KI und der Beruf Prozessmanager/in - RPA: Was sich gerade verändert
Die Rolle des Prozessmanagers bzw. der Prozessmanagerin im Bereich Robotic Process Automation (RPA) wird durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend transformiert. Aktuell liegt der KI-Risiko Score für diesen Beruf bei 26%, was bedeutet, dass ein mittleres Automatisierungsrisiko besteht. Das IAB hat das Automatisierungspotenzial auf 27% geschätzt, was darauf hindeutet, dass einige Aufgaben bereits automatisiert werden können. Im Vergleich zu anderen Berufen ist dieser Beruf jedoch relativ sicher, da die menschliche Kompetenz in der Analyse und Kommunikation nach wie vor wichtig ist. Zum Beispiel hat man früher manuell Prozesse analysiert, während KI heute viele Routineaufgaben schneller und effizienter erledigen kann.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits jetzt übernehmen verschiedene KI-gestützte Tools viele Aufgaben eines Prozessmanagers oder einer Prozessmanagerin. Hier sind einige Beispiele:
- UiPath: Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, Geschäftsprozesse effizient zu automatisieren. Früher musste man manuell Daten erfassen, heute kann UiPath diese Prozesse automatisiert abwickeln.
- Automation Anywhere: Diese Software kombiniert RPA mit KI, um Prozesse zu optimieren. Anstatt manuell Berichte zu erstellen, kann das Tool automatisch Daten sammeln und analysieren.
- Blue Prism: Hiermit lassen sich repetitive Aufgaben schnell automatisieren. Vor einem Jahr musste manuelle Eingabearbeit erledigt werden, nun erledigt Blue Prism diese Arbeit in einem Bruchteil der Zeit.
- Microsoft Power Automate: Dieses Tool hilft, Arbeitsabläufe zu automatisieren, indem es KI-Funktionen integriert. Ein Beispiel wäre die automatische Bearbeitung von Anfragen, die früher viel Zeit in Anspruch nahm.
- ABBYY FlexiCapture: Diese Lösung verarbeitet Dokumente automatisch und extrahiert Daten schnell. Früher wurden Dokumente manuell durchgesehen, während die KI dies nun automatisch erledigt.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der beeindruckenden Möglichkeiten, die KI bietet, gibt es viele menschliche Fähigkeiten, die weiterhin gefragt sind. Kommunikationsfähigkeit ist entscheidend, um komplexe Zusammenhänge zu erklären und Stakeholder zu überzeugen. Teamfähigkeit wird benötigt, um interdisziplinäre Projekte zu leiten und verschiedene Abteilungen zusammenzubringen. Auch analytische Fähigkeiten sind unverzichtbar, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu optimieren. Projektmanagement erfordert kreative Lösungsansätze und zwischenmenschliche Kompetenzen, die Maschinen nicht ersetzen können.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Branche der Prozessmanager sind aktuelle Entwicklungen zu beobachten, die durch die fortschreitende Integration von KI in RPA geprägt sind. Unternehmen setzen zunehmend auf intelligente Automatisierungslösungen, die maschinelles Lernen und Datenanalysen kombinieren. Außerdem gewinnen Low-Code-Plattformen an Bedeutung, die es auch Nicht-Programmierern ermöglichen, Automatisierungen zu erstellen. Der Fokus liegt auf der End-to-End-Automatisierung, bei der komplette Geschäftsprozesse statt nur einzelner Aufgaben automatisiert werden.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Prozessmanagement liegt aktuell bei 15.945. Der Median des monatlichen Gehalts beträgt 5.506 Euro, mit einer Gehaltsspanne von 4.060 bis 7.249 Euro. Aktuell gibt es 2.980 offene Stellen in diesem Bereich. Das zeigt, dass trotz der Automatisierungsgefahr weiterhin Bedarf an Fachkräften besteht. Auch wenn das Automatisierungspotenzial bei 27% liegt, bedeutet das nicht, dass weniger Jobs vorhanden sind. Vielmehr wird das Berufsbild neu definiert, und die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften bleibt bestehen.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Wenn du im Bereich Prozessmanagement - RPA tätig bist oder tätig werden möchtest, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Online-Kurse auf Coursera: Melde dich für einen Kurs zu RPA und KI an, wie z.B. „Robotic Process Automation“ von der University of Toronto. Viele dieser Kurse sind kostenlos oder kostengünstig.
- Webinare von UiPath: Nutze die kostenlosen Webinare von UiPath, um deine Kenntnisse über aktuelle Tools und Trends zu vertiefen. Sie bieten regelmäßig Schulungen an, die dir helfen können, deine Fähigkeiten auszubauen.
- Networking und Communities: Schließe dich Online-Communities oder Gruppen an, die sich mit RPA und KI beschäftigen. Der Austausch mit anderen Fachleuten kann dir neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen, und du bleibst auf dem neuesten Stand der Entwicklungen.
Fazit: Deine Zukunft als Prozessmanager/in - RPA
Die Zukunft als Prozessmanager/in im Bereich RPA ist vielversprechend, da KI viele Aufgaben erleichtert und neue Chancen schafft. Du wirst weiterhin gebraucht, um die menschlichen Elemente in der Prozessgestaltung und -optimierung einzubringen. Nutze die Möglichkeiten zur Weiterbildung und das Potenzial der neuen Technologien, um deine Karriere aktiv zu gestalten!