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Berufsberater/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

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Spezialisten in der Personaldienstleistung

Das übernimmt KI.

8 von 21 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

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Du bleibst relevant.

Berufsberater/innen informieren und beraten über Berufe, Ausbildungswege, Anforderungen in Ausbildung und Tätigkeit, den Arbeitsmarkt und Beschäftigungschancen.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Eigenverantwortung
Teamfähigkeit
Dialogfähigkeit Kundenorientierung

Gehalt

4.276 €

Median / Monati

Unteres Viertel

3.467 €

Oberes Viertel

5.509 €

Fachliche Stärken i

LeasingManagementChange-ManagementMicrosoft OfficeIT-Service-Management (ITSM)

36.645

Beschäftigte i

9.141

Offene Stellen i

Arbeitslose i

4.819

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

33%17%0%
20132022: 25%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

36.645+464% seit 2012
36.64521.5736.501
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

4.276 €+18%
5.509 €4.032 €2.554 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
1.348Stellen 2024
4.819Arbeitslose 2024
4.8192.45896
20122024

Berufsberater/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Berufsberater/in beträgt 38%. Damit liegt Berufsberater/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Sonstige Berufe (45%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 25% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 21 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 8 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Arbeitsförderungsrecht, Arbeitsrecht, Berufsbildungsrecht, Arbeitsvermittlung, VerBIS (Vermittl.,Berat.,Infosystem d. Bundesagentur f. Arb) und Bewerberauswahl und 2 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Kundenberatung, -betreuung, Berufsberatung, Interkulturelle Kommunikation, Betriebswirtschaftslehre, Arbeitsmarktpolitik und Bildungsberatung und 7 weitere — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 36.645 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 164% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 4.276 € pro Monat (mittlere 50 %: 3.467 € bis 5.509 €), gestiegen um 11% seit 2019. Zuletzt waren rund 9.141 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Leasing, Management, Change-Management, Microsoft Office und IT-Service-Management (ITSM). Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und Dialogfähigkeit Kundenorientierung.

Mehr dazu: alle Berufe in Sonstige Berufe · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Berufsberater/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Berufsberater/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Berufsberater/in bis 2030: Vom Auskünftegeben zur Entwicklungsbegleitung

Stand: Juni 2026: Das Anforderungsprofil im Beruf Berufsberater/in verschiebt sich bis 2030 spürbar. Weniger gefragt sind reine Routine- und Verwaltungsschritte, stärker gefragt sind Diagnostik, Einordnung, Beziehungsarbeit und die Fähigkeit, aus vielen Informationen eine belastbare Empfehlung zu machen. Der KI-Risiko Score von 38 zeigt dabei nicht, dass der Beruf verschwindet. Er zeigt eher: Ein Teil der Kerntätigkeiten lässt sich technisch gut unterstützen, aber der eigentliche Wert liegt weiterhin im menschlichen Urteil.

Die Ausgangslage ist klar: Laut IAB arbeiten 38 % der Beschäftigten in Deutschland in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial. Gleichzeitig wächst Beschäftigung in Berufen mit hoher KI-Exposition bisher sogar stärker als in Berufen mit geringer oder keiner Exposition. Für Berufsberater/innen passt das gut ins Bild: KI greift vor allem dort ein, wo Recherche, Informationsbeschaffung, Arbeitsvermittlung oder die Arbeit in Systemen wie VerBIS stark standardisiert sind. Entscheidend wird deshalb, wie du Technik in Beratung übersetzt, statt sie nur zu bedienen.

Berufsberatung: Diese Tätigkeiten werden schwächer

Bei Berufsberater/innen stehen vor allem jene Aufgaben unter Druck, die sich gut strukturieren lassen. Dazu gehören Arbeitsförderungsrecht, Arbeitsrecht, Berufsbildungsrecht und Teile der Bewerberauswahl. Auch Recherche und Informationsbeschaffung lassen sich durch KI schneller vorbereiten als früher. Das heißt nicht, dass diese Inhalte unwichtig werden. Aber sie verlieren ihren Status als Kern der täglichen Wertschöpfung, weil Vorarbeit und Standardantworten zunehmend automatisiert oder vorgefiltert werden.

Die Microsoft-Analyse von 200.000 Copilot-Arbeitskonversationen zeigt genau diese Richtung: KI ist besonders stark bei Tätigkeiten wie Informationen beschaffen, Texte schreiben, erklären und kommunizieren. Für Berufsberatung bedeutet das: Erstentwürfe für Gesprächsnotizen, Zusammenfassungen, Checklisten oder standardisierte Informationsbausteine lassen sich leichter erzeugen. Auch eine erste Orientierung zu Förderlogiken oder Bildungswegen wird schneller. Wer sich nur auf das Sammeln und Wiedergeben von Fakten stützt, wird austauschbarer.

Berufsberatung: Diese Kompetenzen werden wichtiger

Gleichzeitig werden die menschlichen Kernkompetenzen wertvoller. Dazu zählen Kundenberatung, -betreuung, Berufsberatung, Interkulturelle Kommunikation, Bildungsberatung, Psychologie, Verhaltens-, Kommunikationstraining und Bewerberbeurteilung. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Datenverarbeitung und Beratung.

Die ILO beschreibt Büro- und Verwaltungsberufe weltweit als besonders stark von generativer KI betroffen. Berufsberater/innen sitzen zwar nicht vollständig in dieser Schublade, arbeiten aber nah an administrativen und informationsintensiven Abläufen. Gleichzeitig zeigt der Anthropic Economic Index: In vielen Berufen dominiert nicht Ersetzung, sondern Augmentation. Das passt zu deinem Beruf sehr gut. KI kann vorstrukturieren, vergleichen und dokumentieren. Du bleibst die Person, die Motive erkennt, Widersprüche auflöst und aus einer biografischen Lage eine realistische Perspektive macht.

Besonders wichtig wird deshalb die Verbindung von Berufskunde, Arbeitsmarktpolitik und Bewerbertraining. Wer nicht nur über Berufe informiert, sondern Entwicklungen einordnet, kann mit KI deutlich besser arbeiten. Auch Vortragstätigkeit und Unterricht, Schulung (außerschulischer Bereich) werden wichtiger, weil Gruppenberatung, Workshops und präventive Formate an Bedeutung gewinnen. Das ist ein guter Schutz gegen reine Standardisierung.

Berufsberatung mit KI: Wo du Tempo gewinnst und wo du selbst führend bleibst

Der KI-Risiko Score von 38 ist eher ein Signal für Wandel als für Verdrängung. In der Praxis kannst du KI vor allem dort nutzen, wo viel Text, Vergleich oder Strukturierung anfällt. Das betrifft zum Beispiel:

  • Vorbereiten von Gesprächsleitfäden
  • Zusammenfassen von Bewerbungsunterlagen
  • Erstellen erster Informationspakete
  • Formulieren von Hinweise zu Ausbildungs- und Studienwegen
  • Strukturieren von Fallnotizen
  • Vorprüfung von Standardfragen zu Rechten und Förderlogiken

Nicht gut ersetzbar sind dagegen Situationen mit Unsicherheit, Konflikt, Scham, kulturellen Brüchen oder emotionaler Belastung. Genau dort helfen Dialogfähigkeit Kundenorientierung, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit mehr als jedes Tool. Das gilt besonders bei Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen, Umstiegsfällen oder Menschen mit komplexen Bildungsbiografien.

Die Stanford-Studie zu „Canaries in the Coal Mine“ zeigt zudem: Besonders bei Jüngeren sind Berufe mit hoher KI-Exposition unter Druck, weil Einstiegsaufgaben zuerst automatisiert werden. Für die Berufsberatung ist das doppelt relevant. Einerseits berätst du Menschen, deren erste Routineaufgaben in anderen Berufen schneller wegfallen. Andererseits wirst du selbst daran gemessen, ob du über bloße Erstinformation hinausgehst. Wer Beratung als reine Auskunft versteht, verliert an Profil. Wer Entwicklung begleitet, gewinnt.

Berufsberater/in: So passt du dein Profil an

Für die nächsten Jahre solltest du deinen Schwerpunkt bewusst verschieben:

  • Von Recherche zu Einordnung und Entscheidungshilfe
  • Von Informationsbeschaffung zu belastbarer Beratung und Priorisierung
  • Von VerBIS-Pflege zu Gesprächsqualität und Fallsteuerung
  • Von Standardantworten zu individueller Berufsberatung
  • Von Einzelterminen zu Gruppenformaten, Coaching und Bewerbertraining
  • Von reiner Vermittlung zu Diagnostik, Motivation und Perspektivarbeit

Auch fachlich lohnt sich die Nachschärfung. Management, Change-Management, Microsoft Office und IT-Service-Management (ITSM) werden hilfreicher, wenn du Arbeitsprozesse digital mitdenkst. Zusätzlich wird es wichtig, mit KI so zu arbeiten, dass sie Qualität hebt: nicht blind übernehmen, sondern prüfen, gewichten und auf den Einzelfall anpassen.

Die nächsten Schritte für Berufsberater/innen

Wenn du im Beruf stark bleiben willst, setze auf drei Dinge:

  1. Beratung vertiefen: Nicht nur informieren, sondern Motive, Barrieren und Ziele herausarbeiten.
  2. KI als Assistenz nutzen: Für Vorstrukturierung, Textarbeit und Vergleich, nicht als Ersatz für Urteil.
  3. Menschliche Kompetenz ausbauen: Gerade Psychologie, Interkulturelle Kommunikation und Verhaltens-, Kommunikationstraining werden zum Kern.

Die Richtung ist nicht Verdrängung, sondern Rollenwandel. Berufsberater/innen werden bis 2030 weniger Datenverwalter und mehr Entwicklungsbegleiter. Wer diese Verschiebung aktiv annimmt, bleibt nicht nur relevant, sondern wird in einem komplexeren Arbeitsmarkt eher wichtiger als kleiner.

Erwähnte KI-Tools

VerBISMicrosoft OfficeIT-Service-Management (ITSM)

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Berufsberater/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IAB · Beschäftigung & Fachkräfteengpässe variieren mit dem Substituierbarkeitspotenzial (2025)

Hohes Substituierbarkeitspotenzial führte historisch selten zu Beschäftigungsabbau — manche Berufe wachsen trotz hohem Potenzial und haben Fachkräfteengpässe.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

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Häufige Fragen zu Berufsberater/in