KI und der Beruf Technische/r Assistent/in - Automatisierungstechnik: Was sich gerade verändert
Im Beruf der technischen Assistenten in der Automatisierungstechnik hat die Künstliche Intelligenz (KI) bereits Einzug gehalten und verändert die Arbeitsweise erheblich. Der KI-Risiko-Score für diesen Beruf liegt bei 74%, was bedeutet, dass viele Aufgaben potenziell automatisiert werden könnten. Die Automatisierungstechnik hat ein hohes Automatisierungspotenzial von 92%, was zeigt, dass ein großer Teil der Aufgaben theoretisch von Maschinen übernommen werden kann. Aktuell wird jedoch nur in 22% der Fälle tatsächlich KI eingesetzt, was die Diskrepanz zwischen Möglichkeiten und Realität verdeutlicht. Das bedeutet für dich als technischen Assistenten, dass es wichtig ist, sich mit diesen Technologien auseinanderzusetzen, um deine Position im Arbeitsmarkt zu sichern und weiterzuentwickeln.
Diese Aufgaben erledigt KI schon heute
In der Automatisierungstechnik gibt es bereits mehrere KI-Tools, die bestimmte Aufgaben übernehmen. Beispiele sind:
- Siemens MindSphere: Diese Plattform analysiert Daten von Maschinen und Anlagen, um deren Effizienz zu steigern. Früher musste man manuell Daten auswerten, heute reicht ein Klick auf die Software.
- ABB Ability: Hierbei handelt es sich um eine digitale Plattform, die KI-gestützte Lösungen für die Optimierung industrieller Prozesse bietet. Anstatt lange Planungstreffen abzuhalten, können Lösungen schneller durch KI-Analysen entwickelt werden.
- Rockwell Automation FactoryTalk: Diese Software bietet eine bessere Sicht auf Produktionsprozesse durch KI-gestützte Datenanalyse. Früher wurde vieles händisch dokumentiert; heute erhält man automatisierte Reports in Echtzeit.
- Festo Automation Suite: Mit dieser Software kannst du Automatisierungssysteme programmieren und simulieren. KI hilft dabei, Abläufe zu optimieren, was früher viel mehr Zeit in Anspruch nahm.
- Altair Smart Learning: Dieses Tool analysiert Daten aus automatisierten Systemen und zeigt Verbesserungspotenziale auf. Das manuelle Sichten von Daten entfällt, was Zeit und Ressourcen spart.
Das kann KI nicht — und das bleibt deine Stärke
Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten von KI gibt es zahlreiche Bereiche, in denen menschliche Kompetenzen gefragt sind. Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Kommunikationsfähigkeit sind entscheidend, um in der Automatisierungstechnik erfolgreich zu sein. Während KI Daten analysieren kann, ist es der Mensch, der Entscheidungen trifft und die Zusammenarbeit im Team fördert. Auch bei der Wartung und Instandhaltung sind Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten gefragt – Fähigkeiten, die Maschinen nicht ersetzen können. Wenn beispielsweise ein unerwarteter Fehler in einer Anlage auftritt, ist es oft notwendig, schnell zu reagieren und kreative Lösungen zu finden.
Was sich in der Branche gerade tut
Aktuell gibt es in der Automatisierungstechnik viele spannende Entwicklungen. Unternehmen setzen zunehmend auf die Integration von KI in Produktionsprozesse, um Abläufe zu optimieren und vorausschauende Wartung zu ermöglichen. Zudem gewinnen IoT-Technologien (Internet of Things) an Bedeutung, da vernetzte Maschinen durch KI intelligenter werden und eine bessere Datennutzung ermöglichen. Auch die Automatisierung des Engineerings ist ein Trend, bei dem KI hilft, Entwurfs- und Planungsprozesse zu automatisieren.
So entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland
In Deutschland sind aktuell rund 26.849 Menschen als technische Assistenten in der Automatisierungstechnik beschäftigt, und die Branche bietet etwa 3.780 offene Stellen. Dies zeigt, dass es nach wie vor einen Bedarf an Fachkräften gibt. Die Medianvergütung liegt bei 4.358 Euro pro Monat, mit einer Gehaltsspanne von 3.580 bis 5.291 Euro. Die Veränderungen durch KI und Automatisierung könnten zwar einige Aufgaben überflüssig machen, jedoch entstehen auch neue Stellen, insbesondere für Fachkräfte, die sich mit diesen Technologien auskennen. Das IAB Job-Futuromat zeigt, dass das Automatisierungspotenzial in diesem Bereich sehr hoch ist, was bedeutet, dass die Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeitern steigen könnte.
Das kannst du jetzt tun — konkrete nächste Schritte
Um im Beruf als technische/r Assistent/in - Automatisierungstechnik gut aufgestellt zu sein, kannst du folgende Schritte unternehmen:
- Online-Kurse besuchen: Plattformen wie Coursera und edX bieten kostenlose Kurse zu KI und Automatisierungstechnik an, die dir helfen, dein Wissen zu erweitern.
- Webinare der IHK: Informiere dich über kostenfreie oder kostengünstige Webinare, die von Industrie- und Handelskammern angeboten werden. Diese behandeln aktuelle Technologien in der Automatisierungstechnik.
- Netzwerk aufbauen: Suche den Kontakt zu Fachkollegen oder besuche Branchenevents, um von anderen zu lernen und dein Netzwerk zu erweitern.
Diese Schritte kannst du noch in dieser Woche angehen, um deine Fähigkeiten und dein Wissen zu erweitern.
Fazit: Deine Zukunft als Technische/r Assistent/in - Automatisierungstechnik
Die Automatisierungstechnik steht vor einem spannenden Wandel durch KI. Während viele Aufgaben automatisiert werden, bleiben menschliche Kompetenzen wie Teamarbeit und Problemlösung gefragt. Nutze die Möglichkeiten zur Weiterbildung und passe dich den Veränderungen an, um deine berufliche Zukunft zu sichern und aktiv mitzugestalten. Der Schlüssel ist, offen für Neues zu sein und deine Stärken weiter auszubauen.