KI und der Beruf Techn. Assistent/in - Elektronik und Datentechnik: Was sich gerade verändert
Der Beruf des Technischen Assistenten oder der Technischen Assistentin in der Elektronik und Datentechnik steht vor großen Veränderungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Der KI-Risiko Score für diesen Beruf liegt bei alarmierenden 98%, was bedeutet, dass hier ein sehr hohes Automatisierungspotenzial besteht. Das IAB hat das Potenzial der Automatisierung in diesem Bereich auf 75% geschätzt. Das klingt vielleicht bedrohlich, aber es bedeutet auch, dass es enorme Möglichkeiten gibt, die durch KI geschaffen werden. Wer in diesem Bereich arbeitet, muss sich auf Veränderungen einstellen, aber auch die Chancen erkennen, die sich dadurch ergeben.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits jetzt übernehmen verschiedene KI-Tools Aufgaben, die früher manuell erledigt wurden. Zum Beispiel hilft Siemens MindSphere dabei, Daten aus Produktionsanlagen zu sammeln und auszuwerten, um Betriebsabläufe zu optimieren. Ein Technischer Assistent könnte früher regelmäßig manuell Daten sammeln und analysieren, heute kann er auf diese Software zurückgreifen und die Ergebnisse schneller und präziser erhalten.
Mit IBM Watson IoT können Wartungsarbeiten vorhergesagt werden, was bedeutet, dass Techniker nicht mehr nur reaktiv arbeiten, sondern proaktiv Störungen verhindern können. Das reduziert Ausfallzeiten und spart Kosten. Ein weiteres Beispiel ist SAP Leonardo, das Daten aus verschiedenen Quellen verarbeitet und KI-gestützte Analysen durchführt. Hier könnte ein Technischer Assistent in der Vergangenheit viel Zeit mit der Datenauswertung verbringen, was heutzutage automatisiert werden kann.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der Fortschritte in der KI gibt es Fähigkeiten, die auch in Zukunft unausweichlich menschlich bleiben. Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten und das Verständnis für komplexe Zusammenhänge sind menschliche Stärken, die schwer zu automatisieren sind. Zum Beispiel benötigt die Entwicklung neuer elektronischer Geräte oft kreatives Denken und innovative Ideen, die KI derzeit nicht leisten kann. Auch die Kommunikation und der Umgang mit Kunden sind Bereiche, in denen Menschen besser abschneiden, insbesondere wenn es darum geht, komplexe technische Sachverhalte verständlich zu erklären.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Elektronik- und Datentechnikbranche gibt es derzeit zahlreiche Entwicklungen, die durch den Einsatz von KI vorangetrieben werden. Automatisierung von Wartungsprozessen und die Integration von Internet of Things (IoT) mit KI-Technologien sind nur einige der Trends, die sich abzeichnen. Remote Monitoring, also die Fernüberwachung von Anlagen, wird zunehmend wichtiger, um effizienter zu arbeiten und Ausfallzeiten zu minimieren. Diese Trends zeigen, dass KI nicht nur Bedrohungen, sondern auch wertvolle Werkzeuge für die Branche mit sich bringt.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland rund 122.130 Beschäftigte im Bereich Elektronik und Datentechnik. Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 6.068 Stellen offen, was darauf hinweist, dass trotz des hohen Automatisierungspotenzials in diesem Bereich ein Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften besteht. Das Median-Gehalt liegt bei 4.350 Euro pro Monat, mit einer Gehaltsspanne zwischen 3.519 und 5.410 Euro. Diese Zahlen zeigen, dass, obwohl KI viele Aufgaben übernehmen kann, die Nachfrage nach Fachleuten, die diese Technologie verstehen und anwenden können, weiterhin hoch bleibt.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in diesem sich wandelnden Berufsfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Weiterbildung in KI und Datenanalyse: Plattformen wie Coursera und edX bieten kostenlose Online-Kurse, die dir den Umgang mit KI und Datenanalyse näherbringen. Viele dieser Kurse sind von renommierten Universitäten und können dir helfen, dein Wissen zu erweitern.
- IHK-Online-Seminare: Nutze die Angebote der Industrie- und Handelskammern, um dich in spezifischen Bereichen wie IT-Service-Management oder Wartung und Instandhaltung fortzubilden.
- Networking: Suche den Austausch mit anderen Fachleuten in deiner Branche. Besuche Messen oder Online-Webinare, um über die neuesten Trends informiert zu sein und Kontakte zu knüpfen.
Fazit: Deine Zukunft als Techn. Assistent/in - Elektronik und Datentechnik
Die Zukunft als Technischer Assistent oder Technische Assistentin in der Elektronik und Datentechnik bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen. KI wird zunehmend in deinem Beruf eingesetzt, was bedeutet, dass du dich anpassen und weiterbilden musst. Deine menschlichen Fähigkeiten werden jedoch nach wie vor gefragt sein. Nutze die angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten und bleibe am Puls der Zeit, um auch zukünftig erfolgreich in deinem Beruf zu sein.