KI und der Beruf Food-and-Beverage-Manager/in: Was sich gerade verändert
Die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern die Gastronomiebranche rasant. Für Food-and-Beverage-Manager:innen bedeutet das, dass viele Aufgaben, die früher manuell erledigt wurden, nun von intelligenten Systemen übernommen werden können. Der KI-Risiko Score von 77% zeigt, dass viele Tätigkeiten in diesem Berufsfeld durchaus durch Automatisierung bedroht sind. Dennoch bleibt das Management und die persönliche Betreuung der Gäste eine entscheidende Stärke, die Maschinen nicht ersetzen können.
Stell dir vor, früher mussten Manager alle Bestellungen und Lagerbestände manuell überwachen. Heute kann dies ein KI-gestütztes System wie GastroAssist übernehmen, das automatisch Nachbestellungen auslöst und so Engpässe vermeidet.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Künstliche Intelligenz hat bereits in vielen Bereichen des Food-and-Beverage-Managements Einzug gehalten. Hier sind einige konkrete Tools und ihre Funktionen:
- GastroAssist: Diese Software überwacht Lagerbestände in Echtzeit und löst automatisch Nachbestellungen bei Lieferanten aus. Früher mussten Manager dies manuell tun, was oft zu Engpässen führte.
- Orderbird: Ein modernes Kassensystem, das Verkaufsdaten analysiert und Trends erkennt. Anhand dieser Daten können Manager Entscheidungen zu Menüs und Preisen treffen, anstatt sich auf Vermutungen zu verlassen.
- EatFirst: Diese Plattform bietet personalisierte Essensvorschläge auf Basis von Vorlieben und diätetischen Bedürfnissen der Gäste. Früher war man auf allgemeine Menüoptionen angewiesen, heute geht es um individuelle Erlebnisse.
- Whisk: Ein Tool, das Rezepte analysiert und Einkaufslisten erstellt. So kann die Effizienz in der Küche gesteigert werden, indem der Einkauf optimal geplant wird.
Diese Tools helfen nicht nur, die Effizienz zu steigern, sondern geben dir auch mehr Zeit für die persönlichen Interaktionen mit den Gästen.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der vielen Möglichkeiten, die KI bietet, gibt es Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können. Dazu gehören:
- Kommunikationsfähigkeit: Der persönliche Kontakt zu Gästen ist unerlässlich. Das Verständnis für deren Wünsche und Bedürfnisse lässt sich nicht automatisieren.
- Organisationsfähigkeit: Das Management eines Teams und das Koordinieren von Abläufen erfordert menschliches Feingefühl und Flexibilität.
- Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit: Die Gastronomie lebt von der Teamdynamik. Menschen arbeiten besser im Team und können Emotionen besser wahrnehmen und darauf reagieren.
Diese Fähigkeiten sind es, die dich als Food-and-Beverage-Manager:in unersetzlich machen. Sie sind schwer zu automatisieren und werden in Zukunft weiterhin stark nachgefragt.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Gastronomiebranche ist ein klarer Trend zur Personalisierung und Automatisierung zu erkennen. Viele Betriebe setzen zunehmend auf KI, um individuelle Essensvorschläge zu machen und den Bedarf präzise vorherzusagen. Dies minimiert nicht nur Lebensmittelverschwendung, sondern steigert auch die Effizienz in der Lagerverwaltung. Auch in Deutschland sind zahlreiche Gastronomiebetriebe dabei, KI-gestützte Lösungen zu implementieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell sind in Deutschland 19.131 Menschen als Food-and-Beverage-Manager:innen tätig. Die IAB-Studie zeigt, dass das Automatisierungspotenzial in diesem Beruf bei 71% liegt. Dennoch sind nur 21% dieses Potenzials bereits real umgesetzt. Das bedeutet, dass viele Jobs zwar durch KI beeinflusst, aber nicht gänzlich ersetzt werden. Aktuell gibt es 8.241 offene Stellen in diesem Bereich, was auf eine nach wie vor hohe Nachfrage hinweist. Der Median-Lohn liegt bei 3.641 € pro Monat, mit einer Gehaltsspanne von 2.932 € bis 4.551 €.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen im Beruf des Food-and-Beverage-Managers vorzubereiten, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Online-Kurse besuchen: Plattformen wie Coursera oder edX bieten kostenlose Kurse zu Gastronomiemanagement und digitaler Transformation in der Gastronomie an. Beginne noch diese Woche!
- Webinare der IHK nutzen: Die Industrie- und Handelskammern bieten zahlreiche günstige Webinare an, die sich mit aktuellen Trends in der Gastronomie und Digitalisierung beschäftigen.
- YouTube-Kanäle abonnieren: Viele Fachleute teilen wertvolle Tipps und Trends auf ihren Kanälen. So bleibst du immer auf dem neuesten Stand und kannst dein Wissen erweitern.
Diese Schritte helfen dir, deine Fähigkeiten zu erweitern und dich in einem sich wandelnden Berufsfeld abzusichern.
Fazit: Deine Zukunft als Food-and-Beverage-Manager/in
Die Zukunft als Food-and-Beverage-Manager:in wird durch Künstliche Intelligenz stark beeinflusst, bietet aber auch Chancen. Deine menschlichen Fähigkeiten bleiben unerlässlich und werden weiterhin geschätzt. Nutze die Möglichkeiten der Weiterbildung, um dich auf die Veränderungen vorzubereiten und deinen Platz in der Zukunft der Gastronomie zu sichern. Die wichtigste Botschaft: Du bist mehr als nur ein Manager – du bist der Herzschlag der Gastronomie!