KI und der Beruf Dokumentar/in: Was sich gerade verändert
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Arbeitswelt in rasantem Tempo, und das gilt auch für den Beruf des Dokumentarers. Mit einem KI-Risiko Score von 81 % und einem Automatisierungspotenzial von 70 % ist klar, dass KI auch in diesem Berufsfeld eine bedeutende Rolle spielen wird. Für viele Beschäftigte bedeutet dies, dass sie sich auf neue Technologien einstellen und gleichzeitig ihre menschlichen Fähigkeiten weiterentwickeln müssen. Im Vergleich dazu können wir uns vorstellen, dass früher ein Dokumentar bei der Recherche mühsam durch Bücher und Archive blättern musste. Heute kann er mit einem Klick in KI-gestützten Tools wie IBM Watson Discovery relevante Informationen in Sekunden finden.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute übernehmen diverse KI-Tools zahlreiche Aufgaben, die früher manuell erledigt wurden. So hilft beispielsweise Evernote Dokumentaren dabei, Informationen zu organisieren und zu kategorisieren. Ein weiteres Beispiel ist Mendeley, ein Referenzmanager, der automatisch Literatur organisiert und Empfehlungen gibt, was die Recherche erheblich beschleunigt. Auch der Einsatz von Scribbr für Plagiatsprüfungen und Textbearbeitung ist gängig, um sicherzustellen, dass Dokumente original und korrekt sind. Bei der Datenanalyse kommen Plattformen wie IBM Watson Discovery zum Einsatz, die Muster in großen Datenmengen erkennen. So können Dokumentare schneller auf relevante Informationen zugreifen. Früher musste man in Bibliotheken und Archiven nach Informationen suchen, heute kann man oft mit nur wenigen Klicks die gesuchte Quelle finden.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials gibt es Fähigkeiten, die Menschen unverändert wertvoll machen. Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Eigenverantwortung sind Eigenschaften, die schwer zu automatisieren sind. Während KI bestimmte Informationen effizient sortieren kann, bleibt die kreative und kritische Auseinandersetzung mit Inhalten eine menschliche Stärke. Dokumentare müssen in der Lage sein, Informationen zu interpretieren und in einen Kontext zu setzen, was KI nicht leisten kann. So kann ein Dokumentar beispielsweise bei der Erstellung von Dokumentationen die Geschichten hinter den Fakten entwickeln, was für das Publikum von großer Bedeutung ist.
Was sich in der Branche gerade tut
Im Bereich Dokumentation sind derzeit mehrere Trends zu beobachten. Die Automatisierung von Informationsmanagement ist auf dem Vormarsch, da Unternehmen zunehmend KI einsetzen, um Prozesse in der Informationsbeschaffung und -aufbereitung zu optimieren. Auch die Personalisierung von Informationen wird immer wichtiger, da KI analysiert, welche Inhalte für bestimmte Nutzergruppen relevant sind. Zudem werden Sprachassistenten wie Alexa und Google Assistant zunehmend in Büro- und Verwaltungsprozesse integriert, was den Zugriff auf Informationen erleichtert.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland 2.412 Beschäftigte im Bereich Dokumentation, und die Median-Gehälter liegen bei 4.702 Euro pro Monat, mit Spannen von 3.739 Euro bis 5.852 Euro. Dennoch ist die Zukunft ungewiss: Der realisierte KI-Einsatz liegt derzeit bei nur 25 %, obwohl theoretisch ein viel höheres Potenzial vorhanden ist. Die Zahl der offenen Stellen beträgt aktuell 181, was darauf hindeutet, dass es nach wie vor Bedarf an qualifizierten Dokumentaren gibt. Die Automatisierung kann dazu führen, dass einige Aufgaben wegfallen, dennoch könnten durch neue Technologien auch neue Stellen entstehen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du dich im Beruf des Dokumentarers weiterentwickeln möchtest, gibt es mehrere konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:
- Online-Kurse belegen: Plattformen wie Coursera bieten kostenlose Kurse zu Themen wie Datenanalyse und KI-Grundlagen an. Das kann dir helfen, ein besseres Verständnis für die Technologien zu entwickeln.
- Informationsmanagement lernen: Über edX kannst du kostengünstige Kurse zu Informationsmanagement und digitalen Kompetenzen finden, die speziell auf die Bedürfnisse von Dokumentaren zugeschnitten sind.
- YouTube nutzen: Auf Kanälen wie „Künstliche Intelligenz“ kannst du kostenlose Tutorials finden, die dir die Anwendung von aktuellen KI-Tools näherbringen.
Indem du diese Möglichkeiten nutzt, kannst du deine Fähigkeiten erweitern und dich auf die Veränderungen in deinem Berufsfeld besser vorbereiten.
Fazit: Deine Zukunft als Dokumentar/in
Die Rolle des Dokumentars wird sich durch KI und Automatisierung verändern, aber deine menschlichen Fähigkeiten bleiben entscheidend. Nutze die Chance, dich weiterzubilden und neue Technologien zu verstehen. Mit den richtigen Kompetenzen bist du gut gerüstet für die Zukunft in deinem Beruf. Der Schlüssel liegt darin, flexibel zu bleiben und die Veränderungen aktiv zu gestalten.