KI und der Beruf ERP-Berater/in: Was sich gerade verändert
Die Rolle als ERP-Berater/in (Enterprise Resource Planning) wird durch die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) stark beeinflusst. Mit einem KI-Risiko-Score von 81% und einem Automatisierungspotenzial von 67% ist die Branche besonders von der Digitalisierung betroffen. Das bedeutet, dass viele Aufgaben, die traditionell von Beratern erledigt wurden, zunehmend von Software übernommen werden können. Um dies greifbar zu machen: Früher haben ERP-Berater manuell Daten in Systeme eingegeben und analysiert. Heute können Tools wie SAP Leonardo oder Microsoft Dynamics 365 diese Aufgaben automatisiert und in Echtzeit durchführen. Das führt zu einer schnelleren Bearbeitung, erfordert jedoch auch, dass Berater ihre Fähigkeiten anpassen.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
KI-gestützte Software hat bereits zahlreiche Aufgaben von ERP-Beratern übernommen. Beispiele sind:
- SAP Leonardo: Dieses Tool hilft Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und Datenanalysen zu automatisieren. Statt manuell Berichte zu erstellen, können Berater nun mit Leonardo sofortige Einblicke in die Datenlage erhalten.
- Microsoft Dynamics 365: Diese Software nutzt KI, um Vorhersagen über Geschäftsprognosen zu treffen. Anstatt jede Prognose selbst zu berechnen, können Berater darauf zugreifen und sich auf strategische Entscheidungen konzentrieren.
- Odoo: Mit Odoo können Geschäftsprozesse automatisiert und personalisiert werden. Vorher mussten Berater viele Prozesse manuell anstoßen, heute können sie diese Software so konfigurieren, dass sie automatisch läuft.
Die Automatisierung von Routinetätigkeiten ermöglicht es, sich auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz des hohen Automatisierungspotenzials gibt es Bereiche, in denen KI an ihre Grenzen stößt. Menschliche Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und analytisches Denken sind nach wie vor unverzichtbar. Zum Beispiel:
- Kommunikation: In der Zusammenarbeit mit Kunden ist es wichtig, Vertrauen aufzubauen und komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären. Diese Fähigkeit kann KI nicht ersetzen.
- Eigenverantwortung: Entscheidungen, die das Unternehmen stark beeinflussen, erfordern menschliche Intuition und Verantwortung, die über reine Datenanalysen hinausgehen.
- Analytische Fähigkeiten: Während KI Daten analysieren kann, ist es der Mensch, der die Schlussfolgerungen zieht und strategische Entscheidungen trifft.
Diese Stärken sind entscheidend, um als ERP-Berater/in weiterhin relevant zu bleiben.
Was sich in der Branche gerade tut
In der ERP-Branche gibt es spannende Entwicklungen. Unternehmen setzen verstärkt auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen, um Effizienz zu steigern. KI wird genutzt, um Datenanalysen und Vorhersagen zu erstellen, und die personalisierte Benutzererfahrung ist ein wachsender Trend. In Deutschland sehen wir, dass viele Unternehmen bereit sind, in KI-Technologien zu investieren, um ihre Prozesse zu verbessern und Wettbewerbsvorteile zu sichern.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell gibt es in Deutschland 124.557 Beschäftigte als ERP-Berater/in, mit 13.155 offenen Stellen. Das Median-Gehalt liegt bei 6.063 € pro Monat. Trotz der Automatisierung wird die Nachfrage nach qualifizierten Beratern voraussichtlich hoch bleiben, da menschliche Fähigkeiten und strategisches Denken nicht vollständig ersetzt werden können. Das IAB Job-Futuromat zeigt, dass die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich voraussichtlich stabil bleibt, auch wenn einige Tätigkeiten automatisiert werden.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen vorzubereiten, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Online-Kurse absolvieren: Plattformen wie Coursera und edX bieten kostenlose Kurse zu KI und Datenanalyse an. Diese Kurse helfen dir, dein Wissen über aktuelle Technologien zu erweitern.
- YouTube-Tutorials nutzen: Es gibt viele kostenlose Videos, die sich mit ERP-Systemen und dem Einsatz von KI beschäftigen. Diese Ressourcen sind oft speziell auf den deutschen Markt ausgerichtet und bieten wertvolle Einblicke.
- Netzwerken: Suche den Austausch mit anderen ERP-Beratern oder besuche Branchenevents. Der Kontakt zu Gleichgesinnten kann dir helfen, die neuesten Entwicklungen zu verfolgen und deine Fähigkeiten weiter zu verbessern.
Fazit: Deine Zukunft als ERP-Berater/in
Die Rolle als ERP-Berater/in wird sich durch KI und Automatisierung verändern, aber viele menschliche Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Indem du dich kontinuierlich weiterbildest und anpassungsfähig bleibst, kannst du deine Karriere aktiv gestalten und auch in Zukunft erfolgreich sein. Die wichtigste Botschaft: Bleib neugierig und nutze die Chancen, die die Digitalisierung bietet!