KI und der Beruf Pressesprecher/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle des Pressesprechers hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mit einem KI-Risiko-Score von 87 % und einem Automatisierungspotenzial von 50 % hat die Technologie das Potenzial, viele Aufgaben zu übernehmen, die bisher Menschen vorbehalten waren. Dies bedeutet, dass Pressesprecher/innen sich zunehmend mit KI-gestützten Tools auseinandersetzen müssen, um ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Vergleichen wir das mit der Einführung von E-Mails in den 90er Jahren: Damals mussten viele Informationen noch per Post oder Telefon übermittelt werden, heute erledigen wir das blitzschnell digital.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Das Spektrum an Aufgaben, die KI für Pressesprecher/innen übernehmen kann, ist bereits beeindruckend. Tools wie Meltwater analysieren in Echtzeit relevante Nachrichten und Trends, sodass Pressesprecher/innen gezielt auf Medienberichterstattung reagieren können. Früher mussten Pressesprecher stundenlang in Zeitungen nach Berichten suchen; heute bekommen sie diese Informationen direkt auf ihren Bildschirm geliefert.
Mit Hootsuite können Pressesprecher/innen die Performance ihrer Social-Media-Beiträge auswerten. Die KI analysiert, welche Inhalte gut ankommen und welche nicht. Anstatt selbst Statistiken zu erstellen, können sie nun einfach auf die Empfehlungen des Tools zurückgreifen. BuzzSumo hilft dabei, relevante Themen zu finden, indem es die Medienberichterstattung analysiert. Und Grammarly sorgt dafür, dass Texte fehlerfrei und ansprechend sind. So bleibt mehr Zeit für kreative und strategische Aufgaben.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials bleibt der menschliche Faktor in der Pressearbeit entscheidend. Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Eigenverantwortung sind Fähigkeiten, die schwer automatisierbar sind. Der persönliche Kontakt zu Journalisten und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu kommunizieren, sind Stärken, die kein KI-Tool ersetzen kann.
Ein Beispiel: Wenn es darum geht, eine Pressekonferenz zu moderieren oder Krisenkommunikation zu betreiben, ist die persönliche Ansprache und das Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken gefragt. Diese menschlichen Fähigkeiten sind in der heutigen digitalen Welt nach wie vor unersetzlich.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell entwickeln sich in der Öffentlichkeitsarbeit zahlreiche Trends, die durch den Einsatz von KI geprägt sind. Automatisierte Medienanalysen sind im Kommen, um die öffentliche Meinung und Medienberichterstattung in Echtzeit zu überwachen. Unternehmen setzen zunehmend auf personalisierte Kommunikation, die durch KI-gestützte Tools ermöglicht wird. Zudem erkennen immer mehr Organisationen den Wert von Social Listening, um direkt auf die Gespräche in sozialen Medien zu reagieren.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit gibt es in Deutschland aktuell 4.215 Beschäftigte im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Die Zahl der offenen Stellen liegt bei 264. Das Median-Gehalt für Pressesprecher/innen beträgt etwa 6.642 € pro Monat. Während der reale Einsatz von KI in der Branche bereits bei 38 % liegt, zeigt ein IAB-Automatisierungspotenzial von 50 %, dass die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich in den nächsten Jahren stabil bleiben oder sogar steigen könnte. Der Arbeitsmarkt wird sich also verändern, jedoch nicht unbedingt schrumpfen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in der sich verändernden Arbeitswelt als Pressesprecher/in erfolgreich zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Online-Kurse: Nutze Plattformen wie Coursera, um kostenlose Kurse zu digitaler Kommunikation und PR-Strategien zu absolvieren. Diese Fähigkeiten werden immer wichtiger.
- Webinare besuchen: Halte dich über aktuelle Trends auf dem Laufenden, indem du an kostenlosen Webinaren des PR-Verbands Deutschland teilnimmst. Hier kannst du wertvolles Wissen erwerben und das Networking fördern.
- Social Media Fähigkeiten ausbauen: Experimentiere mit Tools wie Hootsuite oder Canva, um deine Kenntnisse im Bereich Social Media Management und visuelle Gestaltung zu vertiefen. Diese Fähigkeiten sind in der heutigen Pressearbeit unerlässlich.
Fazit: Deine Zukunft als Pressesprecher/in
Die Zukunft als Pressesprecher/in wird sich durch den Einsatz von KI und neuen Technologien verändern, jedoch bleiben viele menschliche Fähigkeiten unersetzlich. Nutze die Chancen der Digitalisierung, um deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und dich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Deine Kommunikationsfähigkeiten und deine Kreativität sind nach wie vor gefragt – das ist deine Stärke in der KI-Ära!