KI und der Beruf SPS-Fachkraft: Was sich gerade verändert
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hat bereits jetzt einen enormen Einfluss auf die Arbeit von SPS-Fachkräften. Mit einem KI-Risiko-Score von 96 % und einem Automatisierungspotenzial von 100 % ist klar, dass dieser Beruf stark von Automatisierung betroffen sein könnte. Das bedeutet, dass viele Aufgaben, die bisher manuell erledigt wurden, zunehmend von KIs übernommen werden. Ein greifbarer Vergleich: Während du früher vielleicht viel Zeit mit der Fehlerdiagnose in einem SPS-System verbracht hast, könnte eine KI in Zukunft diese Aufgabe in Sekunden erledigen, sodass du mehr Zeit für strategische Aufgaben hast.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
Bereits heute gibt es verschiedene Softwarelösungen, die Aufgaben von SPS-Fachkräften übernehmen.
- Siemens TIA Portal optimiert die Programmierung von SPS-Systemen, indem es Fehler frühzeitig erkennt und so die Effizienz steigert.
- Rockwell Automation Studio 5000 nutzt KI für komplexe Datenanalysen, die zur Optimierung von Produktionsprozessen entscheidend sind.
- Mitsubishi Electric MELFA automatisiert Roboter, die in SPS-gesteuerten Anlagen eingesetzt werden.
- FANUC ROBOGUIDE ist ein KI-gestützter Simulator, der die Programmierung von Industrierobotern erleichtert.
- Hexagon's Manufacturing Intelligence Software analysiert Produktionsdaten zur Qualitätssicherung und unterstützt Fachkräfte bei der Optimierung.
Diese Tools zeigen, wie KI bereits jetzt dazu beiträgt, Routineaufgaben zu automatisieren und die Effizienz in der SPS-Technik zu steigern.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten von KI gibt es Bereiche, in denen menschliche Kompetenzen unersetzlich bleiben. Fähigkeiten wie Teamarbeit, Eigenverantwortung und Kommunikationsfähigkeit sind entscheidend, um komplexe Projekte erfolgreich umzusetzen.
Beispielsweise kann eine KI zwar Daten analysieren, aber sie kann keine kreativen Lösungen entwickeln oder zwischenmenschliche Konflikte im Team lösen. Deine Fähigkeit, systematisch und methodisch an Probleme heranzugehen, bleibt ebenfalls unerlässlich, insbesondere wenn es um die Implementierung neuer Technologien geht.
Was sich in der Branche gerade tut
In der Branche gibt es spannende Entwicklungen. Der Trend zur Automatisierung und Vernetzung nimmt immer mehr zu, was den Einsatz von KI in der SPS-Technik verstärkt. Vorhersagebasierte Wartung, auch als Predictive Maintenance bekannt, wird zunehmend relevant, um Ausfallzeiten zu minimieren. Echtzeit-Datenanalysen werden ebenfalls populärer, um Prozesse laufend zu optimieren und ineffiziente Abläufe zu identifizieren.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
Aktuell sind in Deutschland etwa 6.120 SPS-Fachkräfte beschäftigt, und es gibt 2.333 offene Stellen in diesem Bereich. Die Gehälter liegen im Median bei 5.143 Euro pro Monat, mit einer Spanne von 4.201 bis 6.326 Euro. Trotz des hohen Automatisierungspotenzials wird es durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich nicht zu einem signifikanten Jobverlust kommen. Dies zeigt, dass es auch in Zukunft zahlreiche Möglichkeiten für SPS-Fachkräfte geben wird, sich weiterzuentwickeln.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um dich auf die Veränderungen durch KI und Automatisierung vorzubereiten, gibt es mehrere Schritte, die du in Angriff nehmen kannst:
- Weiterbildung in Automatisierungstechnik: Nutze Plattformen wie Coursera oder edX, die kostenlose Kurse zu Automatisierungstechnik und KI anbieten.
- IHK-Webinare: Informiere dich über kostengünstige Online-Seminare, die von den Industrie- und Handelskammern angeboten werden. Hier kannst du Neues lernen und deine Kenntnisse auffrischen.
- YouTube-Tutorials: Es gibt zahlreiche YouTube-Kanäle, die kostenlose Tutorials zur SPS-Programmierung und zur Anwendung von KI in der Industrie anbieten.
Diese Schritte helfen dir, deine Fähigkeiten auszubauen und auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Fazit: Deine Zukunft als SPS-Fachkraft
Die Rolle der SPS-Fachkraft befindet sich im Wandel, aber das bedeutet nicht, dass deine Karriere gefährdet ist. Mit dem richtigen Wissen und den nötigen Fähigkeiten bist du gut gerüstet für die Zukunft. Setze auf Weiterbildung und nutze die Chancen, die die KI-Revolution mit sich bringt. Bleibe flexibel und offen für neue Technologien – das wird dein Schlüssel zum Erfolg sein!