Analyse läuft

Datenerfasser/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

MITTLERES RISIKO

100%2013
100%2016
100%2019
50%2022
58%2026*
Ergebnis teilen

Helfer im Büro und Sekretariat

Das übernimmt KI.

6 von 9 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Büro- und Verwaltungsarbeiten0%
Daten-, Texterfassung0%
E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz0%
Phonotypie0%
Textverarbeitung0%
Stammdatenpflege0%

Du bleibst relevant.

Datenerfasser/innen geben vorstrukturierte Informationen in Datenerfassungssysteme ein.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Zuverlässigkeit
Gewissenhaftigkeit
Eigenverantwortung

Gehalt

3.188 €

Median / Monati

Unteres Viertel

2.369 €

Oberes Viertel

4.180 €

Fachliche Stärken i

Microsoft Office

300.438

Beschäftigte i

5.082

Offene Stellen i

Arbeitslose i

100.101

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

100%75%50%
20132022: 50%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

300.438+26% seit 2012
300.468269.226237.984
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.188 €+59%
4.180 €2.719 €1.257 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
1.336Stellen 2024
100.101Arbeitslose 2024
100.10150.7191.336
20122024

Datenerfasser/in im KI-Check: die Daten im Detail

Mit einem KI-Risiko Score von 58% bewertet ersetzt-ki.de, wie stark Künstliche Intelligenz die Tätigkeiten im Beruf Datenerfasser/in verändern könnte. Damit liegt Datenerfasser/in unter dem Durchschnitt des Berufsfelds Büro & Verwaltung (65%). In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 50% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 9 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 6 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Büro- und Verwaltungsarbeiten, Daten-, Texterfassung, E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz, Phonotypie, Textverarbeitung und Stammdatenpflege. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Maschinenschreiben bis 240 Anschläge, Maschinenschreiben über 240 Anschläge und Telefoninterview — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 300.438 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 5% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.188 € pro Monat (mittlere 50 %: 2.369 € bis 4.180 €), gestiegen um 22% seit 2019. Zuletzt waren rund 5.082 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Büro & Verwaltung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Datenerfasser/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Datenerfasser/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Ein KI-Risiko-Score von 58 liegt für die Datenerfasser/in etwas unter dem Durchschnitt im Berufsfeld Büro & Verwaltung. Das passt zu einem Bild, das sich seit einigen Jahren abzeichnet: Viele Tätigkeiten in der Datenerfassung sind klar standardisiert, aber der Beruf verschwindet nicht einfach. Er verändert sich vor allem dort, wo es um saubere Eingaben, Routinekommunikation und wiederkehrende Prüfungsschritte geht. Stand: Juni 2026.

Warum die Datenerfassung anders betroffen ist als andere Büroberufe

Bei der Datenerfassung stehen genau die Aufgaben unter Druck, die KI und Automatisierung besonders gut beherrschen: Büro- und Verwaltungsarbeiten, Daten-, Texterfassung, E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz, Textverarbeitung und Stammdatenpflege. Das sind Tätigkeiten, bei denen Muster, Regeln und Wiederholungen eine große Rolle spielen. Genau dort können Systeme heute gut unterstützen oder einzelne Schritte übernehmen.

Weniger angreifbar sind die Teile des Jobs, in denen es auf Tempo, Aufmerksamkeit und direkte menschliche Kontrolle ankommt. Dazu zählen etwa Maschinenschreiben bis 240 Anschläge, Maschinenschreiben über 240 Anschläge und Telefoninterview. Solche Aufgaben wirken auf den ersten Blick ebenfalls routiniert, verlangen aber häufig ein stabiles Arbeitstempo, saubere Rückfragen und die Fähigkeit, in unklaren Situationen korrekt zu reagieren. Das ist der Punkt, an dem sich der Beruf eher verschiebt als verschwindet.

Für dich heißt das: Der Kern der Arbeit wird nicht nur „weniger“, sondern anders. Aus reiner Eingabe wird stärker eine Rolle mit Prüfen, Nachsteuern und Absichern. Genau dieser Wandel zeigt sich laut der deutschen Zukunftsarbeits-Analyse: KI verändert den Aufgabenmix innerhalb von Berufen, klassische Bearbeitung schrumpft, Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen.

Was die Studienlage für Datenerfasser/innen bedeutet

Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Arbeitskonversationen zeigt, dass vor allem Schreiben, Kundenkommunikation, Informationen beschaffen und erklären gut mit KI zusammengehen. Übertragen auf die Datenerfassung heißt das: Alles, was aus klaren Textbausteinen, Standardantworten oder strukturierter Weitergabe von Informationen besteht, lässt sich heute leichter vorbereiten oder automatisieren. Gerade E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz und Teile der Textverarbeitung werden dadurch schneller und gleichmäßiger.

Wichtig ist aber die zweite Seite derselben Studie: KI ist bei vielen Tätigkeiten nicht nur Ersatz, sondern Werkzeug. Das passt auch zum Anthropic Economic Index. Dort dominiert in keiner Berufsgruppe reine Automation klar; mehr als die Hälfte der realen Nutzung ist Augmentation, also Mensch und KI gemeinsam. Für Datenerfasser/innen ist das ein realistisches Bild: KI kann Entwürfe liefern, Zuordnungen vorschlagen oder Eingaben vorprüfen, aber die Verantwortung für Plausibilität, Sonderfälle und saubere Endkontrolle bleibt oft beim Menschen.

Auch der IWF ordnet Büro- und Verwaltungsberufe weltweit als besonders exponiert ein. In Industrieländern ist die Betroffenheit wegen des hohen Anteils kognitiver Tätigkeiten besonders hoch. Das heißt nicht automatisch Jobverlust, aber es heißt: In deinem Bereich gehört Veränderung zur Normalität, nicht zur Ausnahme. Standardaufgaben geraten zuerst unter Druck, während Qualitätssicherung und Fallbearbeitung wichtiger werden.

Welche Tätigkeiten in der Datenerfassung künftig wichtiger werden

Wenn Routineanteile sinken, gewinnen oft die Aufgaben an Wert, die bisher im Hintergrund liefen. Für deinen Beruf sind das vor allem:

  • Gewissenhaftigkeit bei Datenprüfung und Fehlerkontrolle
  • Zuverlässigkeit bei fristgerechter Bearbeitung
  • Kommunikationsfähigkeit für Rückfragen und Abstimmung
  • Teamfähigkeit in Schnittstellen mit Verwaltung, Service oder Fachabteilungen
  • Eigenverantwortung beim Erkennen von Unstimmigkeiten
  • sicherer Umgang mit Microsoft Office und strukturierten Eingabemasken

Gerade weil KI Texte und Datensätze schneller vorstrukturieren kann, wird die Qualität der menschlichen Arbeit stärker daran gemessen, wie gut du Unstimmigkeiten erkennst, Sonderfälle sauber dokumentierst und Prozesse stabil hältst. Wer Datenerfassung nur als Tipparbeit versteht, wird es schwieriger haben. Wer die Rolle als Kombination aus Eingabe, Prüfung und Abstimmung versteht, bleibt deutlich relevanter.

Hinzu kommt: Die Beschäftigung in diesem Beruf ist langfristig gewachsen, und auch die Vergütung hat sich deutlich verbessert. Das spricht dafür, dass Datenerfassung nicht einfach ein auslaufender Restposten ist, sondern ein Beruf mit Anpassungsdruck und zugleich mit realem Bedarf. Gerade in Unternehmen, die auf verlässliche Datenqualität angewiesen sind, bleibt menschliche Sorgfalt ein zentraler Faktor.

Fazit für die Datenerfasser/in

Der Beruf steht nicht vor dem abrupten Aus, aber vor einer klaren Verschiebung. Alles, was sich in Regeln, Textbausteinen und wiederkehrenden Abläufen abbilden lässt, wird stärker mit KI oder Automatisierung kombiniert. Stabil bleiben die Aufgaben, bei denen du prüfen, nachfragen, priorisieren und Verantwortung übernehmen musst. Die gute Nachricht: Genau diese Fähigkeiten lassen sich ausbauen. Wenn du dich auf Datenqualität, Kontrolle, saubere Kommunikation und den sicheren Einsatz digitaler Werkzeuge konzentrierst, kannst du deinen Platz im Beruf nicht nur halten, sondern sogar stärken.

Für die nächsten Jahre ist die wichtigste Strategie nicht Abwehr, sondern Anpassung: Routinearbeit an Systeme abgeben, menschliche Sorgfalt und Übersicht ausbauen. So bleibt Datenerfassung ein Beruf mit Zukunft — nur eben mit anderem Schwerpunkt.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft OfficeCopilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Datenerfasser/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Helfer/in - Büro, VerwaltungBüro & Verwaltung
82%
Telefonist/inBüro & Verwaltung
88%
Alle Berufe in Büro & Verwaltung im KI-Check →

Häufige Fragen zu Datenerfasser/in