KI und der Beruf Requisiteur/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) hat längst Einzug in die kreative Branche gehalten und beeinflusst auch den Beruf des Requisiteurs. Mit einem KI-Risiko Score von 21% liegt dieser Job im mittleren Bereich, was bedeutet, dass einige Aufgaben durch Technologie unterstützt oder automatisiert werden können. Die IAB-Studie zeigt ein Automatisierungspotenzial von 25% auf, was bedeutet, dass ein gewisser Teil der Arbeit durch KI-Tools ersetzt werden könnte. Ein greifbarer Vergleich: Während ein Requisiteur früher viele Requisiten manuell ausgewählt und organisiert hat, können heute KI-gestützte Plattformen Vorschläge generieren, die diesen Prozess erheblich erleichtern.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits jetzt übernehmen verschiedene KI-Tools Aufgaben von Requisiteuren und machen den Arbeitsalltag effizienter:
- Artiphon: Diese Plattform hilft dabei, kreative Ideen visuell umzusetzen und passende Requisiten basierend auf bestehenden Designs zu finden. Früher mussten Requisiteure viel Zeit in die Recherche investieren, heute klicken sie einfach durch Vorschläge, die von der KI bereitgestellt werden.
- Adobe Creative Cloud: Mit Funktionen wie Adobe Sensei können Requisiteure Bilder von Requisiten schnell bearbeiten und kreative Prozesse unterstützen. Anstatt stundenlang mit Bildbearbeitung zu kämpfen, können sie nun automatisierte Tools nutzen.
- Miro: Diese Online-Whiteboard-Plattform verwendet KI zur Unterstützung bei der Planung und Entwicklung visueller Konzepte. Früher wurden solche Planungen oft in Meetings oder auf Papier festgehalten, nun geschieht dies digital und interaktiv.
- CineSync: Diese Software ermöglicht es Teams, in Echtzeit Feedback zu visuellen Inhalten zu geben, was besonders bei der Auswahl von Requisiten hilfreich ist. Statt auf zeitaufwändige Rückmeldungen zu warten, können Requisiteure sofortig Anpassungen vornehmen.
- 3D-Design-Tools wie Blender: Diese Programme optimieren den Designprozess und helfen, Requisiten in 3D zu visualisieren. Anstatt Modelle manuell zu erstellen, können Requisiteure auf KI-gestützte Designhilfen zurückgreifen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der fortschreitenden Automatisierung gibt es Fähigkeiten, die KI nicht ersetzen kann. Gerade in kreativen Berufen wie dem des Requisiteurs sind persönliche Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Dialogfähigkeit und Gewissenhaftigkeit unverzichtbar. Die Fähigkeit, mit verschiedenen Menschen zu kommunizieren, kreative Lösungen zu finden und Verantwortung zu übernehmen, sind Stärken, die KI nicht bieten kann. Zum Beispiel wird das Einfühlungsvermögen bei der Auswahl von Requisiten für bestimmte Szenen oder die persönliche Note in der Gestaltung immer von einem Menschen kommen müssen.
Was sich in der Branche gerade tut
In der deutschen Film- und Theaterbranche ist eine klare Tendenz zur Integration von KI in kreative Prozesse zu erkennen. Immer mehr Tools werden entwickelt, die Requisiteure bei der Ideenfindung und Umsetzung unterstützen. Gleichzeitig gibt es einen wachsenden Trend hin zu virtuellen Requisiten, die nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch die Kreativität fördern. Die Zusammenarbeit in virtuellen Räumen wird zur Norm, was die Kommunikation zwischen Requisiteuren und anderen Kreativen deutlich vereinfacht.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Requisiteure hat sich die Situation relativ stabil entwickelt. Aktuell sind in Deutschland 1.722 Requisiteure beschäftigt. Die Median-Gehälter liegen bei 4.034 € pro Monat, mit einer Gehaltsspanne zwischen 3.310 € und 4.762 €. Der aktuelle Bedarf zeigt sich auch in den 105 offenen Stellen, was darauf hindeutet, dass Requisiteure nach wie vor gefragt sind. Während der Einsatz von KI einige Aufgaben übernehmen könnte, werden die kreativen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten weiterhin benötigt, sodass die Anzahl der Jobs möglicherweise stabil bleibt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du im Beruf des Requisiteurs tätig bist oder in diesen Bereich einsteigen möchtest, gibt es einige konkrete Schritte, die du jetzt unternehmen kannst:
- Weiterbildung in Kreativtechnologien: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, um kostenlose Online-Kurse zu besuchen, die sich mit Kreativtechnologien und KI befassen. Hier lernst du, wie du KI-Tools effektiv einsetzen kannst.
- YouTube-Tutorials: Schau dir Tutorials zu Software wie Blender oder Adobe an. Diese sind oft kostenlos und bieten wertvolle Einblicke in die Nutzung von KI-gestützten Funktionen.
- Networking und Austausch: Nutze soziale Medien oder lokale Workshops, um dich mit anderen Requisiteuren auszutauschen. So kannst du von deren Erfahrungen mit KI-Tools und neuen Trends profitieren.
Fazit: Deine Zukunft als Requisiteur/in
Die Zukunft als Requisiteur/in ist spannend und herausfordernd. KI wird einige Aufgaben erleichtern, doch deine kreativen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Nutze die Chancen, die dir neue Technologien bieten, und setze auf Weiterbildung, um in der Branche weiterhin erfolgreich zu sein. Deine Kreativität und Expertise sind gefragt!