Analyse läuft

Sekretär/in: Wird dieser Beruf durch KI ersetzt?

Beruf wird bewertet

0%

SEHR HOHES RISIKO

38%2013
63%2016
78%2019
90%2022
81%2026*
Ergebnis teilen

Fachkräfte im Büro und Sekretariat (ohne Spezialisierung)

Das übernimmt KI.

16 von 18 Tätigkeiten können KI-Systeme bereits übernehmen.

Reisekostenabrechnung, Spesenabrechnung0%
Ablage, Registratur0%
Besprechungsvorbereitung, -organisation0%
Büro- und Verwaltungsarbeiten0%
Büromaterialverwaltung0%
E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz0%
Auskünfte erteilen0%
Korrespondenz0%
Kunden-, Besucherempfang0%
Phonotypie0%
Postbearbeitung0%
Präsentationsunterlagen erstellen0%
Telefondienst0%
Korrekturlesen0%
Reiseorganisation0%
Büroorganisation0%

Du bleibst relevant.

Sekretäre und Sekretärinnen erledigen Büro-sowie Assistenzaufgaben, insbesondere die Korrespondenz und bereichsbezogene kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten zur Entlastung eines bestimmten Vorgesetzten oder einer Abteilung.

Arbeitsmarkt & KI-Daten 2024 / 2026

Menschliche Stärken i

Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Eigenverantwortung
Zuverlässigkeit
Organisationsfähigkeit

Gehalt

3.820 €

Median / Monati

Unteres Viertel

2.987 €

Oberes Viertel

4.963 €

Fachliche Stärken i

Microsoft OfficeKorrespondenzOrganisationTabellenkalkulation Excel (MS Office)Büroorganisation, Büromanagement

1.692.472

Beschäftigte i

117.015

Offene Stellen i

Arbeitslose i

71.100

KI-Automatisierungsrisiko — Entwicklung i

20132022

90%64%38%
20132022: 90%

Beschäftigte — Entwicklung i

20122024

1.692.472+3% seit 2012
1.694.1831.650.6041.607.024
20122024

Gehalt — Entwicklung i

20122024

3.820 €+38%
4.963 €3.478 €1.992 €
20122024

Arbeitsmarkt-Trend i

StellenangeboteArbeitslose
17.868Stellen 2024
71.100Arbeitslose 2024
127.56668.4439.319
20122024

Sekretär/in im KI-Check: die Daten im Detail

Der KI-Risiko Score für Sekretär/in beträgt 81%. Damit liegt Sekretär/in über dem Durchschnitt des Berufsfelds Büro & Verwaltung, der bei 65% liegt. In die Bewertung fließt das technische Automatisierungspotenzial von 90% (IAB Job-Futuromat) ein, ergänzt um die reale KI-Anwendbarkeit aus der Microsoft-Analyse von 200.000 Arbeitskonversationen sowie aktuelle Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Von 18 erfassten Kerntätigkeiten des Berufs gelten 16 als grundsätzlich durch KI automatisierbar — darunter Reisekostenabrechnung, Spesenabrechnung, Ablage, Registratur, Besprechungsvorbereitung, -organisation, Büro- und Verwaltungsarbeiten, Büromaterialverwaltung und E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz und 10 weitere. Als schwer ersetzbar gelten dagegen Tätigkeiten wie Social-Media-Kommunikation und Büromanagement — hier bleiben menschliches Urteilsvermögen, Beziehung oder körperliche Arbeit entscheidend.

In diesem Beruf sind in Deutschland rund 1.692.472 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; seit 2019 ist die Beschäftigung um 4% gewachsen. Das Median-Bruttogehalt liegt bei 3.820 € pro Monat (mittlere 50 %: 2.987 € bis 4.963 €), gestiegen um 16% seit 2019. Zuletzt waren rund 117.015 offene Stellen ausgeschrieben.

Fachlich gefragt sind vor allem Microsoft Office, Korrespondenz, Organisation, Tabellenkalkulation Excel (MS Office) und Büroorganisation, Büromanagement. Auf persönlicher Ebene zählen Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit.

Mehr dazu: alle Berufe in Büro & Verwaltung · So entsteht der Score · höchstes KI-Risiko · sicherste Berufe

Was sagt die KI dazu?

KI-Analyse — ersetzt-ki.de

Ersetzt KI Sekretär/in?

KI generiert

KI-Einschätzung, kein Versprechen

KI und Automatisierung: Sekretär/in

Stand: Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Bis 2030 verschiebt sich das Profil von Sekretariatsarbeit deutlich Im Sekretariat geht es schon lange nicht mehr nur um Tippen, Ablegen und Weiterleiten. Stand: Juni 2026 zeigt sich aber klar: Genau die stark standardisierten Teile dieser Arbeit geraten unter Druck. Gleichzeitig gewinnen Aufgaben an Gewicht, bei denen du Abläufe zusammenhältst, Prioritäten klärst und mit Menschen souverän umgehst. Der KI-Risiko Score von 81 unterstreicht diese Verschiebung: Viele Kerntätigkeiten sind technisch gut automatisierbar, aber der Beruf verschwindet nicht. Er verändert sich von innen.

Auffällig ist dabei, dass sich die Anforderungen nicht einfach in „weniger Arbeit“ auflösen. Vielmehr wandert der Schwerpunkt weg von Routine hin zu Koordination, Qualitätssicherung und Kommunikation. Das passt zu mehreren Studien: Die Microsoft-Analyse von 200.000 realen Copilot-Konversationen zeigt, dass vor allem Schreiben, Informationen beschaffen, erklären und kommunizieren besonders KI-anwendbar sind. Genau diese Muster finden sich auch in Sekretariatsaufgaben wieder, etwa in der E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz, bei Präsentationsunterlagen erstellen oder in der Besprechungsvorbereitung, -organisation.

Welche Sekretariatsaufgaben mit KI schneller schwinden Besonders anfällig sind im Sekretariat Tätigkeiten mit klaren Regeln, wiederkehrenden Mustern und wenig Ausnahmen. Dazu gehören Ablage, Registratur, Postbearbeitung, Reisekostenabrechnung, Spesenabrechnung, Büromaterialverwaltung oder auch Teile der Büro- und Verwaltungsarbeiten. Hier kann KI zwar nicht immer den kompletten Prozess übernehmen, aber sie reduziert den manuellen Aufwand deutlich: Texte werden vorformuliert, Informationen sortiert, Belege erkannt und Standardantworten erstellt.

Auch die Phonotypie, also das klassische Mitschreiben und Übertragen, verliert weiter an Bedeutung. Gleiches gilt für einfache Formen von Korrespondenz und Telefondienst, wenn Anfragen zunehmend über Assistenten, Chat-Systeme und strukturierte Workflows vorgefiltert werden. Die Stellenanzeigen-Analyse nach dem ChatGPT-Start zeigt genau diesen Trend: Strukturierte, repetitive Tätigkeiten gingen zurück, während analytische, technische und kreative Arbeit zunahm.

Wichtig ist dabei die Einordnung: Hohe technische Ersetzbarkeit bedeutet nicht automatisch Stellenabbau. Das IAB weist darauf hin, dass hohes Substituierbarkeitspotenzial in der Vergangenheit eher zu langsamerem Wachstum als zu unmittelbarem Rückgang geführt hat. Für Sekretariatsrollen heißt das: Viele Aufgaben werden kleiner, schneller oder anders verteilt — der Kernjob bleibt, aber er wird anspruchsvoller.

Welche Sekretariatskompetenzen an Wert gewinnen Wachsender werden Fähigkeiten, die KI nur unvollständig abdeckt. Dazu zählen Büroorganisation, Büromanagement, Kommunikationsfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit. Gerade wenn Arbeitsabläufe digitaler werden, braucht es jemanden, der Fristen, Prioritäten, Zuständigkeiten und Rückfragen sauber steuert.

Besonders wichtig wird außerdem der Umgang mit Ausnahmen: Was ist dringend? Was ist vertraulich? Wer muss informiert werden? Welche Information ist korrekt, welche Version ist aktuell? Genau hier liegt der menschliche Mehrwert. Die deutsche Studie zum veränderten Aufgabenmix zeigt, dass KI innerhalb von Berufen vor allem klassische Bearbeitung reduziert, während Prüf-, Monitoring- und Steuerungsaufgaben wachsen. Für Sekretär:innen ist das eine gute Nachricht: Wer sauber prüft, nachhakt und koordiniert, bleibt sehr relevant.

Auch der persönliche Kontakt bleibt wichtig. Kunden-, Besucherempfang, Auskünfte erteilen und die Abstimmung mit Kolleg:innen verlangen Fingerspitzengefühl, schnelle Einordnung und situatives Handeln. Die Anthropic-Auswertung zeigt, dass KI in vielen Berufen überwiegend unterstützend wirkt. Das passt hier besonders gut: KI kann Entwürfe liefern, Termine strukturieren oder Inhalte vorverdichten — die endgültige Abstimmung mit Menschen bleibt aber zentral.

Warum das Sekretariat nicht verschwindet, sondern neu sortiert wird International gelten Büro- und Verwaltungsberufe als besonders exponiert gegenüber generativer KI. Der ILO-Index 2025 ordnet clerical occupations weltweit an der Spitze ein. Auch der IWF kommt zu dem Schluss, dass in Industrieländern wie Deutschland besonders viele Jobs KI-exponiert sind, weil kognitive Tätigkeiten stark verbreitet sind. Für das Sekretariat heißt das nicht automatisch Gefahr, sondern vor allem: Der Wandel kommt früh und trifft den Berufsalltag direkt.

Dass Beschäftigung trotzdem nicht abrupt einbricht, zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten. KI wirkt bislang eher augmentierend als ersetzend. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an digitale Routine: Wer heute ein Sekretariat führt, arbeitet zunehmend mit Vorlagen, Systemen, Terminlogiken, Textbausteinen und Assistenzfunktionen. Die eigentliche Leistung verschiebt sich von der Bearbeitung zur Orchestrierung.

Dazu kommt: Die Stellenmarkt-Daten zeigen, dass KI-Skills über viele Rollen hinweg stark an Bedeutung gewinnen. Für dich heißt das nicht, dass du selbst Programmieren können musst. Aber du solltest verstehen, wie du KI für Entwürfe, Protokolle, Zusammenfassungen, Recherche und Terminvorbereitung nutzt — und wo du sie bewusst kontrollierst. Genau diese Kombination aus Tempo und Prüfung wird im Sekretariat zur Schlüsselkompetenz.

Nächste Schritte für Sekretär:innen: so bleibst du relevant Wenn du im Beruf langfristig stark bleiben willst, setze nicht auf Abwehr, sondern auf Ergänzung: - Nutze KI für E-Mail-Kommunikation, -Korrespondenz und einfache Textentwürfe, aber prüfe Ton, Fakten und Adressat:innen genau. - Automatisiere Standardteile von Reiseorganisation, Postbearbeitung und Reisekostenabrechnung, Spesenabrechnung. - Stärke deine Rolle in Besprechungsvorbereitung, -organisation und Nachverfolgung von To-dos. - Baue digitale Routine in Microsoft Office, Tabellenkalkulation Excel (MS Office) und Dokumentenablage aus. - Entwickle deinen Beitrag im Büromanagement: Überblick, Priorisierung, Abstimmung und Verlässlichkeit.

Am Ende wird dein Wert weniger daran gemessen, wie viel du selbst abtippst, sondern wie gut du den Büroalltag steuerst. Wer KI als Werkzeug nutzt, bleibt im Sekretariat nicht nur anschlussfähig, sondern oft sogar unverzichtbarer.

Erwähnte KI-Tools

Microsoft OfficeExcelCopilot

Datenquellen & Methodik

IAB Job-Futuromat · Statistik der Bundesagentur für Arbeit · Microsoft Research · Unsere Methodik

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und basiert auf den oben genannten Datenquellen. Er ersetzt keine individuelle Berufsberatung.

Quellen & Studien

Worauf die Einschätzung zu Sekretär/in beruht

Datenbasis und aktuelle Forschung zur KI-Exposition dieses Berufsfelds:

IAB · Job-Futuromat & Substituierbarkeitspotenziale (2025)

Misst je Beruf, welche Kerntätigkeiten technisch ersetzbar sind; 38 % der Beschäftigten in Berufen mit hohem Substituierbarkeitspotenzial (2019: 34 %).

Microsoft Research · Working with AI: Measuring the Applicability of Generative AI to Occupations (2025)

Analyse von 200.000 echten Copilot-Konversationen: Übersetzen, Schreiben, Kundenkommunikation am stärksten KI-anwendbar; körperliche Arbeit am wenigsten.

IWF (IMF) · Gen-AI: Artificial Intelligence and the Future of Work (2024)

Rund 40 % der Jobs weltweit sind KI-exponiert — in Industrieländern wie Deutschland etwa 60 %, weil kognitive Tätigkeiten dominieren.

Anthropic · Labor Market Impacts of AI: A New Measure and Early Evidence (2026)

Unterscheidet beobachtete von theoretischer KI-Exposition; die reale Nutzung ist bislang nur ein Bruchteil dessen, was KI-Tools schon leisten könnten.

Anthropic · Anthropic Economic Index 2026 (2026)

Etwa 49 % der Berufe lassen bereits ein Viertel ihrer Aufgaben mit KI erledigen — überwiegend unterstützend (52 % Augmentation) statt ersetzend (45 %).

Alle Studien im Überblick auf unserer Studien-Seite. Der KI-Risiko Score folgt unserer offen dokumentierten Methodik.

Verwandte Berufe

Bürokaufmann/-frauBüro & Verwaltung
74%
Fachangestellte/r für BürokommunikationBüro & Verwaltung
70%
Kaufmann/-frau - BürokommunikationBüro & Verwaltung
72%
Kaufmann/-frau - BüromanagementBüro & Verwaltung
72%
Alle Berufe in Büro & Verwaltung im KI-Check →

Häufige Fragen zu Sekretär/in