KI und der Beruf Wirtschaftsinformatiker/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle des Wirtschaftsinformatikers oder der Wirtschaftsinformatikerin hat sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) erheblich gewandelt. Der KI-Risiko-Score für diesen Beruf liegt bei 78 %, was bedeutet, dass ein hohes Risiko besteht, dass bestimmte Aufgaben automatisiert werden. Dennoch bleibt die menschliche Expertise entscheidend, vor allem, wenn es um strategische Entscheidungen und Kommunikation geht. Denk an einen Vergleich: Früher war es wie eine Fahrt mit dem Auto, bei der du selbst das Steuer in der Hand hattest. Heute gibt es zwar viele Assistenzsysteme, die dir helfen, aber du bist nach wie vor der Fahrer, der die Richtung bestimmt.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernimmt KI viele Routineaufgaben in der Wirtschaftsinformatik. Tools wie SAP Leonardo helfen Unternehmen, datengetriebene Entscheidungen zu treffen, indem sie KI-Funktionen in Geschäftsprozesse integrieren. IBM Watson unterstützt bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen und verbessert die Entscheidungsfindung durch KI-gestützte Analysen. Microsoft Azure AI bietet eine Sammlung von KI-Diensten, die es ermöglichen, IT-Systeme zu optimieren. Manchmal bedeutet das, dass du früher manuell Daten ausgewertet hast, während du heute einfach in ein KI-Tool klickst, das diese Analyse für dich erledigt. UiPath ermöglicht es zudem, repetitive Aufgaben durch Robotic Process Automation zu automatisieren, sodass du weniger Zeit mit Routinearbeiten verbringst.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials von 50 % kann KI menschliche Fähigkeiten nicht vollständig ersetzen. Besonders gefragte Kompetenzen sind Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Kundenorientierung. Diese Fähigkeiten sind schwer zu automatisieren, weil sie Empathie und ein Verständnis für komplexe menschliche Interaktionen erfordern. Wenn du beispielsweise im Vertrieb arbeitest, ist es wichtig, die Bedürfnisse deiner Kunden zu erkennen und darauf einzugehen – das kann keine Maschine ersetzen. Deine Fähigkeit, im Team zu arbeiten und Probleme kreativ zu lösen, wird auch in Zukunft von großem Wert sein.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell gibt es in der Branche spannende Entwicklungen. Der Einsatz von KI zur Automatisierung von IT-Prozessen nimmt zu, was zu effizienteren Abläufen führt. Unternehmen setzen verstärkt auf datengetriebene Entscheidungen, um Marktchancen besser zu erkennen. Wenn du in einer IT-Abteilung arbeitest, wirst du wahrscheinlich auch mit der Integration von KI in bestehende Systeme zu tun haben, was die Arbeitsabläufe weiter optimiert.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Wie sieht die Zukunft für Wirtschaftsinformatiker in Deutschland aus? Aktuell sind 19.873 Beschäftigte in diesem Beruf tätig, und die Zahl der offenen Stellen liegt bei 1.629. Das Median-Gehalt beträgt 6.321 Euro pro Monat. Während die Zahl der Stellen in diesem Bereich stabil bleibt, wird erwartet, dass sich das Gehalt mit zunehmender Nachfrage nach Fachkräften in der IT erhöhen wird. Der IAB Job-Futuromat zeigt, dass das Automatisierungspotenzial bei 50 % liegt, aber der reale KI-Einsatz in der Branche liegt derzeit nur bei 29 %. Das bedeutet, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, sich in diesem Feld weiterzuentwickeln.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um in der sich wandelnden Landschaft der Wirtschaftsinformatik relevant zu bleiben, gibt es einige konkrete Schritte, die du ergreifen kannst:
- Online-Kurse: Nutze Plattformen wie Coursera und edX, die kostenlose Kurse zu KI und Datenanalyse anbieten. So kannst du dein Wissen erweitern und dich auf neue Aufgaben vorbereiten.
- YouTube lernen: Nutze kostenlose Ressourcen auf YouTube, um dich über aktuelle Trends in der Wirtschaftsinformatik und KI zu informieren. Kanäle wie „Künstliche Intelligenz“ bieten spannende Einblicke in die Themen.
- Netzwerken: Suche den Kontakt zu anderen Fachleuten in deinem Bereich. Networking-Veranstaltungen oder Online-Communities können dir helfen, Informationen auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Fazit: Deine Zukunft als Wirtschaftsinformatiker/in
Die Rolle des Wirtschaftsinformatikers oder der Wirtschaftsinformatikerin wird durch KI und Automatisierung neu definiert. Während viele Routineaufgaben automatisiert werden, bleibt die menschliche Expertise unerlässlich. Nutze die Chance, deine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, um in der dynamischen Arbeitswelt von morgen erfolgreich zu sein. Es ist wichtig, flexibel zu bleiben und sich fortlaufend weiterzubilden, denn dein Wissen und deine Fähigkeiten sind der Schlüssel zu deiner beruflichen Zukunft.