängen.

Stand: Juni 2026. Für dich heißt das: Je besser du Messpraxis, technische Tiefe und digitale Assistenz zusammenbringst, desto stärker wird dein Profil. Der Beruf bleibt gefragt — aber nicht mehr als reine Ausführungsrolle, sondern als fachlich kontrollierende Schnittstelle zwischen Labor, Gerät und Daten.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft CopilotKI-gestützte Auswertungssysteme

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Physikalisch-technische/r Assistent/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Physiklaborant/inForschung & Technik
50%
Alle Berufe in Forschung & Technik im KI-Check →

Häufige Fragen zu Physikalisch-technische/r Assistent/in